Afghanistan Für 10.000 Dollar nach Westen

13 Jahre westliche Unterstützung haben wenig bewirkt - immer mehr Afghanen kehren ihrer Heimat den Rücken. In Kabul traf SPIEGEL-ONLINE-Reporter Matthias Gebauer ratlose Diplomaten und viele Verzweifelte, die für Asyl in Deutschland alles riskieren.
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Flüchtlinge am Busbahnhof Kabul: Die Menschen wollen weg aus dem Bürgerkriegsland. Die erste Etappe kostet nur 700 Afghani - dafür geht es bis zur iranischen Grenze. Der Verkehr gen Iran hat in den vergangenen Wochen sehr stark zugenommen, sagen die Busbetreiber an der Haltestelle am Rand von Kabul. Jenseits der Grenze wird es dann teuer.

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Wartende Menschen in Kabul: Viele von ihnen wollen gern nach Deutschland. Doch das lassen sich die Schlepper fürstlich bezahlen. Bis zu 10.000 Dollar müssen hinterlegt werden, erklärte einer der Menschenschmuggler SPIEGEL ONLINE.

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Kabuler Musiker Qais: Als Drummer in einer recht bekannten Popband Afghanistans bekommt er seit Monaten anonyme Drohanrufe. Deutschland ist ihm wohlbekannt, per Deutsche Welle hält er sich über die Situation der Flüchtlinge auf dem Laufenden. Er hat sich die Bilder von den Bahnhöfen eingeprägt, wo Freiwillige die Hilfesuchenden empfangen.

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Am Passamt in Kabul werden 7000 Ausweise pro Tag ausgegeben. Der Leiter des Amts berichtet: "Die meisten Antragsteller sagen ganz offen, dass sie mit dem Pass die Flucht versuchen wollen."

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Neue Pässe bei der Ausweisbehörde: "Unsere Druckmaschinen laufen Tag und Nacht, aber wir kommen nicht nach."

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Aus der Region Kunduz nach Kabul geflüchtet: Frustriert von der eigenen Regierung, verängstigt durch die Rückkehr der Taliban, desillusioniert von der Chancenlosigkeit kehren große Teile der jungen Generation ihrer Heimat den Rücken.

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Die nächste Etappe geschafft: Flüchtlinge aus Afghanistan ziehen auf der griechischen Insel Lesbos ihr Schlauchboot an Land.

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Ein Stoßgebet des Danks: An die 100.000 Afghanen machen sich jeden Monat auf den weiten Weg nach Westen - die Masse an Menschen macht das Geschäft der Schleuser so extrem lukrativ.

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Behelfslager in Athen: Von Griechenland aus geht es für die meisten Flüchtlinge über die sogenannte Balkanroute weiter durch Mazedonien, Serbien, Ungarn und schließlich Österreich nach Deutschland.

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Nur auf der Durchreise: In Serbien (im Bild) wollen nur die allerwenigsten Flüchtlinge bleiben. Fast alle zieht es weiter nach Westen.

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Angekommen in Deutschland: Ein Afghane in einem Flüchtlingsheim in Stuttgart. Sulaiman Naw Sherwan allerdings ist ein Sonderfall. Er war früher ein ziviler Helfer der Bundeswehr. Nach dem Abzug der deutschen Truppen schwebte er, wie viele andere Helfer, in großer Gefahr. Nun nimmt er an einem Patenschaftsprogramm in Deutschland teil.

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