Kampf um die Gleichberechtigung: "Zipfel der Macht" 21.05.2019
 Heterogenes Quartett: Die vier "Mütter des Grundgesetzes" waren keinesfalls...
Erna Wagner-Hehmke/ Hehmke-Winterer/ HDG Bonn/ ullstein bild

Heterogenes Quartett: Die vier "Mütter des Grundgesetzes" waren keinesfalls immer gleicher Meinung. Von links: Für Nordrhein-Westfalen war Helene Wessel (1898-1969) Delegierte der Zentrumspartei, Helene Weber (1881-1962) CDU-Delegierte, Friederike Nadig (1897-1970) SPD-Delegierte, und Elisabeth Selbert (1896-1986) war SPD-Delegierte von Niedersachsen. Dass dem 65-köpfigen Parlamentarischen Rat nur vier Frauen angehörten, sorgte schon 1948 für Unmut. In ihrem deutschsprachigen Blatt "Neue Zeit" kritisieren die Amerikaner damals: "Im Parlamentarischen Rat ist die deutsche Frau zahlenmäßig viel zu gering vertreten." Der Juristin Elisabeth Selbert ist es zu verdanken, dass der Satz"Männer und Frauen sind gleichberechtigt" ins Grundgesetz kam.