DFB-Einzelkritik Schaltzentrale Özil, Schwachstelle Höwedes

Die Beine schwer, die Gedanken schon im Urlaub: Bei Deutschlands Pflichtsieg in der EM-Qualifikation gegen Aserbaidschan konnte kaum einer der DFB-Spieler überzeugen. Doch während Mittelfeldmann Mesut Özil wenigstens effizient war, machten besonders die Verteidiger keinen guten Eindruck.
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Manuel Neuer (Torhüter, FC Schalke 04) Der Neu-Münchner hatte in der Anfangsphase mehr Arbeit, als zu erwarten gewesen ist. Immer wieder schossen die Aserbaidschaner gefährlich aus der Distanz, und Deutschlands Eins hielt, was zu halten war. Die in der erste Hälfte oft chaotische Defensive vermochte aber auch er nicht zu ordnen. In der besseren zweiten Hälfte durfte er sich dann auf den Urlaub freuen. Die Freude wurde allerdings beim Gegentreffer kurz vor Schluss ein wenig betrübt, als Neuer einmal mehr beim Rauslaufen Unsicherheiten zeigte.

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Dennis Aogo (Abwehr, Hamburger SV) hat keine guten Aussichten auf einen Stammplatz in der Nationalelf, was aber nicht an seiner Leistung in Baku lag. Die war passabel, doch Philipp Lahm wird wohl in der kommenden Saison wieder links in der Kette spielen. Immerhin hielt Aogo seine Seite dicht, war nach vorne aber wenig auffällig.

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Mats Hummels (Abwehr, Borussia Dortmund): Leistete sich furchtbare Fehlpässe im Spielaufbau. Auch vor dem Lattenschuss von Vugar Nadyrov, der besten Chance Aserbaidschans, hatte Hummels geschlampt. Ist urlaubsreif.

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Holger Badstuber (Abwehr, FC Bayern München): War der bessere Innenverteidiger, stand souverän, lief viele Bälle ab und schlug vor dem 0:2 einen schönen langen Pass. War im Gegensatz zu Hummels und Höwedes aber auch nicht auf der stärkeren linken aserbaidschanischen Angriffsseite gefordert. (Archivbild)

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Benedikt Höwedes (Abwehr, FC Schalke): Normalerweise spielt er lieber in der Innenverteidigung. An diesem Abend musste Höwedes rechts in der Viererkette aushelfen und ließ sich dort mehrfach ausspielen. Die rechte Seite, die der Schalker mit Mats Hummels, seinem Dortmunder Nebenmann in der Viererkette, zustellen sollte, war die Schwachstelle der deutschen Mannschaft.

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Philipp Lahm (Mittelfeld, FC Bayern München): Musste überraschend als Ersatz für den verletzten Sami Khedira auf der Sechserposition spielen. Bei einem 2:1-Erfolg in England vor knapp vier Jahren hatte er diese Aufgabe schon einmal in der Nationalmannschaft erledigt. Der Kapitän hatte zu Beginn Umstellungsprobleme, seine Pässe waren oft ungenau. Je länger das Spiel dauerte, desto besser funktionierte der Münchner aber als Ballverteiler und Chancenvorbereiter.

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Toni Kroos, (Mittelfeld, FC Bayern München): Sollte als Taktgeber im Rücken der Offensive agieren und wurde nach der schwachen Anfangsphase zum stärksten Deutschen. Seine raumgreifenden Dribblings, seine vielen klugen Pässe in die Spitze und sein Freistoß an den Pfosten gehörten zu den erfreulichen Momenten dieses Abends.

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Mesut Özil (Mittelfeld, Real Madrid): Nur Manuel Neuer hat in dieser langen Saison mehr Pflichtspiele absolviert als Özil, und die Müdigkeit war dem zentralen Mittelfeldspieler in vielen Phasen anzumerken. Konnte das Spiel nicht ordnen, verlor Bälle und schlug ungewohnte Fehlpässe. Dann entschied er das Spiel aber, indem er das 0:1 selbst erzielte und das 0:2 vorbereitete. Das war effizient.

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Lukas Podolski (Mittelfeld, 1. FC Köln): Hatte Schwierigkeiten, gegen den defensiven Gegner fehlte dem Kölner der Raum für sein schnelles Spiel. Nach der 2:0-Führung beteiligte er sich dann als sicherer Passspieler an den langen Ballstafetten. Immerhin

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Thomas Müller (Mittelfeld, FC Bayern München): Arbeitete und lief, doch irgendwie ist der Müller-Zauber der WM-Wochen verflogen. Der Münchner ist derzeit ein brauchbarer Passspieler im Mannschaftsverbund, Torgefahr erzeugt er in diesen Wochen kaum.

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Mario Gomez (Sturm, FC Bayern München): War lange nicht zu sehen, dann schoss er sein siebtes Tor im achten Länderspiel seit der WM, seine Heimat war der Strafraum. Hätte auch noch das 3:0 erzielen können, doch seine Effizienz ist auch so beeindruckend.

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Mario Götze (Mittelfeld, Borussia Dortmund, ab 81.): Hatte wieder einmal nur einen Zehn-Minuten-Auftritt, kam nach 81 Minuten für Mesut Özil. Bereitete dann aber das 3:1 stark vor. Zwar traf nicht der von ihm in Szene gesetzte Gomez, Schürrle staubte jedoch ab. (Archivbild)

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