Der Fall Peggy Knobloch "Sein Alibi ist lückenlos"

Peggy Knobloch verschwand am helllichten Tag in einem Dorf in Franken: Nun könnte sich der Fall des vermissten Mädchens als Justizirrtum entpuppen. Eine ARD-Dokumentation wagt die Behauptung: Das Urteil ihres mutmaßlichen Mörders fußt womöglich auf einer Falschaussage.
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Ulvi K. an Weihnachten in seinem Zimmer in der geschlossenen Psychiatrie im Bezirkskrankenhaus Bayreuth: Die Nachbarn aus Lichtenberg haben seinen Eltern Geschenke mitgeschickt. Die meisten Bewohner der oberfränkischen Gemeinde halten den geistig Behinderten für unschuldig am Tod der neunjährigen Peggy.

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Peggy Knobloch kurz vor ihrem Verschwinden: Das Mädchen mit den hellblauen Augen wird zuletzt am 7. Mai 2001 gesehen - zwischen Schule und Elternhaus. Sie ist zu diesem Zeitpunkt neun Jahre alt, Nachbarn und Freunde beschreiben sie als aufgeschlossenes, beinahe anlehnungsbedürftiges Kind.

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Gudrun Rödel, Ulvis gesetzliche Betreuerin, am Grab von Peggy. Peggys Mutter hat Lichtenberg verlassen und auf dem Friedhof in Nordhalben nahe Lichtenberg einen Grabstein errichtet mit einem Foto ihrer Tochter. "Wer nicht an Engel glaubt, der ist dir nie begegnet", ist eingraviert.

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Ulvi mit seinen Eltern: Seine Mutter zündet immer eine Kerze an, die sie auf dem Fensterbrett stehen hat, vor einem Bild ihres Sohnes. Kurz vor seiner Inhaftierung kam Ulvis Schwester bei einem Autounfall ums Leben.

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Ulvi ist heute 35 Jahre alt: Wenn er Besuch empfängt, bindet er sich manchmal eine Krawatte um. Seit acht Jahren ist er in einer geschlossenen Abteilung untergebracht.

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Tatortbegehung ohne anwaltlichen Beistand, aber mit einem Großaufgebot von Polizisten und Zivilbeamten: "Der Ulvi war's", sagt ein Ermittler und verweist auf das Video, das an jenem Tag entstanden ist. Darin schildere Ulvi en detail den Tathergang. "Was er da alles erzählt, kann sich einer wie der nicht ausdenken."

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Groß angelegte Suche nach der vermissten Peggy Knobloch: Hundertschaften durchkämmten im Mai und Juni 2001 die Umgebung von Lichtenberg.

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Peggy Knobloch verschwand, ohne eine Spur zu hinterlassen: Bis heute ist keine Leiche gefunden worden, auch ihr auffälliger Schulranzen ist unauffindbar.

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Sogar mit Tornados der Bundeswehr suchten die Ermittler nach der Neunjährigen. Jahre später nahmen sie Ulvi K. fest, der nach 40 Vernehmungen ein Geständnis ablegte, das er kurz darauf widerrief.

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Solch eine Jacke und das gleiche Schulranzen-Modell trug Peggy am Tag ihres Verschwindens.

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Ulvi K. an einem Prozesstag im Januar 2004 im Landgericht Hof. Ende April 2004 wird er nach einem aufsehenerregenden Indizienprozess wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt.

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Mit Fahndungsplakaten suchten Polizei und Angehörige nach Peggy. Wie ihr leiblicher Vater hatten viele ein Plakat in ihre Autos gehängt.

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