Gesichtsversehrte des Ersten Weltkriegs: "Denkmäler des Schreckens" 09.11.2018
 Wenn der Mensch zum Material wird: Im Ersten Weltkrieg, dieser "Urkatastrophe...
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Wenn der Mensch zum Material wird: Im Ersten Weltkrieg, dieser "Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts" (George F. Kennan), starben rund zehn Millionen Soldaten. Etwa doppelt so viele kehrten physisch und psychisch versehrt aus dem Krieg zurück. Das zermürbende Verharren im Schützengraben (Foto von Juli 1915), der pausenlose Beschuss, aber auch der Anblick verstümmelter Kameraden führte oftmals zu gravierenden seelischen Traumata: Die Überlebenden zitterten pausenlos, nässten ein, waren von Ohnmacht, Krämpfen, Sprachverlust geplagt. Viele Ärzte unterschätzten derlei Leiden - und schmähten die psychisch Zerrütteten als "hysterische" Feiglinge und Drückeberger.