Flucht aus der DDR Ein Tausender pro Todesschuss

Nicht nur an der Mauer, auch an den Grenzen der sozialistischen "Bruderländer" ließ die SED-Führung Jagd auf "Republikflüchtlinge" machen. An bulgarische Grenzer zahlte das Ostberliner Regime offenbar eine regelrechte Kopfprämie für jeden erschossenen DDR-Bürger. Deren Leichen wurden einfach im Grenzstreifen verscharrt. Von Stefan Appelius
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Grenzzone: Deutschsprachiges Warnschild am Rande der verbotenen "Grenzzone" in der Volksrepublik Bulgarien, vermutlich an der Griechischen Grenze.

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Grenzzaun: Das Bild zeigt den Grenzzaun in der Volksrepublik Bulgarien. Der Zaun markierte den Beginn der zwei Kilometer breiten, eigentlichen Grenzanlage.

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Maschinengewehr: Die bulgarischen Grenztruppen waren mit Maschinengewehren der Marke Kalaschnikow, Modell AK 47, ausgerüstet. Mit dieser Waffe wurden an den bulgarischen Grenzen hunderte von Menschen getötet, überwiegend Bulgaren.

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Grenzzone: Noch heute ist das Grenzgebiet in Bulgarien stark bewacht. Besucher müssen sich auf zahlreiche Kontrollen gefasst machen.

Foto: Stefan Appelius
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Grenzland: Im bergigen und dicht bewachsenen Grenzgebiet zwischen Bulgarien und der Türkei haben zahllose Flüchtlinge, darunter auch Ostdeutsche, ihr Leben verloren.

Foto: Stefan Appelius
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Grenzer: Ein bulgarischer Grenzer kontrolliert einen Reisenden an der Grenzübergangstelle Kalotina, unweit Sofia. Hier wurden in den 1970er Jahren mehrere DDR-Flüchtlinge erschossen.

Foto: Stefan Appelius/Archiv Dr. Stefan Appelius
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Grab eines "unbekannten ostdeutschen Bürgers": Die Aufnahme zeigt die Grabstelle eines jungen Mannes aus dem Vogtland, der 1967 in der Nähe der türkischen Grenze von bulgarischen Grenzern im Schlaf erschossen wurde. Er erhielt ein Grab mit einem Kreuz, auf dem es heißt, dass es sich um einen "unbekannten ostdeutschen Bürger" handelt, obwohl den Grenzern die Identität ihres Opfers genau bekannt war.

Foto: Stefan Appelius/Archiv Dr. Stefan Appelius
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Kameramann eines ARD-Teams: Der bulgarische Kameramann eines ARD-Teams vor dem Gebäude des Bulgarischen Innenministeriums. Interviewwünsche zum Thema "Erschossene Grenzverletzer aus der DDR" wurden rigoros abglehnt. Das Team konnte nur verschlossene Türen filmen.

Foto: Stefan Appelius
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Achtung Grenzzone: "Eintritt ohne spezialle Dokumente streng verboten!" Aufgenommen im September 1989 am bulgarisch-griechischen Grenzgebiet, Rozhen.

Foto: Kai Ammon
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