Kinder bauen Riesen-Papierboot "Und wenn ich damit untergehe"

Schiffbauer sagten: Das funktioniert nicht. In Bremerhaven versuchen Grundschüler und ein Schifffahrtsexperte trotzdem, ein mehr als fünf Meter langes Boot aus Papier zu bauen. Ein Blick in die Werkstatt.
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Ob das klappen wird? Seit September kommen Kinder der Gorch-Fock-Grundschule jeden Montag ins Schifffahrtsmuseum Bremerhaven, um an einem besonderen Projekt zu arbeiten. Zuerst muss der Leim vorbereitet werden...

Foto: Carmen Jaspersen/ dpa
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... dann reißen die Kinder, wie hier die zehnjährige Lia Zeitungspapier in Streifen...

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... und kleben die Papierstücke säuberlich auf, Schicht für Schicht. Museumspädagoge Gero Klemke (l.) hatte die Idee zu dem Projekt: Ein riesiges Schiff aus Papier will er mit den Grundschulkindern bauen. Und schwimmen soll es auch. Klemke erkundigte sich bei Schiffsfachleuten. "Alle haben gesagt, das funktioniert nicht", sagt er. "Da habe ich gesagt: Jetzt erst recht."

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Die Streifen werden als Außenhaut auf ein Holzgestell aufgebracht. Bis zu 34 Lagen aus Pappe und Zeitungspapier kleben die Kinder dazu übereinander. Für ein seetaugliches Boot dieser Größe, schätzen die Leute vom Schifffahrtsmuseum, sollten 22 Schichten ausreichen. Der Leim wirkt dabei wie eine Lackschicht, die verhindert, dass das Papier aufweicht.

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5,40 Meter lang und gut zwei Meter breit soll das Schiff werden. "Die meisten Papierboote sind maximal 3,20 Meter lang", sagt Klemke. "Und fallen nach einer Woche auseinander." Die Jungfernfahrt im Hafenbecken vor den Augen der Kinder ist für den Sommer geplant. Ein paar Leute vom Museum sollen dann an Bord sein - inklusive Wasserretter. "Es gibt keine Erfahrungswerte", sagt Klemke. Wenn alles klappt, will der Museumspädagoge mit dem Boot später auch auf der Weser fahren. Das ist sein Ziel - "und wenn ich damit untergehe".

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