Kreative Streckenplanung Günstig durch Deutschland reisen

Für 120 Euro 30 Tage lang quer durch Deutschland? Ja, das geht. Ein Rentner aus Biberach trickst die Bahn aus, indem er seine Reisen im Ausland starten lässt. Im Interview spricht er über Buchungskniffe, kreative Reisepläne und Schaffner, die er zur Weißglut treibt.
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Fahrkarte für die Deutschlandreise: Wenn Dierk Andresen mit der Bahn durch die Republik reisen will, dann kauft er sich ein Ticket, das im Ausland beginnt.

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Vom Bodensee nach Rügen: Beginnt oder endet die Reise im Ausland, hat das einen großen Vorteil. Das Ticket ist dann 30 Tage lang gültig und nicht nur zwei Tage, wie es bei innerdeutschen Strecken üblich ist. Steht also zum Beispiel "Bregenz-Sassnitz" auf dem Fahrschein, hat man einen Monat lang Zeit, die Strecke zu absolvieren und dabei jede Menge Zwischenstopps einzulegen.

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Dierk Andresen und das Streckennetz der Deutschen Bahn: Auf der Karte sucht sich der Rentner aus Biberach attraktive Verbindungen aus.

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Ein Ticket, viele Zangenabdrücke: "Manch ein Schaffner ärgert sich darüber wie Rumpelstilzchen, aber er muss das akzeptieren." Um einen Beweis dabeizuhaben, dass die gewählte Strecke legitim ist, nimmt der Extrembahnfahrer Andresen immer den Bahn.de-Ausdruck mit den Verbindungen mit.

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Lindau am Bodensee: Hier käme Dierk Andresen vorbei, wenn er tatsächlich in Bregenz starten würde. Aber einsteigen tut er immer erst in Biberach, wo er lebt. "Man darf Teilstrecken, die auf einer Fahrkarte eingetragen sind, verfallen lassen."

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Reiseziele im ganzen Land: Der 64-Jährige ärgert sich, dass er diesen Trick nicht schon viel früher entdeckt hat. Jetzt besucht er nach und nach die schönsten Ecken Deutschlands und sieht sich Ausstellungen an wie zum Beispiel im Folkwang-Museum in Essen.

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Lüneburger Heide: Auf einer seiner langen Bahnreisen stieg Andresen in Norddeutschland aus.

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Kreidefelsen im Nationalpark Jasmund: "Ich war in diesem Frühjahr erstmals auf Rügen - die Insel war der am weitesten entfernte Punkt meiner Reise. Es gibt kaum etwas Schöneres, als in der Vorsaison durch die sonnendurchfluteten Buchenwälder zu wandern. Und die Strände hatte ich ganz für mich."

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Was er am Reisen ohne Zeitdruck mag? "Die Zufälle, die Spontaneität. An Orten, an denen es mir gefällt, bleibe ich einfach einen Tag länger als geplant. Ich schneie in unerwartete Situationen wie eine Filmpremiere in Weimar. Oder geselle mich bei einem abendlichen Spaziergang in Aachen zu einer Menschentraube dazu, die in einer Kneipe im Rudel 'Tatort' guckt."

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