Familie eines Inhaftierten Zwischen Hoffen und Bangen

Seit eineinhalb Wochen hält die Türkei zwei griechische Soldaten gefangen, die die Grenze überquerten. Der Fall belastet das türkisch-griechische Verhältnis schwer. Angehörige verlieren die Hoffnung auf eine schnelle Lösung.
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Nikos Kouklatzis, 65, und seine Frau Sofia, 61: Sie sind die Eltern von Dimitris Kouklatzis. Der 29-jährige griechische Soldat wurde am 2. März in der Türkei festgenommen, nachdem er die Grenze gemeinsam mit einem Kameraden übertreten hatte.

Foto: ALEXANDROS AVRAMIDIS
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Am 12. März werden die Eltern ihren Sohn wiedersehen. Ihnen wurde gesagt, dass sie einen Kühlschrank, einen Fernseher und Bücher mitbringen dürfen. Vater Nikos Kouklatzis findet das gut, denn dann könnten die verhafteten Soldaten zumindest eine Fernsehshow oder ein Champions-League-Spiel schauen. Für Mutter Sofia Kouklatzis ist die Ansage eher Grund zur Sorge: "Wenn sie uns die Zelle ausstatten lassen, bedeutet das, dass unsere Jungs für wirklich lange Zeit eingesperrt bleiben werden", sagt sie.

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"Wir sind einfache Leute, die ein ruhiges Leben in einer Kleinstadt führten", sagt Sofia Kouklatzis. "Nun sind wir in diesen Sturm geraten."

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In der Wohnung der Familie steht das Telefon nicht mehr still. Politiker rufen an, Priester, Freunde, Verwandte, Journalisten. Sie alle bekunden ihre Anteilnahme. Das hilft der Familie durch die schwere Zeit.

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Im Zimmer des inhaftierten Soldaten sorgt Sofia Kouklatzis dafür, dass alles in einem guten Zustand bleibt. Die sauberen, akkurat gebügelten Uniformen hängen geordnet im Schrank. Die Familie ist sehr religiös. Auch über dem Bett ihres Sohnes hängen Heiligenbilder.

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Dimitris habe seinen Job geliebt, sagt seine Mutter. Er habe sich bereits mit 18 Jahren für die Armee verpflichtet. Ihr Sohn habe sich niemals über den Drill oder die langen Dienstzeiten beschwert. "In unseren Augen ist er ein Held. Wir beten für ein Wunder."

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