Umweltkatastrophe in Brasilien Tödliche Schlammwolken

Mehr als 500 Kilometer entlang des Rio Doce sind verseucht: Nach einem Dammbruch erlebt Brasilien eine der verheerendsten Umweltkatastrophen seiner Geschichte - über zehn Menschen kamen ums Leben. Bilder zeigen, wie die giftigen Schlammmassen in den Atlantik strömen.
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Rote Schlammwolken quellen in den Atlantik: In Südbrasilien hat es verheerende Dammbrüche bei einer Eisenerzmine gegeben. Die Massen aus Schlamm, Chemikalien und giftigen Metallen - darunter Quecksilber - gerieten über einen Zufluss in den Rio Doce, der sie nach und nach ins Meer schwemmt.

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Am 5. November waren zwei Dämme eines Klärbeckens in der Samarco-Mine gebrochen, sie erhielten giftige Überreste der Bergwerksindustrie. Der Schlamm hat den Rio Doce auf 500 Kilometern Länge verschmutzt, das Trinkwasser Hunderttausender Menschen ist vergiftet.

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Ein kleines Boot auf roter See. Die Chemikalien aus der Mine werden dem Wasser Sauerstoff entziehen, warnen Wissenschaftler. Auch das Flussufer und Ackerflächen, die der Rio Doce passiert, können unfruchtbar werden.

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Ein Einheimischer trotzt dem Schmutz. Brasilien hat für mehr als 200 Kommunen in der betroffenen Region den Ausnahmezustand ausgerufen. Der Notstand soll für 180 Tage gelten und den Wiederaufbau vorantreiben.

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Die Atlantikküste beim Bundesstaat Espirito Santo: Warum es zu dem Unglück kam, ist noch nicht geklärt. Möglicherweise hatte ein leichtes Erdbeben den Damm angegriffen. Eine anschließende Schlammlawine hatte ein Bergarbeiterdorf unter sich begraben, mehr als zehn Menschen starben.

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Auf seinem Weg passierte der Schlamm unter anderem ein Naturschutzgebiet, in dem gefährdete Schildkröten leben. Mehr als 60 Millionen Kubikmeter giftiger Matsch seien in den Rio Doce gelangt, schreibt "The Rio Times".

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Die orangefarbenen Wolken sind erst die Vorboten. Die Behörden werden die Situation innerhalb der nächsten 90 bis 120 Tage beobachten, schreibt "The Rio Times". Die Strände von Regencia und Povoação wurden geschlossen. Das Unglück trifft neben der Natur auch die Anwohner hart, die in erster Linie von Fischfang und Tourismus leben.

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