Kanzler-Insignien Alles meins

Peer Steinbrück findet, dass Bundeskanzler in Deutschland zu wenig verdienen. Aber Geld ist ja nicht alles. Zu dem Job gehören außer immenser Macht auch diverse Annehmlichkeiten, von denen Top-Manager nur träumen können.
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Mein Kanzleramt: Seit 2001 ist das Gebäude der Amtsitz des deutschen Regierungschefs. Als Erster regierte Gerhard Schröder von hier aus. Kein anderer Regierungschef weltweit hat so einen riesigen Amtssitz. Selbst das Weiße Haus in Washington ist nur ein Zehntel so groß.

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Meine Weihnachtsbäume: Das Kanzleramt ist so groß, dass es mit einem einzigen Weihnachtsbaum nicht auskommt. Gleich drei Stück gab es zum Beispiel im vergangenen Jahr - einer davon war sechs Meter hoch. Und das Kanzleramt bekommt nicht irgendeinen Weihnachtsbaum: Jedes Jahr wetteifern Waldbesitzer darum, dass eines ihrer Gewächse auserwählt wird. Die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände sucht den schönsten Baum aus.

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Mein Kabinettstisch: Angela Merkel zeigt dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu, wo sie mit ihren Ministern tagt. Die Sitzungen hier sind vertraulich, es darf also niemand einfach so hereinkommen. Nur wenn die Kanzlerin über einen speziellen Klingelknopf dazu auffordert, öffnet sich die Tür.

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Mein Flugzeug: Die Regierungsmaschine ist schon ein besonderes Flugzeug. Es hat sogar Raketenabwehrsysteme an Bord. Der A 340 kann mit einer Tankfüllung 13.500 Kilometer weit fliegen.

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Mein Friseur: Auf einen Termin bei Promi-Friseur Udo Walz muss ein Normalbürger durchaus eine Weile warten. Nicht so Angela Merkel. Sie kann jederzeit ohne Termin vorbeikommen. Er hat ihren Look erfunden und soll sogar ihretwegen in die CDU eingetreten sein.

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Mein Urlaub: Angela Merkel und Ehemann Joachim Sauer im Osterurlaub auf der italienischen Insel Ischia. Seit Jahren reisen sie im Frühjahr auf die italienische Insel. 2013 war die Kanzlerin erbost über Paparazzi-Fotos, die sie im Badeanzug und beim Wandern zeigten. In den Ferien will sie heute möglichst viel Privatsphäre. Die Zeiten, in denen sie mit Turnschuhen am Angelsee posierte, sind vorbei.

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Mein Kanzleramtsminister: Im Kanzleramt sind für jedes Ministerium einige Mitarbeiter zuständig. Sie überwachen die Arbeit der Ressorts, geben die Wünsche der Kanzlerin weiter und mischen bei schwierigen Themen durchaus mit. Ihr Vorgesetzter ist der Kanzleramtschef - einer der schwierigsten Jobs in der deutschen Politik. Fäden ziehen im Hintergrund, kein großes Aufsehen erregen, den Willen des Kanzlers durchsetzen. Der derzeitige Kanzleramtschef Ronald Pofalla gilt vielen Beobachtern nicht als Idealbesetzung.

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Meine Dienstreisen: Im Jahr 2012 war Kanzlerin Merkel 30 Mal im Ausland - häufigstes Ziel: Brüssel, Zentrale von EU und Nato. Insgesamt besuchte sie 17 Länder, zum Beispiel China, wo sie sich den traditionellen Pekinger Stadtteil Hutong Nan Luo Gu Xiang ansah. Allerdings war dieser Ausflug eher eine Ausnahme. Merkel gehört nicht zu den Kanzlern, die viel Zeit mit Sightseeing verbringen. Ihre Reisen sind vollgestopft mit Terminen.

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Mein Telefon: Angela Merkel habe das Regieren per SMS erfunden, heißt es. Angeblich begründet und beendet sie auf diesem Weg politische Karrieren, trickst Gegner aus und versöhnt Staatsmänner. Das alles bis zuletzt mit einem Schiebehandy, das schon lange nicht mehr aktuell ist. Echte Macht braucht keinen Schnickschnack. Allerdings gab es jüngst Meldungen, dass die Bundesregierung neue, sichere Smartphones bekommen soll. Auch die Kanzlerin

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Meine Autos: Die Flotte des Kanzleramts umfasst 20 Autos - alles deutsche Marken: Mercedes, BMW, Audi und Volkswagen. Der Chauffeur der Kanzlerin lenkt einen gepanzerten Audi A8.

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Mein Arbeitszimmer: Angela Merkels Büro misst 140 Quadratmeter und liegt im siebten Stock des Kanzleramts. Allein ihr Schreibtisch ist fast vier Meter lang. Sie sitzt nicht gern an dem Riesending und hat sich für die tägliche Arbeit einen zweiten, kleineren Tisch aufstellen lassen.

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Meine Kantine: Ob Kanzlerin Merkel jemals in der Cafeteria des Kanzleramts gegessen hat, ist nicht überliefert. Aber irgendwo müssen ja die rund 500 Mitarbeiter der Regierungszentrale essen. Zu ihnen gehören zum Beispiel auch zehn Gärtner, zehn Fahrer, 30 Computerspezialisten und 20 Handwerker.

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Meine Bodyguards: Eine Bundeskanzlerin benötigt selbstverständlich besonderen Schutz. Angela Merkel wird von einem Team von 15 bis 20 Personenschützern bewacht, die im Schichtdienst arbeiten. Wie viele Bodyguards gerade im Einsatz sind, hängt vom jeweiligen Termin ab: Sitzt sie im Kanzleramt am Schreibtisch, sind es natürlich weniger als während einer Veranstaltung im Wahlkampf. Die Personenschützer gehören zum Bundeskriminalamt.

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Meine Büroleiterin: Beate Baumann ist seit langer Zeit eine enge Vertraute der Kanzlerin. Sie ist klug, schnell und praktisch. Manchmal trägt sie zufällig sogar den gleichen Blazer wie ihre Chefin. Sie begleitet Merkel seit 1995 als Büroleiterin, zunächst im Umweltministerium, später auch in der Parteizentrale und der Fraktion. An ihr kommt keiner vorbei, sie geht keiner Konfrontation aus dem Weg, um Merkel zu schützen. Trotz der langen gemeinsamen Zeit siezen sich die beiden Frauen noch immer. Der Job ist durchaus lukrativ: Baumanns Gehalt liegt auf einer Stufe mit dem von Botschaftern.

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Meine Stylistin: Zuständig für die Kanzlerinnen-Optik ist die persönliche Stylistin Petra Keller, die Merkel permanent begleitet - auch auf Staatsbesuchen. Merkels Hosenanzüge fertigt vorwiegend die Hamburger Designerin Bettina Schoenbach. Die Abendkleider stammen von der Berlinerin Anna von Griesheim.

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Meine Fans: Wenn sich Angela Merkel mal hautnah dem Bürger zeigt, wie hier im Wahlkampf auf Usedom, dann kann sie sich wie ein Popstar fühlen. Die Menschen wollen ihr die Hand geben, Fotos machen, Autogramme abgreifen. Die meisten behandeln sie mit Respekt, Störenfriede sind nur ein Randphänomen.

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