Elektroauto-Revolution vor 100 Jahren Summsumm statt Brummbrumm

Sogar Kaiser Wilhelm fuhr einen: Zur Jahrhundertwende surrten Zehntausende Elektroflitzer durch die Städte der Welt. Die Akku-Autos waren den stinkenden Benzinern klar überlegen, die schmutzige Konkurrenz schien chancenlos. Dann beendete eine simple Erfindung die E-Flitzer-Revolution.
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Ladestation: Um 1912 benutzt eine junge Frau ein per Hand zu bedienendes Ladegerät für die Batterien ihres Elektroautos, Modell Columbia Mark 68 Victoria

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Baker Electric Victoria: Das Bild zeigt Thomas Edison 1910 als Passagier in einem Baker Electric Victoria, angetrieben von Edison-Batterien. Neben ihm sitzt Emil Gruenfeldt, Ingenieur der Baker Automobilwerke.

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Die nie Zufriedene: Camille Jenatzy, im Fahrersitz, mit seiner Frau auf der Siegesparade am 1. Mai 1899. Der belgische Autorennfahrer hatte in seinem Elektrowagen "La Jamais Contente" - "die niemals Zufriedene" - am 29. April 1899 in Achères bei Paris als erster Fahrer die 100-Stundenkilometer-Marke überschritten - und damit seinen Erzrivalen Gaston de Chasseloup-Laubat geschlagen.

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Erster Hybrid: Die Idee, einen Verbrennungsmotor und einen Elektromotor für den Antrieb eines Automobils miteinander zu kombinieren, ist nicht neu. Ferdinand Porsche entwickelte bis 1899 zusammen mit Ludwig Lohner den sogenannten Lohner-Porsche für die Wiener k. u. k. Hofwagenfabrik Jacob Lohner & Co. mit einem solchen Hybridantrieb. Porsche stellte seine Entwicklung 1900 auf der Pariser Weltausstellung vor. Das Bild, aufgenommen am 15. November 2007 in Los Angeles, zeigt das Modell Mixte von 1900.

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Detroit Electric: Das Elektroauto der Anderson Electric Car Company in Detroit, hier eine Aufnahme von 1921, wurde von 1907 bis 1939 hergestellt. Wem das Modell irgendwie bekannt vorkommt: Es wurde für die Donald-Duck-Comics von Walt Disney adaptiert - als Gefährt von Dorette Duck, Donalds Oma.

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Modernste Mittel: Die Illustration auf dem Titelblatt des "Petit Parisien" vom 21. Januar 1900 zeigt ein Elektroauto als Einsatzfahrzeug der Feuerwehr

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Wenn der Akku leer ist: Ein Detroit Electric mit Ersatzreifen ist an der Ladestation im Schuppen hinterm Haus angeschlossen und wartet auf den Energienachschub

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Solarauto: Dieser 1912er Baker Electric wurde zu einem Solarauto umgebaut. Der Urheber des praktischen Umbaus, der Erfinder Charles Alexander Escoffery, erklärt hier am 9. August 1960 die Funktionsweise der Solarzellentafel auf dem Dach des Gefährts.

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Rakete auf Rädern: Die"La Jamais Contente" von Camille Jenatzy war das erste Auto, mit dem 100 km/h erreicht wurden. Am 29. April 1899 fuhr Jenatzy diesen Weltrekord in der Nähe von Paris. Angetrieben wurde das Fahrzeug von zwei 50-kW-Elektromotoren, die von zwei 100-Volt-Batterien mit Strom versorgt wurden. Aufgenommen wurde das Foto am 14. Januar 2010 in Detroit.

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Mehr Saft im Speicher: Thomas Edison hatte leistungsstärkere Batterien für die beliebten Elektrovehikel entwickelt und das zuvor benutzte Blei durch eine leichtere Kombination aus Nickel und Eisen ersetzt. Hier steht er 1913 vor einem mit solchen Akkus ausgestatteten Elektroauto, dem Bailey Electric, das erfolgreich ein 1000 Meilen langes Ausdauerrennen überstand - nach hundert Meilen musste es jedoch wieder aufgeladen werden.

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Thomas Alva Edison: Der US-amerikanische Erfinder Thomas Edison, aufgenommen im Jahr 1895, lehnt an seinem ersten Automobil, ein Modell der Baker Motor Vehicle Company mit Elektroantrieb. In der linken Hand hält er eine der Batterien für den Antrieb seines Fahrzeugs. Edison optimierte die Batterien für die Antriebe der Elektroautos und entwickelte leichtere und leistungsfähigere Energiespender.

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Elektro-Kutsche: Der Rennteilnehmer Walter C. Busey auf seinem Elektro-Landau, aufgenommen am 14. November 1896 während des London-Brighton-Automobilrennens. Das Modell erinnert optisch noch sehr an eine Pferdekutsche, bot dafür aber Platz für die ganze Familie.

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Luxuskarosse: Eine Anzeige der Anderson Electric Car Company für den Detroit Electric von 1913 verspricht der Society ein Stadtauto für 2300 Dollar aufwärts. Zum Vergleich: Ein Einsitzer-Pferdegespann der Firma kostete 25 Dollar.

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Kutsche ohne Pferde: Ein frühes Modell der elektrischen Automobile fährt 1900 die Hennepin Avenue im Stadtzentrum von Minneapolis entlang

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Comeback: Dieses einer Seifenkiste ähnelnde Elektroauto sorgt am 1. November 1941 für Aufsehen neben der altmodischen Pferdekutsche in den Straßen von Paris. Aufgrund der kriegsbedingten Benzinrationierung hatten Pferdekutschen und E-Autos auf den Straßen der französischen Hauptstadt wieder Konjunktur.

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Aufgereiht: Fahrer posieren 1906 in Elektroautos der New Yorker Edison Company in Manhattan. Die leisen Elektroflitzer lösten in New York einen Boom aus - nur sechs Jahre später, 1912, verließen 34.000 Fahrzeuge die Fabriken.

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Volltanken: Die Batterien dieser Elektroautos laden 1909 an einer Ladestation in New York. Nur wenige Jahre später zuckelten bereits 60.000 Elektroautos durch die gesamten USA, Ladestationen gab es im Land verteilt etwa genauso viele.

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Frühes Modell: Dieses Elektroauto wurde um 1890 in London patentiert

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Lieferwagen: Um 1930 verladen Arbeiter einer Farm im britischen Blackpool Kisten mit Milchflaschen auf kleine Elektroautos

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Technische Neuheit: Ein sogenannter Lohner-Porsche, ein Hybridfahrzeug mit elektrischem Radnabenantrieb, im Jahr 1900 auf der Weltausstellung in Paris. Unter dem Begriff Lohner-Porsche werden die Hybridfahrzeuge der Wiener Lohner-Werke zusammengefasst.

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