Test Fünf der beliebtesten Passwortmanager in der Übersicht

Welcher Passwortmanager eignet sich am besten? Wo werden meine Daten gespeichert und wie viel kostet das? Wir haben uns die Vorteile und Nachteile von fünf der beliebtesten Passwortmanager genauer angeschaut.
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1Password

Diese Software ist der Klassiker unter den Passwortmanagern. 1Password  ist übersichtlich, leicht zu bedienen und funktioniert auf allen Geräten. Das Programm ist auch deshalb so populär, weil Apple die App als "Essential" empfiehlt, also als Standard-Anwendung für Mac-Rechner und iOS-Geräte.

Sobald 1Password einmal eingerichtet ist, klappt vor allem die Synchronisation mit anderen Geräten problemlos. Nutzer können unter anderem selbst entscheiden, ob sie die Passwort-Datei auf dem Rechner, in der Dropbox, iCloud oder auf dem 1Password-Server ablegen wollen. Außerdem können Anwender von ihren Smartphones auf die Passwörter zugreifen. Apps gibt es für iOS und Android.

Foto: 1Password
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Doch die Preispolitik ist umstritten und hat einige Nutzer verprellt. Während 1Password früher Einzellizenzen für rund 70 Euro verteilte, gibt es die Software mittlerweile nur noch im Abo. Derzeit kostet jeder Monat 4,49 Euro, ein Jahres-Abo 40,99 Euro. Die Entwickler begründen das Abo-Modell damit, dass Passwörter nun in der Cloud gespeichert werden und damit höhere Kosten entstünden.

In den vergangenen Jahren sind immer wieder Sicherheitslücken aufgetreten. Entwickler entdeckten etwa, dass Listen mit den Websites der Nutzer unverschlüsselt gespeichert wurden . Außerdem zeigte das Browser-Plug-in einige Schwächen . Die Entwickler von AgileBits kümmern sich aber meist schnell um die Fehler.

Foto: 1Password
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LastPass

Genau wie 1Passwort zählt auch LastPass  zu einem der beliebtesten Passwortmanager. Auch hier ist die Oberfläche intuitiv zu bedienen, dem Nutzer wird Schritt für Schritt erklärt, was er machen muss. Außerdem gibt es hilfreiche Tools wie einen Passwort-Tester, der die Sicherheit der vergebenen Kennwörter überprüft.

LastPass kostet nur halb so viel wie 1Password, auch wenn der Konzern im August 2017 die Preise für den Premium-Account verdoppelt hat. Während die Basis-Funktionen weiterhin kostenlos sind, ist der Beitrag für die Premium-Version von einem Dollar auf zwei Dollar pro Monat erhöht worden. Mit dem kostenpflichtigen Account bekommen Kunden unter anderem 1 Gigabyte Speicherplatz auf dem LastPass-Server zur Verfügung gestellt und können eine Freigabe für Familienmitglieder einrichten.

Foto: LastPass
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Die vielen Nutzer locken allerdings auch Angreifer an und zwingen den LastPass dazu, die Software immer wieder nachzubessern. Vor allem das Browser-Plug-in macht häufig Probleme und offenbart Sicherheitslücken . Doch das Unternehmen reagiert in der Regel recht schnell auf Hinweise und korrigiert die Fehler innerhalb weniger Tage.

Umstritten ist weiterhin die Funktion, einen Zugang mit Freunden oder Familienmitgliedern über LastPass zu teilen. Der Nutzer kann nicht verhindern, dass sich der Empfänger das Kennwort im Klartext anzeigen lassen kann.

Foto: LastPass
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Dashlane

Genau wie die anderen großen Anbieter bringt auch Dashlane  alle wichtigen Funktionen mit, um Passwörter, Kreditkarten und persönlichen Dokumente zu verwalten. Wer allerdings sein Master-Passwort vergessen sollte, der verliert nicht unbedingt gleich alle Passwörter. Der Nutzer kann eine Notfall-Funktion aktivieren, um seine wichtigen Daten zu retten. In den Einstellungen können die Nutzer eine E-Mail-Adresse hinterlegen, an die ausgewählte Passwörter geschickt werden, wenn man nicht mehr auf sein Konto zugreifen kann.

Vor allem die Installation der Software ist gut erklärt. Ein Tutorial leitet den Nutzer an und bietet unter anderem die Möglichkeit, die Zugangsdaten aus anderen Passwortmanagern zu importieren.

Foto: Dashlane
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Die Oberfläche ist schlank gestaltet und sieht von allen Passwortmanagern am besten aus. Wie bei der Konkurrenz tauchen aber auch bei Dashlane immer wieder Sicherheitslücken auf. IT-Experten ist es sogar schon gelungen, das Master-Passwort auszulesen, das auf einem Android-Smartphone  gespeichert war. Solche Fehler werden aber auch bei Dashlane in der Regel schnell behoben.

Die Software ist kostenlos. Wer jedoch die Passwörter mit allen anderen Geräten synchronisieren, seine Zugangsdaten im Browser abrufen und eine Zwei-Faktor-Authentifizierung will, der muss auf die Premium-Version für 40 Dollar im Jahr umsteigen.

Foto: Dashlane
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Enpass

Wer keine Lust auf ein Abo-Bezahlmodell hat, für den kommt Enpass  in die engere Auswahl. Dieser Passwortmanager vergibt Lizenzen für Apps, die für immer gelten. Außerdem muss man keinen Account mit seiner E-Mail-Adresse anmelden. Die Software verzichtet allerdings auch auf bunte Grafiken und zeitgemäßes Design.

Die Oberfläche ist sehr rudimentär gestaltet, doch alle wichtigen Funktionen wie einen Passwort-Generator gibt es auch hier. Sicherheitslücken wie gespeicherte Einträge im Klartext treten immer wieder auf, werden aber transparent in einem Blog  aufgeführt und vom Sicherheitsteam schnell ausgemerzt.

Foto: Enpass
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Wer seine Passwörter lediglich auf Desktop-Rechnern verwalten will, für den ist die Software kostenlos. Enpass verzichtet auf ein Abo-Modell, bietet aber auch keinen eigenen Server an, um die Daten abzulegen. Wer seine Passwörter synchronisieren will, der kann in der Basis-Version die Daten in der iCloud, der Dropbox oder bei Google Drive ablegen.

Auf dem Smartphone sieht das anders aus. Wer unbegrenzt viele Passwörter auf dem iPhone, einem Android-Gerät oder einem Windows-Phone speichern will, der zahlt einmalig 10 Dollar pro App. Dafür bekommt der Nutzer aber eine lebenslange Lizenz.

Foto: Enpass
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KeePass

KeePass  bringt gleich zwei Vorteile mit sich: Die Software ist kostenlos und Open Source. Das bedeutet, die Nutzer können eigene Apps programmieren, den Code auf Fehler überprüfen und mögliche Schwachstellen an die Entwickler melden. Das erhöht die Sicherheit und Schwachstellen werden in der Regel schnell korrigiert.

Doch wer Wert auf Komfort legt, der ist hier falsch. KeePass ist für Bastler gedacht. Für jedes System gibt es eine eigene Software, lediglich für Windows ist die Standard-Anwendung geeignet. Für andere Geräte muss man auf Programme von Drittanbietern zurückgreifen. Für Mac etwa gibt es etwa die Anwendung MacPass, für Android eignet sich KeepPassDroid und für iPhone und iPad bieten Entwickler die App MiniKeePass an.

Foto: KeePass
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Die Installation auf einem Laptop klappt in unserem Test auch recht gut. Doch sobald man den Browser mit der KeePass-Datenbank verbinden will, wird es kompliziert. Das ist bei den anderen Anbietern wesentlich komfortabler.

Auch ist es nicht ganz so einfach, mehrere Geräte zu synchronisieren. Wer jedoch auf die Open-Source-Entwickler vertraut und den Aufwand bei der Installation nicht scheut, der bekommt mit KeePass einen übersichtlichen und kostenlosen Passwortmanager.

Foto: KeePass
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