Fernsehserie "Flipper" Tragödie im Tümmlerbecken

Er machte sie zu Stars, dann musste er sie sterben sehen: Delfintrainer Ric O'Barry und seine Tiere waren die Erfolgsgaranten für die TV-Serie "Flipper". Ihr fröhlich schnatternder Held eroberte Mitte der sechziger Jahre die Zuschauerherzen - hinter den Kulissen spielten sich tödliche Dramen ab.
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Flipper und Luke Halpin: Der Kinderstar und der Delfin in einer Szene der Fernsehserie von 1963 - was hier so leicht und verspielt aussah, war in Wirklichkeit harte Arbeit für die Tiere.

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Heile Welt mit Delfinkumpel: Die Fernsehserie "Flipper" spielte in der fast perfekten Welt des Rangers Porter Ricks und seiner Söhne Sandy und Bud.

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Oberflächliche Idylle: Die Dreharbeiten für "Flipper" bedeuteten für die fünf Delfine, die sich die Titelrolle teilten, viel Stress. Je länger es dauerte, desto gereizter wurden sie und schlugen immer öfter mit der Schwanzflosse auf das Wasser. Diese Imponiergeste machte den Kinderschauspielern der Serie Angst.

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Der Überdelfin: Auf der Mattscheibe verband Flipper alle tatsächlichen Fähigkeiten eines Delfins mit den Eigenschaften eines Schmusetiers, das obendrein noch über menschliche Intelligenz verfügte.

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Operation Flipper: In der Serie taten die Menschen alles für das Wohlergehen von Flipper. Doch dass die Dreharbeiten für die Delfine alles andere als artgerecht waren, schien die Produzenten nicht weiter zu stören.

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Warum nimmt ein Ostfriese ein Messer mit aufs Boot?: Viele Tricks für ihre Fernsehauftritte in "Flipper" kannten die Delfine bereits aus ihren Shows im Miami Seaquariums. Die Tiere sind sehr gelehrig, geschickt und verspielt wie junge Hunde - Kunststücke machen sie jedoch nur, wenn sie hungrig sind.

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Freund aller Kinder: Ende September 1964 ging die erste Folge von "Flipper" in den USA auf Sendung - kurz nachdem bereits Collie-Weibchen Lassie erfolgreich durch das Fernsehprogramm gewuselt war.

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Freizeitpark statt Freiheit: Die Bucht, in der Flipper spielte, war tatsächlich ein Salzwassersee auf dem Gelände des Miami Seaquarium, einem Freizeitpark am Südzipfel Floridas.

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Neue Freunde für Flipper: Die Serie "Flipper" wurde ein weltweiter Erfolg. Von Australien über Argentinien und Finnland bis nach Südafrika träumten Kinder davon, selbst mit einem Delfin befreundet zu sein. Die Anzahl der Delfinarien auf der Welt wuchs seither von damals drei auf 200.

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Alte Story, neue Freunde: Nach dem großen Erfolg der Serie in den Sechzigern wurde die Geschichte um den Jungen und seinen Delfin bis heute immer wieder verfilmt. 1996 durfte auch der spätere Hobbit Elijah Wood als Sandy Ricks zu Flipper ins Wasser steigen. Luke Halpin, der in der Originalserie den Sandy gespielt hatte, übernahm in dem Film sogar eine Nebenrolle als Fischer.

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Abgelegte Fernsehstars: Nachdem die Dreharbeiten zu "Flipper" abgeschlossen waren, waren die Delfindarsteller plötzlich überflüssig geworden. Im Miami Seaquarium schwammen sie einsam ihre Runden, da sich der Trainer der großen Top-Deck-Show weigerte, mit ihnen zu arbeiten. Sie waren ihm zu verwöhnt.

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Außenaufnahmen: Für die Unterwasseraufnahmen von "Flipper" flog die Filmcrew samt der tierischen Darsteller auf die Bahamas. Für die Delfine, die diese Reisen in Kisten verpackt verbrachten, waren diese Flüge der größte Stress. Auch wenn ihr Trainer Ric O'Barry ihnen während der gesamten Zeit nicht von der Seite wich, ihre Augen mit Vaseline einrieb und ihre Schnauzen mit Wasser benetzte.

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Menschliche Stimme: Die Geräusche, die Flipper in der Serie machte, kamen in Wirklichkeit nicht von den Delfinen selbst - sie wurden von dem Synchronsprecher Mel Blanc in Hollywood aufgenommen. Echte Delfine klingen ganz anders.

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Gestrandet: In der Serie gerät auch Flipper selbst immer wieder in Gefahr, zumeist jedoch, weil er anderen helfen will. Immer wieder rettet er Menschen und andere Tiere vor dem Ertrinken oder vor Haien, stellt gemeine Schmuggler und Diebe oder klärt andere Verbrechen auf - ganz wie seine vierbeinigen TV-Verwandten Lassie und Fury.

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Vom Trainer zum Tierschützer: Nachdem Ric O'Barry jahrelang der Delfintrainer bei "Flipper" war, erkannte er, dass es falsch war, die Tiere derart zu quälen. Inzwischen ist er Vegetarier und aktiver Tierschützer. Heute befreit er Delfine aus der Gefangenschaft - wie hier im Juni 2004 auf Haiti - auch wenn er selbst dafür ins Gefängnis muss.

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Ein Kämpfer für die Delfine: Auch in Europa kämpft Flippers früherer Trainer Ric O'Barry heute für die Freiheit der etlichen in Zoos und Delfinarien lebenden Tümmler. Nachdem Flipperdarstellerin Kathy in seinen Armen gestorben war, wurde er zu einem militanten Tierschützer. Hier präsentiert er während einer Veranstaltung in Zürich im Juni 1994 eine Liste der im Zürcher Delfinarium verstorbenen Tiere.

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