EM-Qualifikation: Das DFB-Team in der Einzelkritik 09.06.2019
 Manuel Neuer, Tor: Als das weißrussische Team Mitte der ersten Hälfte kurz an...
Maxim Malinovsky/epa

Manuel Neuer, Tor: Als das weißrussische Team Mitte der ersten Hälfte kurz an die eigene Chance glaubte, sog Neuer alle Zuversicht aus ihm heraus: Er spazierte bei eigenen Ecken im Mittelkreis. Und dann tanzte er Yuri Kovalev in der Nähe der Eckfahne aus, als wäre er der Stürmer und Kovalev der Torwart. Auch ein zweiter Weißrusse konnte Neuer nicht vom Ball trennen. Danach fühlt sich jeder Gegner klein. "Wahrscheinlich hatte Manu etwas Langeweile", witzelte später DFB-Direktor Oliver Bierhoff. Und Joshua Kimmich übertrieb vielleicht ein bisschen, als er behauptete: „Manu könnte bei uns wohl auch auf der Sechs oder etwas weiter vorn spielen." Fakt aber ist, dass einer der großen Gewinner dieser ansonsten wenig schmucklosen Partie Manuel Neuer heißt. Als die Weißrussen doch einmal gefährlich wurden wie beim Kopfball von Ivan Maevski (30.), zeigte dieser eine "Weltklasseparade", wie Kimmich zu Recht fand. Schon im Pokalfinale gegen Leipzig erinnerte Manuel Neuer an eine frühere Version von sich selbst. In Borissow bestätigte er seine Form. Mit seinem 87. Länderspiel hat er Oliver Kahn in der Liste der deutschen Torhüter mit den meisten Einsätzen überholt. Nun übertrifft ihn nur noch Sepp Maier (95 Spiele). Bald wird Neuer auch Maier eingeholt haben. Denn es sieht nicht danach aus, als wolle er sich vom diesmal verletzt fehlenden Konkurrenten Marc-André ter Stegen zeitnah verdrängen lassen.