Initiative Sauberes Hamburg "Die Obdachlosigkeit ist unser Feind"

Rund zwei Wochen lang erregte die Initiative Sauberes Hamburg mit vordergründig diffamierenden Veröffentlichungen gegen Obdachlose wütende Proteste. Jetzt ist die Katze aus dem Sack: Hinter der Initiative steckt eine Firma, die Aufmerksamkeit wecken will für die Situation der Obdachlosen.
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"Unser Feind ist die Obdachlosigkeit": Anfang 2008 gründeten die Hamburger Marius Follert (rechts) und Niels Wildung, beide 24 Jahre alt, ihr Unternehmen Farbflut Entertainment. Die Spieleentwickler gehen in ihrer Arbeit auf sozialkritische Themen ein.

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Obdachlosigkeit fanden die beiden "schon vor der Gründung der Firma bedrückend". Als sie nach etwas suchten, für das sie sich mit dem Unternehmen sozial engagieren wollten, lag das Thema nahe.

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Screenshot der Initiative Sauberes Hamburg: "Wir haben uns Mühe gegeben, die Seite offiziell aussehen zu lassen. Damit nicht gleich klar ist, dass das Satire ist und die Leute richtig nachdenken müssen", sagt Follert.

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Initiative zur Initiative: Die beiden stecken auch hinter der Gegen-Aktion. "Das war ein Schachzug von uns, um die Empörung einzufangen. Und es ist auch Kritik. Schnell mal ein bisschen Feedback auf Facebook geben - dieser Aktionismus im Internet ist oft sehr oberflächlich. Die Leute sollen sich mehr mit dem Inhalt auseinandersetzen."

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Mit ihrem ebenfalls höchst umstrittenen Browserspiel "Pennergame" erlangten die Entwickler internationale Aufmerksamkeit. Heute gibt es vier Millionen Spieler. "Entweder liebt man es, oder man hasst es", sagt Follert. Die meisten könnten den Gedanken hinter der Satire und der Provokation jedoch verstehen.

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Follert im Hamburger Büro: Von Anfang an unterstützen die Spieleentwickler Obdachlosenorganisationen wie zum Beispiel Pfand gehört daneben.

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