Erbe des Sozialismus Das Rätsel der verschwundenen Leichen

Abgeknallt, ausgeplündert, im Grenzstreifen verscharrt: Gezielt verschleierte die Stasi das Schicksal zweier DDR-Jugendlicher, die 1966 bei ihrer Flucht über Bulgarien nach Griechenland verschwanden. Wo ihre Kinder begraben sind, erfuhren die Eltern nie - juristisch aufgearbeitet ist das Drama bis heute nicht.
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Die letzte Postkarte: Nach seiner Ankunft in Pamporovo schrieb Karl-Heinz Engelmann diese Postkarte an seine Eltern in der DDR. Es war das letzte Lebenszeichen, das sie von ihrem Sohn erhielten.

Foto: Stefan Appelius/Archiv Dr. Stefan Appelius
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Siegfried Gammisch: Siegfried Gammisch aus Schwarzenberg/Erzgebirge, damals 19 Jahre als, starb im April 1969 bei einem Fluchtversuch über die bulgarische Grenze nach Griechenland. Seine Leiche ist bis heute verschollen - wie auch die seines ebenfalls erschossenene Freundes, des gleichaltrigen Karl-Heinz Engelmann.

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Karl-Heinz Engelmann: Der 19-jährige Karl-Heinz Engelmann versuchte im April 1966, bei einem Ski-Urlaub in Bulgarien gemeinsam mit seinem Freund Siegfried Gammisch über die Grenze nach Griechenland zu fliehen. Beide wurden erschossen, ihre Leichen blieben verschwunden.

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Hotel: Von diesem Hotel im bulgarischen Skiort Pamporovo aus unternahmen Karl-Heinz Engelmann und Siegfried Gammisch ihren Fluchtversuch nach Griechenland. Er endete für beide tödlich.

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Stadtpanorama: Das historische Schloss prägt das Stadtpanorama von Schwarzenberg. Bis heute kursiert die Geschichte über die verschwundenen Leichen der beiden bei einem Fluchtversuch erschossenen Freunde Siegfried Gammisch und Karl-Heinz Engelmann in der Stadt.

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Johannes-Friedhof: Das Bild zeigt den Eingang zum Johannes-Friedhof in Schwarzenberg.

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Stasi-Haus: In diesem Haus in Schwarzenberg befand sich bis 1989 die örtliche Dienststelle des Staatssicherheitsdienstes der DDR.

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Grenzzone: Deutschsprachiges Warnschild am Rande der verbotenen "Grenzzone" in der Volksrepublik Bulgarien, vermutlich an der griechischen Grenze.

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Grenzer: Ein bulgarischer Grenzer kontrolliert einen Reisenden an der Grenzübergangstelle Kalotina, unweit Sofia. Hier wurden in den 1970er Jahren mehrere DDR-Flüchtlinge erschossen.

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Grab eines "unbekannten ostdeutschen Bürgers": Die Aufnahme zeigt die Grabstelle eines jungen Mannes aus dem Vogtland, der 1967 in der Nähe der türkischen Grenze von bulgarischen Grenzern im Schlaf erschossen wurde. Er erhielt ein Grab mit einem Kreuz, auf dem es heißt, dass es sich um einen "unbekannten ostdeutschen Bürger" handelt, obwohl den Grenzern die Identität ihres Opfers genau bekannt war.

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