Hamburg Schwere Krawalle nach NPD-Aufmarsch

Bei schweren Ausschreitungen in Hamburg am Rande eines NPD-Aufmarschs und einer zeitgleich stattfindenden Gegendemo wurden zwölf Polizeibeamte verletzt und 60 Personen festgenommen. Für den Abend rechnet die Polizei mit weiteren gewalttätigen Krawallen.
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Teilnehmer einer Demonstration gegen eine Kundgebung der NPD zünden in Hamburg Feuerwerkskörper. Mehrere hundert Menschen protestierten unter dem Motto "Gesicht zeigen" gegen den Aufmarsch der Rechtextremen.

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Bei einem Angriff auf einen Streifenwagen habe ein Polizist einen Warnschuss abgegeben, sagte Polizeisprecher Ralf Meyer. Demonstranten hätten den Wagen zuvor mit Steinen und Eisenstangen angegriffen und die Heckscheibe mit einer Gehwegplatte zertrümmert.

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Mehrere Wasserwerfer waren im Einsatz. Rund 600 Nazi-Gegner hätten am Rande einer genehmigten Gegendemonstration in Gruppen immer wieder versucht, die Absperrungen zu durchbrechen und die etwa 90 NPD-Demonstranten zu erreichen, sagte Meyer.

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Insgesamt waren rund 2000 Beamte aus verschiedenen Bundesländern im Einsatz. Zwölf Polizeibeamte wurden verletzt.

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Nazi-Anwalt Jürgen Rieger hatte die NPD-Veranstaltung im Stadtteil St. Georg organisiert. Anhänger schwenkten NPD-Fahnen.

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Aufgerufen zu der Anti-NPD-Demonstration hatte die Initiative "Hamburger Bündnis gegen Rechts", dem sich auch Gewerkschaften und Parteien anschlossen.

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Nach Einbruch der Dunkelheit ging es heftig zur Sache. Das Schanzenfest in Hamburg war in den vergangenen Jahren immer wieder Ausgangspunkt von Ausschreitungen zwischen der autonomen Szene und der Polizei. An diesem Samstag - einen Tag nach den Ausschreitungen - findet es wieder statt. Die Polizei will rund 2000 Beamte einsetzen.

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Anwohner und linke Gruppierungen wollen dieses Mal gegen die ihrer Ansicht nach ungerechtfertigte Härte demonstrieren, mit der die Polizei nach einem ähnlichen Fest Anfang Juli gegen Ausschreitungen von etwa tausend linksautonomen Randalierern vorgegangen war.

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Die Sicherheitskräfte aus dem gesamten Bundesgebiet sind das ganze Wochenende im Einsatz, um Szenen wie hier am Rande der NPD-Kundgebung zu verhindern.

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Es habe 60 Fest- und Ingewahrsamnahmen gegeben, sagte Polizeisprecher Meyer am Samstag. Darunter waren den Angaben zufolge sowohl Nazi-Gegner als auch NPD-Anhänger. Zur Zahl der Verletzten unter den Demonstranten konnte er keine Angaben machen.

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