Kaiserin "Sisi" "Erwacht in einem Kerker"

Schicksalsleben einer Kaiserin: Jeder kennt die "Sissi"-Dramen - doch kaum jemand weiß um das wahre alptraumhafte Leben der Filmvorlage. Elisabeth hasste die Monarchie, litt ständig unter Schmerzen, ihr Sohn beging Selbstmord. Am Ende wurde sie, des Lebens längst müde, auf grausame Weise umgebracht. Von Karen Andresen
1 / 13

Kultfigur "Sisi": Das Ölgemälde des deutschen Porträtmalers Franz Xaver Winterhalter zeigt Elisabeth, Kaiserin von Österreich und Königin von Ungarn. Von vielen wurde "Sisi" zur fortschrittlichen Kultfigur hochgelobt und als Vorkämpferin der Emanzipation gefeiert. Sie habe sich mit dem Ziel der Selbstverwirklichung einen klaren Abstand zu ihrem Ehemann, dem Habsburger-Kaiser Franz Joseph, erkämpft. Wissenschaftler stehen dieser These eher skeptisch gegenüber. "Sisis" historischer Einfluss ist umstritten.

Foto: Bernhaut/ dpa
2 / 13

Die Film-Kaiserin: Das Leben der österreichischen Kaiserin wurde mit Karlheinz Böhm und Romy Schneider in den Hauptrollen verfilmt.

Foto: defd
3 / 13

Fluch und Segen: Mit dem ersten "Sissi"-Film der dreiteiligen Reihe erobert Romy Schneider, die die junge Kaiserin spielt, die Herzen der Zuschauer. Für die Schauspielerin wird der Erfolg am Ende zum Fluch - ihr ganzes Leben versucht sie, sich vom Image der "Filmprinzessin" zu befreien.

Foto: defd
4 / 13

Traumpaar: Auch der zweite Teil der "Sissi"-Trilogie "Sissi, die junge Kaiserin" von 1956 wird ein Erfolg. Das Publikum ist von der Liebesgeschichte zwischen Kaiser Franz Joseph (Karlheinz Böhm) und Kaiserin Elisabeth (Romy Schneider) begeistert, auch wenn die historischen Fakten zugunsten der Dramaturgie in den Hintergrund gerückt wurden.

Foto: defd
5 / 13

Jung vermählt: Kaiserin Elisabeth und ihr Gatte Franz Joseph I. Im zarten Alter von 16 Jahren hatte Sisi ihren "Franzi" geheiratet.

Foto: Corbis
6 / 13

Junge Kaiserin: Der deutsche Maler Franz Xaver Winterhalter hat die Kaiserin mehrmals porträtiert. Auf diesem Gemälde ist sie 27 Jahre alt.

Foto: dpa
7 / 13

Sprachlose Sisi: Ihre Schönheit war Kaiserin Sisi wichtig. Sie unterzog sich zahlreichen Fastenkuren und unternahm lange "Spaziermärsche", um ihre Figur zu wahren. Ihre schlechten Zähne verbarg sie, indem sie in der Öffentlichkeit nur wenig redete. Wenn sie sprach, versuchte sie ihre Lippen nicht zu bewegen.

8 / 13

In Stein gehauen: Das Marmordenkmal der österreichischen Kaiserin Elisabeth im Wiener Volksgarten. Elisabeth (1837-1898), als Sissi geliebt, bewundert und verehrt, eroberte als "Kaiserin wider Willen" durch ihre Hochzeit mit Kaiser Franz Joseph I. die Herzen der Österreicher.

Foto: ddp
9 / 13

Sisi-Souvenire: Bemalte Teller und andere Porzellan-Stücke erinnern in einem Souvenirladen am Wiener Stephansplatz an die geliebte Kaiserin.

Foto: ddp
10 / 13

Sisi-Museum: Die Totenmaske von Kaiserin Sisi ist im gleichnamigen Museum in Wien zu sehen. Die Macher der Ausstellung in den Kaiserappartements der Wiener Hofburg bemühen sich um eine authentische Darstellung des Lebens der Kaiserin.

Foto: dpa
11 / 13

Kaiserlicher Schuh: Zu Hofe wird die unprätentiöse Kaiserin schnell Zielscheibe des Spotts. So weigerte sich die junge Sisi beispielsweise, ihre Schuhe nach einmaligem Tragen zu verschenken. Die Kammerzofen waren empört.

12 / 13

Schloss Possenhofen: Im Schloss Possenhofen am Starnberger See verbrachte Sissi ihre Jugend.

Foto: Karl Schillinger
13 / 13

Omnipräsente Sissi: Das Denkmal für die Kaiserin gegenüber dem Kurhaus in Meran, Südtirol, trägt schlicht die Inschrift "Elisabeth". Der berühmte Gast ist in der Kurstadt omnipräsent.

Eingereicht von einestages-Leser Matthias Süß.

Foto: Matthias Süß