Doggerland Auferstanden aus der Nordsee

"Es war das wahre Herz Europas", sagen Forscher: Am heutigen Nordseegrund siedelten in der Steinzeit Menschen. Jetzt haben Wissenschaftler das untergegangene Land auferstehen lassen - es war deutlich größer als angenommen.
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Doggerland (rot): Die neue Karte zeigt, dass das versunkene Land deutlich größer war, als es Lehrbücher darstellen. Steinzeitmenschen konnten trockenen Fußes von Dänemark nach England gehen - vorausgesetzt, sie überquerten die vielen Seen und Flüsse in Doggerland. Die Legende zeigt archäologische Fundorte. Hellblaue Sterne etwa stehen für Relikte des Tsunamis, der vor gut 8000 Jahren große Teile von Doggerland versinken ließ.

Foto: University of St Andrews
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Grafische Rekonstruktion: Forscher um Eugene Ch'ng von der University of Wolverhampton haben die steinzeitliche Landschaft am heutigen Nordseegrund mit Computeranimationen zum Leben erweckt.

Foto: University of Wolverhampton / Eugene Chng
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Auf dem Marschland plätscherten Seen, Flüsse schlängelten sich durch dicht bewachsene Gräser- und Strauchlandschaften. Es gab genügend Nahrung für alle: Die Gewässer wimmelten von Fischen, im Schilf nisteten Vögel, Beerenbüsche säumten die Ufer.

Foto: University of Wolverhampton / Eugene Ch'ng
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Die Nordsee stieg weiter: Erst schluckte sie die Sümpfe und Täler. Und...

Foto: University of Wolverhampton / Eugene Ch'ng
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...schließlich waren die Siedlungen auf Anhöhen isoliert.

Foto: University of Wolverhampton / Eugene Ch'ng
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"Heim nach Doggerland": Künstlerische Darstellung des untergegangenen Doggerlands.

Foto: University of St Andrews
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Tauchen am Nordseegrund: Hunderte Funde von Steinwerkzeugen, Harpunen und menschlichen Knochen belegen die lebendige Geschichte.

Foto: University of St Andrews
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Fundstück aus dem Schlick: Mammutknochen vom Nordseegrund.

Foto: University of St Andrews
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Funde im deutschen Wattenmeer: Sie stammen vermutlich von der versunkenen Siedlung Rungholt.

Foto: A2855 Horst Pfeiffer/ dpa
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Relikte einer untergegangenen Welt: Rungholt versank 1362 bei einer großen Sturmflut - wie das Doggerland liegt es nun am Meeresgrund.

Foto: A2855 Horst Pfeiffer/ dpa
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Rekonstruktion (Karte von 1652): Rungholt lag zwischen Pellworm und Nordstrand.

Foto: A2855 Horst Pfeiffer/ dpa
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Suche nach Rungholt-Schätzen (undatiertes Foto): Seitdem der sagenumwobene Ort versunken ist, wird nach Relikten der einst wohlhaben Siedlung gefahndet.

Foto: A2855 Horst Pfeiffer/ dpa
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Verschollen im Schlick: Tausende Menschen siedelten bis vor etwa 8000 Jahren auf dem heutigen Nordseegrund, vermuten Archäologen.

Foto: University of St Andrews
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Ausgrabung: Blütenpollen im Schlick geben Aufschluss über die Vegetation der Steinzeit.

Foto: University of St Andrews
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Entdeckung in der Nordsee: Relikte untergegangener Welten.

Foto: University of St Andrews
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Richard Bates: "Doggerland war das wahre Herz Europas", sagt der Geochemiker. Zusammen mit Kollegen hat er die Landschaft zum Leben erweckt.

Foto: University of St Andrews