Diebstahl in Dresden Diese Schmuckstücke haben die Diebe entwendet

Nach dem Einbruch ins Grüne Gewölbe in Dresden hat die Polizei erste Fotos der Beute veröffentlicht - unter anderem von einem Degen, besetzt mit 779 Diamanten. Doch alles konnten die Täter nicht mitnehmen.
1 / 11

Mehrere Täter sind in das Grüne Gewölbe im Dresdner Stadtschloss eingebrochen. Die Polizei hat inzwischen bekannt gegeben, welche Schmuckstücke die Diebe erbeutet haben. Darunter ist diese Brillantgarnitur, der Bruststern des Polnischen Weißen Adler-Ordens (von Jean Jacques Pallard, zw. 1746-1749). Er ist besetzt mit Brillanten, Rubinen, Gold und Silber. Es ist das letzte erhaltene Schmuckstück der "neuen Brillanten Garnitur" - dem kostbarsten Schmuckensemble der sächsisch-polnischen Monarchie.

Foto: Jürgen Karpinski/ Staatliche Kunstsammlungen Dresden
2 / 11

Auch das Kleinod des Polnischen Weißen Adler-Ordens ist verschwunden. Es wurde zwischen 1782 und 1798 für Friedrich August III. geschaffen, den ersten König von Sachsen. Er wurde schon als Kind zum Ritter des Ordens bestimmt. Doch in seine Zeit fiel der Verlust der polnischen Königswürde - damit waren die sächsischen Kurfürsten auch keine Großmeister des Weißen Adler-Ordens mehr. Trotzdem blieb die Verbindung eng, was sich etwa an einer in Dresden verbleibenden Ordenskanzlei zeigt.

Foto: Jürgen Karpinski/ Staatliche Kunstsammlungen Dresden
3 / 11

Die Große Brustschleife aus dem Schmuck der Königinnen nahmen die Diebe ebenfalls mit. Schleifen dieser Art wurden unterhalb des Ausschnittes getragen und dienten um 1800 als höfischer Damenschmuck. 1782 ließ Kurfürst Friedrich August III. die Brustschleife mit reichem Diamantbesatz für seine Gemahlin Amalie Auguste herstellen. Der Anlass war wohl die Geburt des ersten Kindes. Die Schleife ist mit 51 großen und 611 kleinen Brillanten besetzt.

Foto: Jürgen Karpinski/ Staatliche Kunstsammlungen Dresden
4 / 11

Hutschmuck von hohem Wert: Die Hutagraffe der Diamantrosengarnitur fehlt der Sammlung im Dresdner Schloss nun ebenfalls. Sie ist besetzt mit 15 großen und 103 kleinen Diamanten. Die Generaldirektorin der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, Marion Ackermann, sagte im ZDF: "Die Täter konnten nicht alles mitnehmen, weil alle Objekte auch einzeln befestigt waren, sie waren mit Stichen vernäht mit dem Untergrund."

Foto: Jürgen Karpinski/ Staatliche Kunstsammlungen Dresden
5 / 11

Ebenfalls gestohlen: Diese Kette aus 177 sächsischen Perlen. Die Perlen wurden vor 1743 nach und nach aus vogtländischen Gewässern entnommen, Zentrum war der Oberlauf der Weißen Elster. Die Perlenfischerei war Kronregal - alle Erträge mussten also an die sächsischen Herrscher abgeführt werden.

Foto: Jürgen Karpinski/ Staatliche Kunstsammlungen Dresden
6 / 11

Mit einer Axt zerstörten die Einbrecher die Vitrine, um an die Schmuckstücke zu gelangen. Sie stahlen auch diesen historischen Kopfschmuck: Eine Aigrette für das Haar in Form einer Sonne.

Foto: Jürgen Karpinski/ Staatliche Kunstsammlungen Dresden
7 / 11

Dieses Schmuckstück diente einst als Coulant eines Ordens - also als Schieber, durch den das Band gezogen wurde, um den Orden am Hals tragen zu können.

Foto: Jürgen Karpinski/ Staatliche Kunstsammlungen Dresden
8 / 11

Dieser Degen aus der Diamantrosengarnitur ist besetzt mit 770 kleineren und neun größeren Diamanten. Er diente bei Hofe als Prunkwaffe.

Foto: Jürgen Karpinski/ Staatliche Kunstsammlungen Dresden
9 / 11

Gestohlen wurden auch ein Haarteil in Halbmond-Form...

Foto: Jürgen Karpinski/ Staatliche Kunstsammlungen Dresden
10 / 11

...und dieses Schmuckstück: Eine Achselschleife, besetzt mit 20 großen und 216 kleinen Diamanten. Nach der auch als "Epaulette" bezeichneten Kostbarkeit ist die Sonderkommission der Dresdner Polizei benannt. 20 große und 216 kleine Diamanten zieren das schwere Schmuckstück, das mit Fixierungen an das Gewand angebracht wurde.

Foto: Jürgen Karpinski/ Staatliche Kunstsammlungen Dresden
11 / 11

Die Gegenstände lagerten in einer Vitrine im Juwelenzimmer des Grünen Gewölbes.

Foto: David Brandt/ Staatliche Kunstsammlungen Dresden