Gewalteskalation bei Stuttgart-21-Demo Frage nach der Schuld

Er wurde zum Sinnbild für die Gewalteskalation bei der Stuttgart-21-Demo: Der Strahl eines Wasserwerfers fügte dem Rentner Dietrich Wagner schwere Augenverletzungen zu. Nun tauchte ein Video auf, das den Mann beim Wurf mit kleinen Gegenständen zeigt.
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Dietrich Wagner protestierte am 30. September gegen das Bahnprojekt Stuttgart 21 - und wurde schwer am Auge verletzt. Der behandelnde Arzt sagte dem Magazin "Stern", sein Patient sei im Moment erblindet. Er wisse nicht, wie gut der Mann in Zukunft je wieder sehen wird. Wagners Lider seien zerrissen, die Linsen zerstört.

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Dem "Stern" sagte Wagner, er habe Jugendlichen helfen wollen, die von den Wasserwerfern getroffen wurden. Doch dann traf ihn selbst der Wasserstrahl direkt ins Gesicht. Wagner wurde ohnmächtig. Am Mittwochabend präsentierte der Sender Sat.1 in seinen Nachrichten ein Video, das den Rentner bei einem Wurf von mehreren kleinen Gegenständen zeigt. Dem Sender zufolge handelt es sich um Aufnahmen der Polizei.

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In den darauffolgenden Tagen gab es heftige Kritik am Einsatz der Polizei. Demonstranten zeigten Solidarität mit dem schwerverletzten Wagner. Bei einer Kundgebung am 4. Oktober schminkten sich viele die Augen blutunterlaufen.

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Auch diese Demonstranten protestierten mit blutig geschminkten Augen im Stuttgarter Schlossgarten.

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"Rambo zeigt sein Gesicht", das war das Urteil der Stuttgart-21-Gegner in den Tagen nach den gewalttätigen Auseinandersetzungen.

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Die Beamten waren am 30. September nicht nur mit Wasserwerfern gegen die Demonstranten vorgegangen, sondern hatten auch Pfefferspray gesprüht und Schlagstöcke eingesetzt.

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Auch hier ein Bild vom Polizeieinsatz am 30. September: Ein Sprecher der Gegner von Stuttgart 21 kritisierte, es sei unverantwortlich, wie die Beamten gegen Schüler vorgingen. Viele zum Teil sehr junge Demonstranten seien von der Polizei eingekesselt worden.

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Baden-Württembergs Innenminister Heribert Rech (CDU) verteidigte das Vorgehen der Polizei: "Der Einsatz war erforderlich, rechtmäßig und verhältnismäßig."

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