Geha vs. Pelikan Wettrüsten der blauen Wunder

Tintenflecken statt Tattoos: Der Schulfüller machte alle Pennäler zu Königsblauen, denn mit Federhaltern ließ sich in Freistunden prima Fechten, Schießen und Tischfußball spielen. Doch Klecks war nicht gleich Klecks - entscheidend war, ob er von einem Geha oder einem Pelikan stammte. Von Stefan Schmitt
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Ein Blick auf die Schönschrift: Die Jungs schauen dem Mädchen beim Schreiben über die Schulter. So schön wird's natürlich nur mit einem Füller. Aber welchem?

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Geha Inky: 1976 stellte Geha den ersten Tintenschreiber mit Tintensteuerung und -kontrolle vor - den Geha Inky.

Foto: Geha
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Klassiker: Ein klassischer Spruch und doch eine schöne Erinnerung an die beste Freundin - mit Füllfederhalter verfasst in gestochen schöner Schrift. Aber war es ein Geha oder ein Pelikan?

Foto: Katja van Zoest
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Zum Diktat: Die Firmen Geha und Pelikan lieferten sich über Jahre ein Wettrennen um die Füller-Führerschaft in den Klassenzimmern. Für das Design des Pelikano wurden sogar eigens Grundschullehrer befragt.

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Schulfüller: Bei der Wahl des Füllers hört der Spaß auf. In den achtziger Jahren teilten die Frage "Geha oder Pelikan?" Schulklassen in zwei Lager - ein kindlicher Glaubenskrieg um das alltägliche Arbeitswerkzeug.

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"Pelikan für jeden der schreibt": Werbung der Firma "Pelikan" an einem Haus in der Mörfelder Landstraße am Wendelsplatz in Frankfurt am Main im Oktober 1962.

Foto: Bildarchiv Preußischer Kulturbesitz/Abisag Tüllmann
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Schlicht oder verschnörkelt: Wie's gefällt - verschiedene Modelle des Geha-Füllfederhalters.

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Schulische Pflichten: Zwei Schüler 1964 beim Erledigen der Hausaufgaben - geschrieben wird selbstverstädnlich mit dem Füller.

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Hausaufgaben: Die Füllerpatronen in der Federtasche sind leer. Für die Mathe-Aufgaben nimmt man ohnehin besser den Bleistift - so lassen sich Fehler schnell wieder ausradieren.

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"Kleckst nicht": Dieser "Schulfüller mit Schwingfeder" der Firma Geha war angeblich unzerbrechlich.

Foto: Geha
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Geha 714: Die Verheißungen eines schlichten Schreibwerkzeugs - Werber texteten: "Für Leute, denen die Zukunft gehört! Geha - technisch top".

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Königsblau: Geha-Patronen konnte man von zwei Seiten in unterschiedliche Füllermodelle stecken. Die flexible Verwendung war ein Vorteil. Dass die Finger immer sauber blieben, seit das klassische Tintenfass ausgedient hatte, war jedoch ein Trugschluss.

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Geha-Synchro-Tintenleiter: Dieses Dokument aus dem Hause Geha sollte veranschaulichen, wie so ein Füllfederhalter funktioniert.

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"Aus Freude am Schreiben": Die Firma Geha entwickelte unzählige Prospekten und Flyern, mit denen sie den Füllfederhalter pries.

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International bekannt: Geha-Werbung im Ausland. In Deutschland war der ab 1950 produzierte Füllfederhalter von Geha der erste mit Tintenpatrone.

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Geha-Werke: Altes Gebäude der Geha-Werke in Hannover. Die Firma wurde 1918 von Heinrich und Conrad Hartmann als Handels- und Versandunternehmen für Bürobedarf gegründet - erst später wurden diese Waren selbst produziert. Die Schreibwarenfabrik war direkt neben den Pelikanwerken in Hannover errichtet worden.

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Kugelschreiber: Nach und nach wird der gute alte Füller vom billigen Kugelschreiber verdrängt. Dieser Herr hat sage und schreibe 22.000 davon gesammelt. Dabei hat auch er wahrscheinlich das Schreiben einmal mit Tinte und Feder begonnen.

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Gewissenhaftes Schreiben: Der zehnjährige Cailean Gall am 16. November 2006 während des Unterrichts in der Mary Erskine and Stewart's Melville Junior School in Edinburgh. Die Schulleitung setzt auf die Arbeit mit altmodischen Füllfederhaltern, um die schulischen Leistungen und das Selbstwertgefühl der Schüler zu fördern.

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