Fahrradtrends Trends 2020 Die Neuheiten im Überblick

Mit dem Fahrrad über die Alpen, zur Arbeit oder in die Bahn - die Bikebranche präsentiert bereits die Modelltrends für 2020. Mit dabei: nützliche und weniger nützliche Gadgets.
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Gut vier Millionen Fahrräder haben die Deutschen im vergangenen Jahr gekauft. Obwohl die laufende Saison noch nicht rum ist, zeigen die Hersteller schon, was sie als Nächstes planen. Hier ein Überblick über die wichtigsten Neuheiten.

Foto: sram.com/ pd-f
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Hersteller MTB Cycletech bietet das Gravelbike Traverse an. Diese Gattung verbindet die Fahrdynamik eines Rennrads mit einer gewissen Geländegängigkeit. Das Rad mit Carbonrahmen und -gabel sowie Scheibenbremsen erlaubt Reifenbreiten bis 40 Millimeter in 28, und 54 Millimeter in 27,5 Zoll, sowie die Montage von Schutzblechen, Gepäckträger, Flaschenhalter und Gepäckträger für die Gabel. Leitungen und Kabel sind im Inneren des Carbonrahmens verlegt. Es ist als Rahmenset für 1289 Euro und als Komplettrad für 3349 Euro erhältlich, Letzteres ausgestattet mit der Einfach-Schaltgruppe und Flatmount-Scheibenbremsen Rival CX von Sram.

Foto: mtbcycletetech.com/ pd-f
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Mit der Racky Baseplate bietet M Wave eine Lösung für den Großeinkauf per Fahrrad an. Der Aufsatz lässt sich auf den Standardgepäckträger schrauben und vergrößert die Transportfläche auf 40 x 40 Zentimeter. Ein damit ausgerüstetes Fahrrad erinnert stark an das Arbeitsgerät eines Pizzaboten, weshalb der Aufsatz auch als "Pizza Plate" bezeichnet wird. So ermöglicht der Aufsatz den Transport beispielsweise einer Getränkekiste oder einer großen Sporttasche. Er erhöht aber nicht die maximale Zuladung des Gepäckträgers. Hersteller M Wave plant auch, diverse Erweiterungen für die Platte anzubieten. Sie ist für 16,90 Euro ab Ende 2019 erhältlich.

Foto: messingschlager.com/ pd-f
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Der hauptsächlich für Sporträder bekannte US-Hersteller Cannondale stellt für 2020 ein neues Stadtrad namens Treadwell vor. Das Rad erinnert an amerikanische Cruiser-Räder, etwa mit den breiten Reifen oder dem BMX-artigen Lenker. Es hat neun Gänge und hydraulische Scheibenbremsen. Eine Beleuchtung muss nachgerüstet werden. Serienmäßig kommt das Rad mit Smartphone-Halterung und Sensor im Laufrad. Der erfasst, in Verbindung mit der hauseigenen App, Fahrdaten und erinnert an die Wartung. Preis: 899 Euro.

Foto: cannondale.com/ pd-f
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Zwei Erweiterungsoptionen für Gepäckträgertaschen hat Taschenhersteller Ortlieb künftig im Programm: Packing Cubes und Commuter Insert heißen die Einsätze, die in den Backroller-Taschen Ordnung schaffen sollen. Sie sind ein Dreierset fürs Reiserad mit zweimal sechs und einmal fünf Litern Volumen. Jeder der Einsätze verfügt über einen Reißverschluss sowie Netztaschen innen und außen. Das oberste Fach ist so auch in der Packtasche zugänglich. Das unterste, kleinste eignet sich als Kulturbeutel. Ab Januar 2020 für 39,99 Euro erhältlich.

Foto: ortlieb.com/ pd-f
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Die Packlösung Commuter Insert ist einteilig und für Alltagsanwendung gedacht. In zahlreichen Fächern bietet es Platz für Laptop, Flasche, Werkzeug, Proviant, Kleidung oder Schuhe. Die Innentasche der Packtasche lässt sich dabei weiter nutzen. Der Einsatz für die Backroller-Taschen von Ortlieb kostet 39,99 Euro und ist ab Januar 2020 verfügbar.

Foto: ortlieb.com/ pd-f
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Für das Modelljahr 2020 hat Stevens das Carbon-Hardtail-Modell Sonora überarbeitet. Neu ist eine günstigere Variante mit leichtem Carbonrahmen. Um das Komplettrad mit Profirahmen erschwinglich zu machen, verbaut Stevens an dem günstigsten Modell die Sram-Schaltgruppe NX Eagle mit zwölf Gängen. 100 Millimeter Federweg an der Front bietet die Rockshox-Gabel Recon RLR Air. Alle Größen sind mit 29-Zoll-Laufrädern und der Bereifung Rocket Ron von Schwalbe ausgestattet. Das Hardtail kommt in vier Rahmengrößen im Frühjahr 2020 in die Läden. Es kostet 1799 Euro.

Foto: stevensbikes.de/ pd-f
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Mit der wasserdichten E Glow bietet der Hersteller Ortlieb eine Lenkertasche speziell für E-Bikes an. Die Sichtbarkeit des E-Bikes erhöhen soll der abnehmbare LED-Streifen, der auch das Tascheninnere ausleuchtet. Den Strom für die Extrabeleuchtung liefert der an den meisten E-Bikes vorhandene USB-Anschluss, oder eine Powerbank. Neu sind zwei seitliche Aufnahmen für Flaschenhalter. Die Tasche verträgt fünf Kilogramm Zuladung und ist ab Januar 2020 für 99,99 Euro erhältlich.

Foto: Kay Tkatzik/ pd-f
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Hersteller Puky ist vor allem für Kinderfahrzeuge bekannt. Mit dem Roller Joker bringt die Firma jetzt einen Roller für Erwachsene auf den Markt: ab 135 Zentimeter Körperhöhe oder etwa acht Jahren kann der Roller komfortabel gefahren werden und bis zu 100 Kilogramm bewegen. Für Erwachsene lässt sich der Lenkervorbau in der Höhe verstellen. Zum platzsparenden Transport und zur kompakten Unterbringung lässt sich der Vorbau per Schnellspannhebel wegklappen. Der Joker kommt mit schwarzem Rahmen und weißer Gabel im November 2019 in die Geschäfte und kostet 229,99 Euro.

Foto: Puky/ pd-f
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Ortlieb bringt den wasserdichten Korb Up-Town auf den Markt. Er wird mit dem üblichen Halteblock am Lenker montiert und lässt sich zum Einkaufen abnehmen. Außenhülle und Deckel bestehen aus wasserdichtem Stoff. Letzterer lässt sich vollständig oder für schnellen Zugriff teilweise öffnen. Im Inneren bietet ein Reißverschlussfach Platz für Wertsachen. Das Hauptfach bietet 17,5 Liter Volumen, und die Gesamtzuladung beträgt fünf Kilogramm. In die Läden kommt der Korb für 69,99 Euro ab März 2020.

Foto: ortlieb.com/ pd-f
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Mit dem Superdelite GT Rohloff HS stellt der Darmstädter Hersteller Riese und Müller für 2020 die nächste Generation des Tourenrads Delite vor. Das E-Bike verfügt über ein Doppel-Akku-System mit 1000 Wattstunden, das in den Rahmen integriert ist. Zudem ist das Rad geländetauglich: 140 Millimeter Federweg, profilierte Reifen, Vario-Sattelstütze und gefederte Gepäckträger vorn wie hinten. Der Motor unterstützt den Fahrer bis maximal 45 km/h, wodurch Führerschein, Versicherung und Helm erforderlich sind. Brems- und Fernlicht gehören zur Standardausstattung, optional ist auch ein ABS erhältlich. Preis: 8698 Euro.

Foto: r-m.de/ pd-f
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Mit der Force eTap AXS stellt der US-fränkische Schaltungshersteller Sram eine zweite Rennrad-Funkschaltgruppe vor. Ein Vierteljahr nach der Präsentation der Red eTap AXS, steht damit eine günstigere Gruppe mit der Technik zur Verfügung: Übertragung des Schaltsignals per Funkstandard Aerial, wahlweise 1 x 12 oder 2 x 12 Gänge mit enger Gangabstufung. Die Gänge lassen sich per Schaltwippe im Bremsgriff wechseln. Neu ist, dass sich die Schaltsequenz programmieren lässt. Die Preise starten bei 2058 Euro für Einfach-Gruppen und 2408 Euro für Zweifach-Gruppen.

Foto: sram.com/ pd-f
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Das E-Mountainbike Sduro Full Seven LT 8.0 vom Hersteller Haibike ist ein Fahrrad der Extreme. Es ist speziell für Tourenfahrer, Alpencrosser und sonstige Langstreckenfahrer entwickelt. Akku-Kapazitäten bis zu 1125 Wattstunden werden durch einen zusätzlich zum serienmäßigen 625-Wattstunden-Akku erhältlichen Range Extender möglich - das ist ein zweiter Akku mit 500 Wattstunden. Wer ihn nicht benötigt, kann an seiner Stelle auch Trinkflasche, Fahrradschloss oder Rahmentasche andocken. Gegen Aufpreis gibt es außerdem eine Lichtanlage mit Rücklicht (in den Hinterbau integriert) plus Frontscheinwerfer. Das Modell ist ab Anfang 2020 zum Preis ab 5499 Euro erhältlich.

Foto: haibike.de/ pf-f
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Mit Computer und Licht ist am Lenker oft kein Platz mehr für eine Klingel. Der Hersteller Voxom bietet darum mit der Kl18 eine kleine Glocke an, die sich an Bowdenzug oder Bremsleitung befestigen lässt. Zudem lässt sie sich um 360 Grad drehen und schlägt mit 19 Gramm kaum aufs Gesamtgewicht des Rades. Die Miniklingel kostet 11,95 Euro.

Foto: sportimport.de/ pd-f
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Für den Stadteinsatz hat Faltradhersteller Montague das Electric M E1 entwickelt - einen Tiefeinsteiger mit 28-Zoll-Laufrädern, dessen Rahmen zum Transport am Unterrohr geteilt werden kann. Zum Falten wird das Rad auf den Zweibeinständer gestellt, die Sattelstütze versenkt, die Pedale eingeklappt, ein Haken am Rahmen geöffnet und dann zusammengefaltet, bis die Räder parallel stehen. Das ergibt ein Faltmaß von 96 x 96 x 33 Zentimeter, was auch den Transport im Kofferraum ermöglichen soll. Zudem lässt sich das Rad im gefalteten Zustand auch komfortabel schieben und ziehen. Angetrieben wird das E-Bike von einem Shimano-Mittelmotor. Lenker und Vorbau sind ebenfalls mit einem Handgriff klappbar. Für 2999 Euro ist das Rad ab Frühjahr 2020 erhältlich.

Foto: montague-bikes.de/ pd-f
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Der Getränkehalter Fh12 von Voxom für Rennräder und Mountainbikes wird in-3D-Wickeltechnologie aus Carbon nahtlos gefertigt und wiegt dadurch nur neun Gramm. Laut Hersteller ist er hoch flexibel und mit allen gängigen Flaschenarten kompatibel. Die Flasche wird entweder klassisch von oben eingeführt und nach oben entnommen, sie kann aber auch direkt nach vorne rausgeklipst werden. Preis: 74,95 Euro.

Foto: sportimport.de/ pd-f
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Zwei Jahre nach dem Falthelm Fuga bringt der spanische Hersteller Closca nun das günstigere Modell Loop in die Läden. Mit etwas geschwungenerer Formgebung unterscheidet er sich optisch vom teureren Bruder, das Prinzip des Falthelms ist aber dasselbe. Beim Loop lassen sich die drei Ringsegmente ineinander versenken, der Helm sich so in der Höhe etwa halbieren und dadurch einfacher verstauen. Ein neu entwickeltes Belüftungssystem soll den Kopf während der Fahrt möglichst gut kühlen. Den 340 Gramm schweren Helm gibt es in 15 verschiedenen Farbkombinationen und zwei Größen. Preis: 70 Euro.

Foto: closca.co/ pd-f
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Mit dem Halter Smartboy Plus bietet SKS Germany zusätzlichen Stauraum für Schlüssel, Geld und sonstige Kleinigkeiten an. Auch eine flache Powerbank findet Platz. Das Gadget lässt sich werkzeuglos an den Fahrradlenker oder einen Kinderwagengriff stecken. Die mitgelieferte Smartphone-Tasche wird per Klettband auf dem Halter befestigt. Die transparente Folie ist wasserabweisend, weshalb eine Bedienung des Smartphones selbst bei leichtem Regen möglich ist. Der Smartboy Plus kostet 29,99 Euro und ist ab Januar 2020 erhältlich.

Foto: sks-germany.com/ pd-f