Tattoos russischer Fußballfans Tintenherz

Liebe, die unter die Haut geht: Die Fotoreihe von Alexander Anufriev zeigt Fußball-Tätowierungen russischer Fans. Spartaner, Torpedos und Klub-Ikonen - diese Bilder sind wahre Hingucker.
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Der russische Fotograf Alexander Anufriev hat es auf ganz spezielle Motive abgesehen: Fußballfans, die Tattoos lieben - oder umgekehrt. Wie diese Frau, die eine Vorliebe für rote Pumps und ZSKA Moskau hat.

Foto: Alexander Anufriev
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Auf der Brust dieser Fans sehen Sie den VfL Wolfsburg von Russland. Okay, das stimmt nicht so ganz. Aber auch Torpedo Moskau (diesen Verein sollen die Tattoos zeigen) hat seine Ursprünge in der Automobilindustrie. Der Klub war während der Sowjetzeit die Werksmannschaft des früheren russischen Autobauers Sawod imeni Lichatschowa (kurz: Sil). Heute spielt der Klub in der zweiten russischen Liga.

Foto: Alexander Anufriev
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Zahnräder, Torpedos, Fußbälle und das große T für den Vereinsnamen in den Körper gestochen - diesem Fan scheint sein Team besonders wichtig zu sein. Kein Wunder, dass sein Tattoo unter dem Motto "Torpedo above everything" steht.

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Ist das Sauron aus "Herr der Ringe"? Nicht ganz. Es geht hier um einen Spartaner, womit wohl klar sein dürfte, welcher russische Verein mit diesem Tattoo gemeint ist: Spartak Moskau, der Meister von 2017. Der Klub wurde 1922 gegründet, kam aber erst im Jahr 1936 zu seinem heutigen Namen. Über den Ursprung dieses Namens gibt es verschiedene Versionen: Nach einer kam der Vereinsgründer beim Lesen eines Buchs über den Sklavenführer Spartacus auf diese Idee.

Foto: Alexander Anufriev
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Einer anderen Geschichte zufolge soll der Klubname auf ein Spiel zurückzuführen sein, das 1927 gegen eine deutsche Arbeitermannschaft ausgetragen wurde. Diese war nach dem Spartakusbund benannt. Auch dieser Fan posiert mit einem Spartak-Moskau-Tattoo. In der Mitte sieht man das heutige Logo des Klubs, darüber befindet sich eine Krone. Der Verein gehört mit zwölf sowjetischen und zehn russischen Meisterschaften zu den erfolgreichsten Vereinen des Landes.

Foto: Alexander Anufriev
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Noch deutlicher sieht man das Spartak-Logo auf dem Schienbein dieses russischen Anhängers. Rot - das ist die Farbe des Vereins, der in roten Trikots spielt und seine Heimpartien in einer Arena mit teilweise roter Außenfassade austrägt. Die Spartak-Arena wird neben dem Luschniki das zweite Moskauer Stadion sein, das Austragungsstätte der WM ist.

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Ein Tattoo im Stil einer Briefmarke: Das Motiv auf dem Rücken dieses Fans erinnert an die Auswärtsreise von Dynamo Moskau nach Großbritannien im Jahr 1945. Der Klub war damals die erste sowjetische Fußballmannschaft, die nach Westeuropa reisen durfte. Vier Spiele wurden auf der britischen Insel ausgetragen. Die Gegner waren Cardiff City, Arsenal und Chelsea sowie die Glasgow Rangers.

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Die Muskeln lässt Dynamo Moskau in der russischen Liga nur noch selten spielen. Der Klub wurde 1976 letztmals sowjetischer Meister. Für den Fan, der sich dieses Tattoo hat stechen lassen, kein Problem. Sein Motiv trägt den Namen "Von der Kindheit bis heute". Mit anderen Worten: Für immer Dynamo.

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Das Motiv soll wohl einen Fußballanhänger in schwarzer Kleidung vor einer verrauchten Fankurve zeigen. Die weitere Deutung überlassen wir Ihnen.

Foto: Alexander Anufriev
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Leichter gestaltet sich die Interpretation bei diesem Tattoo: 1923 ist das Gründungsjahr von Lokomotive Moskau. Das Team bildeten damals die besten Fußballer der sowjetischen Eisenbahn aus dem Umkreis der russischen Hauptstadt. Der Hauptsponsor des Klubs ist bis heute die staatliche Eisenbahngesellschaft Russlands.

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Wer Fußballfan ist, hat in der Regel auch Helden. Bei diesem Fan scheint der frühere Torwart Lev Yashin besonders hoch im Kurs zu stehen. Der gebürtige Moskauer gewann 1960 mit der Sowjetunion den EM-Titel. Er gilt als einer der besten Torhüter der Geschichte. Yashin spielte in seiner gesamten Profikarriere für Dynamo Moskau.

Foto: Alexander Anufriev
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Er war aber nicht nur ein herausragender Fußballtorwart, wie dieses Tattoo andeutet. Yashin war auch Eishockeytorwart. Im Jahr 1953, zu Beginn seiner Profikarriere, wurde er mit Dynamo sowjetischer Pokalsieger auf dem Eis. Auch bei der diesjährigen Fußball-WM in Russland wird der Torwart zu sehen sein - auf dem offiziellen Poster des Turniers.

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