Elektroauto-Infrastruktur Verspannungen im E-Mobilitäts-Netz

Ein Elektroauto zu fahren, wirkt himmlisch - so leise, so flott, so sauber. Ein Elektroauto zu betanken, ist die Hölle. Lange Ladezeiten, Stecker-Wirrwarr und verschiedene Bezahlsysteme - es herrscht das blanke Chaos, und daran wird sich auch so schnell nichts ändern. Eine Bestandsaufnahme.
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Laden eines Elektroautos: Wie kommt der Strom ins Auto? Auf diese Frage gibt es derzeit eine kaum zu durchschauende Vielfalt von Antworten.

Foto: Jürgen Pander
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Typ-2-Stecker: Hier der Stecker der deutschen Firma Mennekes, der als sogenannter Typ-2-Stecker gute Chancen hat, zum EU-Standard zu werden. Die beiden oberen, kleineren Buchsen des "Steckergesichts" dienen übrigens der Kommunikation zwischen Ladestation und Ladeelektronik des Fahrzeugs.

Foto: Mennekes
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Einer für alle: Weil vor allem aus Frankreich die Forderung kam, der Ladestecker müsse komplett verschließbar sein, hat Mennekes einen bei Bedarf aufsetzbaren Schließmechanismus ("Shutter") entwickelt. Damit könnte der Weg frei sein für den Typ-2-Stecker als Standard in der EU. Mennekes hielt übrigens den Shutter für überflüssig, weil Stecker und Buchse so lange spannungsfrei sind, bis alle Ladekomponenten miteinander verkoppelt sind.

Foto: Mennekes
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Einzelnes Ladekabel: So sieht ein Elektroauto-Ladekabel aus, das quasi als "Notlösung" im Auto liegen sollte. Das heißt: Die Auto-Akkus können damit an jeder Schuko-Steckdose geladen werden. Das Steuergerät verhindert, dass zu viel Dauerstrom aus der Steckdose gezogen wird, was für manche Haus- oder Garageninstallationen fatal sein könnte. Zudem gibt es zwei Temperatursensoren im Kabel, die bei Erhitzung von mehr als 65° Celsius den Strom abschalten, um ein etwaiges Brandrisiko auszuschließen. Ein solches Kabel kostet je nach Anbieter einige hundert Euro.

Foto: Mennekes
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Strom aus der Steckdose: So lässt sich ein Elektroauto natürlich auch laden - vorausgesetzt man hat stundenlang Zeit dazu. An einer normalen Steckdose wird selten eine Ladeleistung von mehr als 2,4 kW erreicht. Generell sind die meisten Schuko-Steckdosen nicht für die Bereitstellung von hohen Dauerleistungen ausgelegt.

Foto: Mennekes
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Wallbox: Um sicheres Laden und eine Kommunikation zwischen Strominfrastruktur, Ladekabel und Ladeelektronik des Fahrzeugs herzustellen, bieten zahlreiche Hersteller von Elektroautos so genannte Wallboxen an, die etwa in der heimischen Garage installiert werden können. So ist sichergestellt, dass der Ladevorgang der Akkus problemlos abläuft.

Foto: Mennekes
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Schnellladen für alle: Das Foto zeigt eine Gleichstrom-Schnellladesäule der Hamburger Firma E8energy, die sowohl mit einem Chademo- als auch mit einem CCS-Ladekabel ausgestattet ist - den beiden zur Zeit gängigen Schnelladesystemen. Das eigentliche Ladestrommodul steckt in der Säule, die Autos benötigen lediglich einen entsprechenden Anschluss und die nötige Ladesoftware.

Foto: e8enegy / Axel Schmies
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Bezahlsystem Ladenetz.de: Die Kooperation Ladenetz.de ermöglicht das Bezahlen von Ladestrom an derzeit rund 320 Ladesäulen von 34 Stadtwerken in ganz Deutschland.

Foto: ladenetz.de
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Klarer Hinweis: Wer mit dem Elektroauto eine so gekennzeichnete Ladesäule ansteuert, kann mit einer entsprechenden Karte oder App auf dem Smartphone Strom nachladen und bezahlen.

Foto: ladenetz.de
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Bezahlsystem Intercharge: Intercharge ist das Bezahlsystem des Joint-Ventures Hubject, dem als Gesellschafter BMW, Bosch, Daimler, EnBW, RWE und Siemens angehören. Mit einem Stromvertrag zum Beispiel bei EnBW oder RWE kann man als Elektroautonutzer automatisch auch an allen anderen zum Intercharge-Verbund gehörenden, derzeit etwa tausend Ladesäulen in Deutschland Strom nachfassen.

Foto: Interchage
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Einfache Nutzung: Wenn man den entsprechenden Zugang zum nötigen Bezahlsystem hat, ist das Laden an den dazugehörigen Ladestationen einfach und komfortabel.

Foto: Interchage
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