Top-Frauen Die Strategie zählt

Das Marktforschungsinstitut Rheingold Salon hat 20 Frauen in Führungspositionen zu ihrem Karriereweg befragt. Herausgekommen sind auch drei Strategien, nach denen Karrierefrauen verfahren. So könnte der jeweilige Prototyp aussehen.
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Kennen Sie diese Typen? Rheingold-Psychologin Ines Imdahl und ihr Team haben anhand ihrer Frauenquoten-Studie drei Strategien herausgearbeitet, nach denen Karrierefrauen verfahren. Illustrator Timo Zett hat für SPIEGEL ONLINE Prototypen entworfen.

Foto: Timo Zett
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Die Strategie der Vermännlichung: Um nicht ständig anzuecken, probiert es dieser Typ Frau mit Anpassung und orientiert sich im Verhalten und auch optisch an den Männern. Mit Hosenanzügen und strengem Businessoutfit wird der männliche Kleidungsstil imitiert.
Eine Studienteilnehmerin beschrieb ihren Weg so: "Seit meinem Studium bin ich immer mitgelaufen – und habe es so nach oben geschafft. Ich habe einfach das gleiche wie die Männer gemacht.“

Foto: Timo Zett
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Die Überbetonung des Weiblichen: Diese Frauen wollen sich auf keinen Fall dem Vorwurf aussetzen, zu männlich zu sein. Sie inszenieren ihre Weiblichkeit durch Äußerlichkeiten oder große Fürsorglichkeit. Dieser Typ wird oft als emotional oder auch zickig wahrgenommen.
Eine Studienteilnehmerin beschrieb ihre Erfahrung so: „Du darfst als Frau mal zickig sein, da kannst du auch was mit erreichen – aber laut sagen solltest du das nicht.“

Foto: Timo Zett
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Die Neutralisierung des Weiblichen: Diese Frauen wollen vor allem effektiv und unentbehrlich sein. Sie wollen weder zu männlich noch zu weiblich wirken und nicht als Konkurrenten auffallen.
Diese Strategie funktioniert aber nur bis zu einem gewissen Maße, wie eine Studienteilnehmerin einräumt: „Ich habe versucht, da nicht so aufzufallen. Nicht zu hübsch, nicht zu aggressiv, einfach nur Leistung. Das sollte sich eigentlich auszahlen, aber die Männer sind immer an mir vorbeigezogen.“

Foto: Timo Zett