Braunkohlerevier Polizei startet Räumung im Hambacher Forst

Im Braunkohlerevier Hambacher Forst hat die Polizei mit der Räumung der Baumhäuser begonnen. Aktivisten wollen gewaltlosen Widerstand leisten. Die Behörden rechnen mit einem tagelangen Einsatz.
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Die Räumung im Hambacher Forst hat begonnen: Polizisten mit Kletterausrüstung fuhren auf einer Arbeitsbühne zu einer zwischen drei Baumstämmen befestigten Plattformen und begannen, Äste abzusägen. Auf der Plattform hielten sich mehrere Aktivisten auf.

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Zuvor hatten Einsatzkräfte eine erste Sitzblockade von Demonstranten aufgelöst. Die Besetzer kündigten einen gewaltlosen Widerstand an. "Für viele ist das ihr Zuhause. Es gibt Menschen, die hier seit sechs Jahren wohnen", sagt Freddy, der auf einem Baumstamm in etwa zehn Meter Höhe ausharrt. Die Baumhäuser seien ein europaweit bekanntes Symbol geworden.

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Am Morgen gegen 8.20 Uhr startete die Aktion. Polizisten gingen mit Beamten des Bauamts in den Wald. Sie setzten den Besetzern zunächst eine 30-minütige Frist.

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Zahlreiche Baumbesetzer ließen das Ultimatum verstreichen. Auch nach Ablauf der Frist saßen sie in den Bauten. Der Aachener Polizeipräsident Dirk Weinspach sagte dem SPIEGEL: "Wir gehen von einem Einsatz aus, der mindestens mehrere Tage dauern wird und der dramatische Bilder produzieren wird."

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Umwelt- und Klimaschützer haben große Proteste angekündigt. Mit der Räumung würden unwiderruflich Fakten geschaffen. "Damit beginnt heute eine bundesweite Massenmobilisierung. Tausende Menschen werden sich in den nächsten Tagen mit Demonstrationen, Sitzblockaden und Waldspaziergängen für den Erhalt des Waldes einsetzen", teilten mehrere Initiativen gemeinsam mit.

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Das nordrhein-westfälische Bauministerium hatte die zuständige Stadt Kerpen am Mittwochabend angewiesen, die Baumhäuser unverzüglich zu räumen. Ein Sprecher des Ministeriums führte Brandschutzgründe an. "Bei den Baumhäusern handelt es sich um illegale bauliche Anlagen. Wegen der Brandgefahr für die Nutzenden bestand sofortiger Handlungsbedarf."

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Die Polizei rückte mit einem Großaufgebot an. Nach SPIEGEL-Informationen werden Polizeibeamte aus dem gesamten Bundesgebiet eingesetzt, auch die Bundespolizei wird vor Ort sein.

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Zu den Einsatzkräften gehören auch Höhen-Interventionsteams, sogenannte HIT-Teams. Sie haben die Aufgabe, die Umweltaktivisten mithilfe von Hubsteigern aus den Baumhäusern zu holen.

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Die Polizei hatte zuvor mit "Zwangsmaßnahmen" gedroht, sollte die Räumung nicht freiwillig erfolgen. Aufgrund der Baumhöhen bestehe ein besonderes Gefahrenpotenzial für alle, twitterte die Polizei Aachen. "Wir möchten nicht, dass Menschen zu Schaden kommen."

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Die Beamten aus Nordrhein-Westfalen werden bei dem Einsatz von Polizisten auch aus anderen Bundesländern unterstützt.

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Die Einsatzkräfte rückten mit Räumpanzern an. Eine konkrete Zahl der Einsatzkräfte nannte die Polizei zunächst nicht. Neben Räumpanzern waren auch Wasserwerfer der Polizei im Einsatz.

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Am Mittwoch war es zu einem Zwischenfall im Hambacher Forst gekommen, bei dem ein Polizist einen Warnschuss abgab. Insgesamt seien in diesem Jahr bis Ende August schon 88 Straftaten im Zusammenhang mit dem Wald gezählt worden, sagte ein Polizeisprecher

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