Legendäre Filmduos Von Blues Brothers und Blutsbrüdern

Dick ohne Doof? Winnetou ohne Old Shatterhand? Unmöglich! Die Karrieren mancher Schauspieler sind untrennbar miteinander verschweißt. einestages erinnert an die unvergesslichsten Duos der Filmgeschichte.
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"Sowas kommt von Sowas": Als Oliver Hardy und Stan Laurel ihren ersten richtigen Laurel-und-Hardy-Film drehten, war Hardy schon 35 und Laurel 37 Jahre alt. Trotz des späten Karrieredurchbruchs schufen sie mit 106 Filmen ein umfassendes Werk. Die ganz großen Preise blieben dennoch fast komplett aus. Einzig für ihren Kurzfilm „"Der zermürbende Klaviertransport"“ erhielten die beiden 1932 einen Oscar. Stan Laurel wurde 1961 mit der Trophäe für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Oliver Hardy war da schon verstorben.

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"Sind wir glücklich, Vince?": John Travolta (l.) und Samuel L. Jackson (r.) hatten schon viele Rollen. Doch ein Film reichte, um sie als Duo auf die Poster in Millionen Jugendzimmern zu bannen. In Quentin Tarantinos "Pulp Fiction" von 1994 mimten die beiden das Killerpaar Vincent Vega und Jules Winnfield. Zwischen ihren Aufträgen, die sie mit stoischer Genauigkeit erledigten, philosophierten die Killer über Frauen, Gott und Mayonnaise - und wurden dabei zu Stilikonen.

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"Mein Bruder!": Keiner hat die Rollen des edlen Indianerhäuptlings Winnetou und seines Blutsbruders Old Shatterhand so sehr geprägt wie die Schauspieler Pierre Brice (l.) und Lex Barker. Nach ihrem gemeinsamen Debüt in "Der Schatz im Silbersee" von 1962 spielten die beiden die aufrechten Westmänner in acht weiteren Karl-May-Verfilmungen. Dem Ernst ihrer Rollen setzten die Schauspieler bei den Dreharbeiten viel Humor entgegen - bei der Blutsbrüderschaftsszene in "Winnetou" konnten sich beide vor Lachen kaum halten.

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"Denk an die Band!": Bereits in der TV-Show "Saturday Night Live" hatten die Komiker John Belushi (r.) und Dan Aykroyd (l.) ihre ersten Auftritte als "Blues Brothers". Durch den enormen Erfolg beflügelt, spielten sie mit ihrer Band auch außerhalb der Show Konzerte. Unsterblich machte sie schließlich der gleichnamige Film von 1980, in dem sie als lässige Brüder auf der Flucht vor dem Gesetz die Flagge der Blues-Musik hoch hielten und Sonnenbrillen zum Accessoir machten, das zu jeder Tages- und Nachtzeit tragbar ist.

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"Wripiep, piiiiiieeep": Heiß war beiden, als Anthony Daniels (l.) und Kenny Baker (r.) das erste Mal gemeinsam vor der Kamera standen. In "Krieg der Sterne" von 1977 übernahm der kleinwüchsige Baker die Rolle des Droiden R2-D2, Shakespear-Mime Daniels schlüpfte in die metallene Haut des Roboters C-3PO. Bei den Dreharbeiten in der Wüste Tunesiens entwickelte sich unfassbare Hitze unter ihren Kostümen. Doch die Mühen lohnten sich. Sowohl Daniels als auch Baker gehören zu den wenigen Darstellern, die an allen sechs bisherigen "Star Wars"-Filmen mitgewirkt haben.

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"Schaffst Du sie alleine?": Als Mario Girotti (l.) und Carlo Pedersoli (r.) das erste Mal zusammen drehten, kannten die beiden Italiener sich schon Jahre - aus dem Schwimmverein in Rom. Bei ihrem ersten gemeinsamen Italo-Western "Gott vergibt... Django nie" von 1967 waren sie noch auf Ernst getrimmt, später folgte dann der Umstieg auf Komödien - in denen sich Girotti Terence Hill nannte und Pedersoli Bud Spencer. Zwischen 1967 und 1994 drehten die beiden zusammen 20 Filme, die besonders in Deutschland Kultstatus erlangten.

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"Ich bin mein grösster Kunde": Gras wohin man schaute. In den Dunstschwaden ihrer Bongs definierten die Komiker Richard "Cheech" Marin (l.) und Tommy Chong (r.) mit ihrem Debüt "Viel Rauch um Nichts" 1978 das Genre der Stoner-Movies. Ihre Freundschaft reichte bis in die Sechziger zurück, als sich die beiden in Vancouver kennen lernten. In sechs Filmen und einem umfangreichen Sortiment von Alben und Sketchen feierten sie die Ideale der Hippie-Bewegung - und ihre Liebe zum Cannabis-Konsum.

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"Also, Kinderchen": Der Priester und der Bürgermeister - "Don Camillo und Peppone" - sind italienische Nationalheiligtümer. Die Geschichten um die beiden Gegenspieler, die um die Seelen der Einwohner eines Ortes im Nachkriegsitalien feilschen, sind auch international bekannt. Dafür verantwortlich: Die Schauspieler Fernandel (l.) und Gino Cervi (r.). Von 1952 an spielten sich die Antagonisten fünf Filme lang vor der Kamera gegenseitig in Rage. Bei den Dreharbeiten zum sechsten Film von 1971 erkrankte Fernandel an Krebs und ließ seinen Freund Cervi allein zurück. Der zog sich nach dem Tod seines Partners aus dem Filmgeschäft zurück und starb nur drei Jahre später.

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"Sie sind der Doc, Doc!": Als es 1985 den Teenager Marty McFly mit einem getunten Delorean DMC-12 auf eine Zeitreise in das Jahr 1955 verschlug, war das nicht nur der Auftakt für eine der meistverehrten Filmreihen der Achtziger. In den drei "Zurück in die Zukunft"-Teilen spielten sich Michael J. Fox (r.) als Marty und Christopher Lloyd (l.) in der Rolle des schusseligen Doc Brown als Schüler-Lehrer-Gespann in die Herzen der Zuschauer. Und bewiesen dabei, dass selbst Zeitsprünge echter Freundschaft nichts anhaben können.

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"Piraten!": Seit 1968 bringt die Achterbahn "Pirates of the Caribbean" Generationen von Disneyland-Besuchern zum jauchzen. 2003 machte der Konzern aus dem Fahrgeschäft kurzerhand eine Filmreihe. In "Fluch der Karibik" etablierten Johnny Depp (l.) und Orlando Bloom (r.) den Freibeuter als neuen Popstar-Typus - der eine leicht schodderig, der andere im Posterboylook. Die Freundschaft der beiden Seemänner überdauerte dabei die Dreharbeiten.

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"Mein Mann war nie nett zu mir": Die meisten Buddy-Movies schicken zwei Männer in den Kampf gegen die Widrigkeiten der Welt. In "Thelma & Louise" von 1991 waren es endlich zwei Frauen. Der Film ist reich an ikonischen Momenten: das erste Selfie der Filmgeschichte, die Liebesszene mit dem noch unbekannten Brad Pitt und der Sprung beider Frauen über eine Klippe. Was "Thelma & Louise" aber über die Jahre bestehen lässt, ist die unglaubliche Leistung der beiden Darstellerinnen Susan Sarandon (l.) und Geena Davis (r.), deren private Freundschaft man auch in jeder Minute auf dem Bildschirm sehen konnte.

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"Ich bin zu alt für so eine Scheiße": Der eine will in den Ruhestand, der andere einfach nur sterben. Danny Glover (l.) und Mel Gibson (r.) prägten mit ihrem ungleichen Cop-Duo Murtaugh und Riggs das Actionkino der Achtziger- und Neunzigerjahre maßgeblich mit. Viermal standen sie für die "Lethal Weapon"-Reihe vor der Kamera. Selbst als Mel Gibson in den letzten Jahren durch öffentliche Entgleisungen in die Schlagzeilen geriet, hielt sein ehemaliger Partner zu ihm. "Ich liebe Mel. Er ist mein Freund", sagte Glover in einem Interview.

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"Hummer, Hummer, Täterä": Millionen Zuschauer bescherten Mike Krüger (l.) und Thomas Gottschalk (r.) in den Achtzigern durchschlagenden Erfolg an den Kinokassen. An den schauspielerischen Leistungen in Filmen wie "Piratensender Powerplay" (1982) und "Die Supernasen" (1983) lag das wohl weniger. Trotz der plumpen Dialoge wurden die "Supernasen"-Filme zum Kult. Seit 2010 kursieren Gerüchte über eine mögliche Fortsetzung. Laut Krüger gibt es aber noch kein gutes Drehbuch.

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"Werd nicht weich mit mir, Kumpel": Dean Martin (l.) und Jerry Lewis (r.) dominierten die Unterhaltungslandschaft der Fünfzigerjahre wie kaum ein anderes Duo. Der Nachtclubsänger Martin und Comedian Lewis hatten Radio und TV-Auftritte und standen zwischen 1949 und 1956 für 17 Filme gemeinsam vor der Kamera. Da der Fokus durch seine humoristischen Einlagen oft auf Lewis lag, fühlte sich Martin zurückgesetzt und das Duo zerbrach. 20 Jahre sprachen die beiden angeblich kein Wort mehr miteinander, bevor sie sich aussöhnten.

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"Geschieden, pleite und schlampig": Walter Matthau (l.) und Jack Lemmon (r.) standen 1966 das erste Mal im Film "Der Glückspilz" vor der Kamera. Neun weitere sollten folgen. "Ein seltsames Paar" von 1968 wurde dabei die Blaupause für ihre gemeinsamen Auftritte. Matthaus Charakter leicht grummelig, Lemmon latent depressiv, so standen die beiden bis 1998 immer wieder vor der Kamera. Walter Matthau starb 2000 nach langer Krankheit, sein lebenslanger Freund Jack Lemmon folgte ihm fast auf den Tag genau ein Jahr später. Beide wurden nebeneinander auf dem Westwood Village Memorial Park Friedhof beigesetzt.

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"Wer ist der beim ersten Mal?": Zwischen 1940 und 1956 stand das Comedy-Duo Abbott und Costello in 38 gemeinsamen Filmen vor der Kamera. Kennengelernt hatten sie sich eher zufällig, als Lou Costello am Brooklyn Theater spielte. Als Costellos Partner erkrankte, wurde kurzerhand Bud Abbott, der Kassierer des Theaters, zu seinem Stichwortgeber befördert. Ein Job, den er mit solchem Bravour meisterte, dass Costello ihm auch später noch den Großteil der gemeinsamen Einkünfte zusprach.

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"3000 auf rot, Jimmy!": Gerade einmal zwei Filme reichten aus, um Anfang der Siebziger aus Paul Newman (l.) und Robert Redford (r.) das Traumduo Hollywoods zu machen. In ihrem ersten gemeinsamen Auftritt in "Zwei Banditen" von 1969 spielten die beiden das legendäre Gangsterduo Butch Cassidy und Sundance Kid. Kurz darauf zwei Trickbetrüger in "Der Clou" (hier im Szenenbild), der mit sieben Oscars ausgezeichnet wurde. Beinahe hätte es einen dritten gemeinsamen Film gegeben. Den 2015 erschienen "A Walk in the Woods" versuchte Redford jahrelang mit seinem Freund und Partner zu realisieren, doch dessen Krebserkrankung und Tod 2008 machten den Traum von einer erneuten Zusammenarbeit zunichte.

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"Diese Touristen!": Sieben Filme lang reiste das Komikerduo Bob Hope (l.) und Bing Crosby (r.) gemeinsam um die Welt. In ihrer "Road to..."-Filmreihe machten sich die beiden über typische Hollywood-Genres ihrer Zeit lustig - etwa Dschungelfilme oder die Arabischen Nächte. Privat sollen sich Hope und Crosby nicht verstanden haben. Ihre Darstellung der unbedarften US-Touristen brannte sich trotzdem in das kollektive Gedächtnis ein und wurde sowohl von Zeichentrickserien wie "Family Guy" als auch in zahlreichen Filmen liebevoll persifliert.

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"Er hat niemals seinen Tag": Mit Filmen wie "Der große Blonde mit dem schwarzen Schuh" hatte Pierre Richard bereits in den Siebzigern internationale Erfolge eingefahren. In den Achtzigern erreichte der Komödiant jedoch, dem Charakterdarsteller Gérard Depardieu gegenübergestellt, seinen Zenit. In Filmen wie "Ein Tolpatsch kommt selten allein" von 1981 prallten der zerstreut wirkende Richard und der betont lässig spielende Depardieu in bester Clownsmanier aufeinander.

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Star-Landstreicher: Eigentlich ein dänischer Exportschlager, wurde das Komikerpaar Pat und Patachon in den Sechzigern und Siebzigern auch in Deutschland berühmt. Die Stummfilme des Duos Carl "Pat" Schenstrøm und Harald "Patachon" Madsen wurden dabei zusammengeschnitten und tonsynchronisiert, um auf Spielfilmlänge zu kommen. Der Humor der Sketche um zwei umherreisende Landstreicher baute oftmals auf der unterschiedlichen Statur der Komiker auf. Nach dem Tod von Schenstrøm versuchte sich Madsen 1947 mit einem anderen Partner erneut an einem Komikerduo. Doch ohne seinen Pat war Patachon zum Scheitern verurteilt.

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"Das ist Disko-Vietnam!": In den Neunzigern entstand in Hollywood das "Frat Pack", eine Gruppe von Comedy-Darstellern, die im wahren Leben eng befreundet waren und immer wieder gemeinsam auftraten. Zwei ihrer bekanntesten Mitglieder sind das Duo Owen Wilson (l.) und Ben Stiller (r.). Wie hier im Remake der Fernsehserie "Starsky & Hutch" von 2004 traten die beiden in mehreren Filmen als schrulliges Duo auf. Im Interview mit SPIEGEL ONLINE beschrieb Stiller die besondere Chemie mit seinem Partner: "Wenn ich mit Owen arbeite, fühlt sich das einfach anders an als mit jedem anderen Menschen. Wir haben eine ganz eigene Art, miteinander umzugehen."

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"Das war ein Gebet an die Autogötter, Mann": "Er hat mich bei so vielem im Leben begleitet" schrieb Vin Diesel (r.) 2014 auf seiner Facebook-Seite. Darüber ein Bild, das den Kollegen Paul Walker (l.) mit Diesels Tochter zeigte. Ein Jahr zuvor war Walker bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen. Bei ihrer "The Fast and the Furious"-Filmreihe hatten sie in sechs Filmen zusammen gespielt. Ein Großteil des Erfolges beruhte auf dem Zusammenspiel von Posterboy Walker und dem durch und durch toughen Diesel. Bei den MTV Movie Awards 2014 fiel dann jedoch Diesels Fassade, und der Schauspieler brach in Tränen aus.

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Bereits bevor Simon Pegg (l.) und Nick Frost (r.) zu Filmstars wurden lebten die beiden besten Freunde gemeinsam in einer WG. Zwischen 1999 und 2001 spielten Pegg und Frost in der Sitcom "Spaced", bevor es sie auf die Leinwand verschlug. Der Regisseur Edgar Wright etablierte seine TV-Stars in den Kinofilmen der Cornetto-Trilogie als Comedy-Duo des neuen Jahrtausends. Jeder der Filme lieferte dabei eine Hommage an die Lieblingsstreifen des Duos. Hier in "Shaun Of The Dead" von 2004 persiflierten beide das Zombie-Genre.

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"Hab seine Frau getröstet": Sie fahren gemeinsam Motorrad oder machen Urlaub am Comer See. Seit den Dreharbeiten zu "Ocean's Eleven" von 2001 sind die Hollywood-Superstars George Clooney (l.) und Brad Pitt (r.) auch im wahren Leben enge Freunde. Die Rolle des genialen Gangster-Duos scheint den beiden Schauspielern dabei wie auf den Leib geschrieben - in zwei Fortsetzungen gaben sie erneut das Gespann Danny Ocean und Rusty Ryan - und auch beim Dreh von "Burn After Reading" trafen die beiden vor der Kamera aufeinander.

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"Verstehen Sie, was ich sage?": Es war Liebe auf den zweiten Blick. "Am Anfang mochte ich ihn nicht", sagte Jackie Chan (r.) 2013 in einem Interview über seinen Kollegen Chris Tucker. "Er hörte einfach nicht auf zu reden." Über die Jahre hat sich das ungewöhnliche Gespann aber zu einer festen Größe in Hollywood etabliert. Mit ihren Buddy-Movies der "Rush Hour"-Reihe spielten sie Hunderte Millionen ein und wurden auch privat Freunde. "Heute kommt er immer pünktlich zum Set und ich mag ihn jetzt sehr", sagte Chan mit einem Lächeln.

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