Sojaanbau in Argentinien Hier wird Urwald für den Sojaanbau gefällt

In Südamerika werden Tausende Hektar Urwald gerodet, ein einzigartiges Ökosystem ist bedroht. Unternehmen schaffen dort riesige Flächen für den Anbau von Sojabohnen - vor allem für deutsche Fleischproduzenten. Ein Team der Organisation Mighty Earth hat die Folgen für Menschen und Umwelt dokumentiert, hier Bilder aus Argentinien.
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Der Gran Chaco ist ein riesiges Gebiet aus Savannen und Trockenwäldern. Es spannt sich über die Grenzregion der Länder Argentinien, Paraguay und Bolivien. Allein in den Jahren 2000 bis 2012 - die letzten verlässlichen Zahlen - wurde eine Fläche in der Größe Österreichs abgeholzt.

Foto: Mighty Earth
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Ein Rechercheteam der Umweltschutzorganisation Mighty Earth ist Hinweisen nachgegangen und hat frisch gerodete Flächen in einer Größe von 4500 Hektar gefunden. Bis zum Horizont erstrecken sich die für den Sojaanbau geschaffenen Felder.

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Die einfachste Art der Entwaldung ist die Brandrodung. Nachdem Feuerschneisen geschlagen wurden, wird der Urwald abgefackelt.

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Übrig bleiben verkohlte Holzstücke und Asche.

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Die US-Firma Bunge gehört zu den größten Agrarhändlern der Welt, auch in Argentinien hat sie einen Standort. Die Zwischenhändler, die Sojabohnen von den Großfarmen kaufen, nannten Bunge als einen der Abnehmer.

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Die Regierungen in Argentinien und Paraguay erlauben die Abholzung teilweise sogar, die von Mighty Earth dokumentierten Rodungen sind aber alle illegal.

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Die größten - und wertvollsten - Bäume werden an den Rand der neu geschaffenen Felder gelegt. Sie werden abtransportiert und verkauft.

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Nach dem Abtransport des Holzes und nachdem der restliche Bewuchs abgebrannt wurde, werden die Flächen mit Planierraupen und Traktoren geräumt.

Foto: Mighty Earth
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Die Luftaufnahmen der Umweltschutzorganisation sind faszinierend - am Boden aber wird ein einzigartiges Ökosystem zerstört.

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In den gigantischen Monokulturen pflanzen die Bauern vor allem gentechnisch veränderte Sojapflanzen - und versprühen große Mengen Agrarchemikalien wie Glyphosat. Die Ureinwohner in der Region berichten von verseuchten Flüssen - Fische sterben, Kinder werden krank.

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