England vs. Island Einwurf ins Glück
Der Traum der isländischen Fans geht weiter: Schon die Qualifikation für die Europameisterschaft war eine Sensation, nun standen sie sogar im Achtelfinale.
Was würde Island dort erreichen können?
Gegner war der ewige Irgendwie-auch-ein-bisschen-Favorit England.
Die englischen und die isländischen Fans lieferten sich ein friedliches, stimmgewaltiges Duell auf den Rängen.
Die Partie begann mit einem Aufreger: Islands Keeper Hannes Halldórsson legte England-Angreifer Raheem Sterling im Strafraum - Elfmeter!
Der Kapitän Wayne Rooney trat an.
Der Engländer hat mit dem Achtelfinalspiel mit David Beckham gleichgezogen: Beide haben 115 Länderspiele. Den Elfmeter gegen Halldórsson schoss er souverän in die linke untere Ecke.
Ein guter Start für England - doch der Jubel legte sich sehr schnell.
Denn bereits zwei Minuten nach dem Führungstreffer kassierte England den Ausgleich.
Ragnar Sigurdsson (Mitte) traf zum 1:1. Ausgangspunkt war ein langer Einwurf von Aron Gunnarsson.
Es kam noch besser für Island: Kolbeinn Sigthórsson zog ab, Englands Keeper Joe Hart ging zu spät zum Ball und konnte das 2:1 für Island nicht mehr verhindern. Ein klarer Torwartfehler.
Die Freude der Isländer war natürlich riesengroß.
Englands Trainer Roy Hodgson war hingegen bedient.
Was ist denn hier los?
Auch die Einwechslung von Angreifer Jamie Vardy half dieses Mal nicht.
Von England gab es nicht mehr viel zu sehen. Island hatte die deutlich besseren Chancen - wie hier erneut der starke Sigurdsson, der es per Fallrückzieher versuchte.
Bezeichnend: Kapitän Rooney gelang fast gar nichts mehr, er wurde noch vor dem Abpfiff ausgewechselt - er verpasste auf dem Feld nichts mehr: Island siegte und steht nun sensationell im Viertelfinale. Dort trifft das Team am Sonntag (21 Uhr, High-Liveticker SPIEGEL ONLINE) auf Gastgeber Frankreich.