Das Schwarze Auge Ausflug nach Aventurien

Seltsamer Name, seltsame Spielutensilien - und eine fanatische Fangemeinde: "Das Schwarze Auge" ist Deutschlands erfolgreichstes Fantasyspiel. Zauberer und Eiselfen aus Aventurien bevölkern seit 25 Jahren Wohnzimmer und Computer - und demnächst vielleicht auch die Leinwand.
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Regelbuch der ersten Edition von "Das Schwarze Auge" (DSA): In wenigen Wochen schrieben die Fantasy- und Sci-Fi-Fans Ulrich Kiesow, Werner Fuchs und Hans Alpers 1983 die Regeln für das bekannteste deutsche Rollenspiel.

Foto: Thomas Hillenbrand
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Alte DSA-Spielmaterialien: 1984 brachte Schmidt Spiele das "Abenteuer Basis-Spiel" auf den Markt. Weil die Firma aus München sämtliche Spielzeughändler der Republik belieferte, war das Pen&Paper-Rollenspiel anders als viele Konkurrenzprodukte auf einen Schlag in jedem Kaufhaus erhältlich.

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Pressekonferenz auf der Nürnberger Spielemesse 1985: Jürgen Stöhr (Geschäftsführer Schmidt Spiel + Freizeit), Ulrich Kiesow und Werner Fuchs stellen das "Abenteuer Ausbau-Spiel" vor.

Foto: Fantasy Productions
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Alter Werbeflyer von Schmidt Spiele: Der Name "Das Schwarze Auge" behagte den Designern anfangs überhaupt nicht - sie wollten ihr Spiel lieber "Aventuria" nennen, doch die Marketingabteilung obsiegte.

Foto: Julian Budke
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Alter Werbeflyer von Schmidt Spiele: Die Illustrationen des Spiels unterschieden sich merklich von denen amerikanischer Rollenspiele wie Dungeons & Dragons (D&D). Vieles erinnert an germanische Heldensagen,...

Foto: Julian Budke
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...und manches wirkt aus heutiger Sicht unfreiwillig komisch.

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Charakterbogen "Dokument der Stärke": Ulrich Kiesow achtete peinlichst auf eine vom Vorbild D&D abweichende Regel-Nomenklatur. Aus "non player characters" wurden keine Nichtspielercharaktere, sondern Meisterfiguren, aus "strength" wurde Körperkraft, weil Stärke nach Kiesows Ansicht "nach Kartoffeln" klang.

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Frühe DSA-Illustration: Im ersten Jahr verkaufte Schmidt rund hunderttausend Basis-Boxen, damals ein sensationeller Erfolg.

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Aus späteren Ausgaben entfernte Zeichnung: Weil D&D von den US-Medien als gefährliches und potentiell gewaltverherrlichendes Spiel kritisiert wurde, wollte Schmidt keine bluttriefenden Cover. Diese Darstellung aus einem frühen DSA-Heft wurde später entfernt.

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Compuserve-Seite zu DSA (1996): Die Rechteinhaber Werner Fuchs und Hans Alpers lassen die Fans heutzutage im Web gewähren, auch wenn geschützte Begriffe verwendet werden. Resultat ist eine äußerst lebendige Fanszene.

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DSA-Solo-Abenteuer: Hefte wie dieses konnte man alleine spielen - sie enthielten nummerierte Kleintexte, durch die sich der Spieler hangelte. Vorbild für dieses Format waren unter anderem die Soloabenteuer des US-Rollenspiels "Tunnels & Trolls", das Fuchs und Konsorten ins Deutsche übersetzt hatten.

Foto: Thomas Hillenbrand
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DSA-Quartettspiel: Schmidt Spiele versuchte, die Marke "Schwarzes Auge" auch für andere Produkte zu nutzen. Mitunter zeitigte dies seltsame Ergebnisse.

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DSA-Dinosaurier-Brettspiel: Was haben Dinosaurier mit einer mittelalterlichen Fantasywelt zu tun? Eigentlich nichts, aber das war der Schmidt-Marketingabteilung anscheinend egal.

Foto: Konrad Lischka
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Italienische DSA-Ausgabe: Diese Mitte der Achtziger erschienene Version wurde schnell wieder eingestellt, genau wie...

Foto: Konrad Lischka
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...die französische Ausgabe...

Foto: Konrad Lischka
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...oder die niederländische Ausgabe. Seit einiger Zeit gibt es eine englische Version, die unter dem Namen "The Dark Eye" erscheint.

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Fantasy-Taschenbücher: Es gibt Dutzende von DSA-Romanen; einige erschienen in den frühen Neunzigern auf Englisch - unter der Marke "Realms of Arkania".

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Karte von Arkania: Bei dem abgebildeten Kontinent handelt es sich um die DSA-Welt...

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...Aventurien: Der Hauptkontinent der Welt Dere ist der Schauplatz der meisten Abenteuer. Die erste Karte zeichneten Fuchs und Kiesow am Wohnzimmertisch. Die Namen der Städte und Flüsse entlehnten sie beispielsweise den Romanen der Fantasy-Autorin Marion Zimmer Bradley. Und aus dem Düsseldorfer Stadteil Garath wurde die Kaiserstadt Gareth. Der Name der Welt Dere ist übrigens ein Anagramm von "Erde".

Foto: Thomas Hillenbrand
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DSA-Codesigner Werner Fuchs (im September 2009): Nach der Pleite von Schmidt Spiele kaufte der heute 60-Jährige die Rechte an seinem Spiel zurück. Inzwischen wird es in Lizenz vom Spieleverlag Ulisses herausgegeben.

Foto: Konrad Lischka
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Aktuelles DSA-Buch: Die inzwischen vierte Edition erscheint nicht mehr als Box, sondern im Hardcover-Format.

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DSA-Computerspiel Drakensang: Es gab bereits zahlreiche Computerversionen des Rollenspiels. Diese 2008 erschienene gilt als die erfolreichste und gewann den Deutschen Computerspielpreis in den Kategorien "Bestes deutsches Spiel 2008" und "Bestes Jugendspiel".

Foto: obs
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Drakensang-Nachfolger: Das Prequel "Drakensang: Am Fluss der Zeit" spielt 23 Jahre vor der Handlung des Bestseller-Spiels. Hier im Bild Ardo von Eberstamm, laut "Wiki Aventurica" ein "bekannter Haudegen und Reiter" - und ein Held beider Drakensang-Ausgaben. Das zweite PC-Spiel soll ...

Foto: DTP Entertainment
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... Anfang 2010 erscheinen.

Foto: DTP Entertainment
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Die Maske des Meisters: In der ersten Ausgabe von "Das Schwarze Auge" lag der Erweiterungsbox "Die Werkzeuge des Meisters" eine wunderliche schwarze Plastikmaske bei. Der Spielleiter sollte sie tragen, aber das Konzept fand nicht besonders viel Anklang bei den Spielern - spätere DSA-Ausgaben kamen ohne Meistermaske aus. Im Computerspiel Drakensang bauten die Programmierer die Maske (hier zu sehen) anlässlich des 25-jährigen Jubiläums als Gag ein.

Foto: DTP Entertainment
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