Harvey Milk "Du musst ihnen Hoffnung geben!"

Harvey Milk war der erste offen schwule Politiker der USA. 1977 erschoss ihn ein Rivale. Das Attentat machte den furchtlosen Stadtrat von San Francisco zum Märtyrer - und zur bis heute wichtigsten LGBT-Legende.
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Ein Charismatiker: Im April 1977 hatte Harvey Milk gut lachen, als San Franciscos Bürgermeister George Moscone ein Gesetz für Gay Rights unterzeichnete. Milk war Vorkämpfer für die Rechte von Homosexuellen in den USA - und wurde am 27. November 1978 erschossen.

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Gay-Pride-Demo 1979: Wenige Monate nach Milks Ermordung zogen rund 250 Mitglieder des Harvey Milk Gay Democratic Club, einer demokratischen Politik-Organisation, durch die Straßen von San Francisco.

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"Castro Camera": Sein Fotoladen in der Castro Street wurde in den Siebzigerjahren zum Treffpunkt von Aktivisten und zur Wahlkampfzentrale.

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Die Gay Freedom Parade 1978 (Foto vom 26. Juni in San Francisco) war Milks letzte. Er führte sie an und rief der Menge zu: "Wir werden unsere Rechte nicht durchsetzen, indem wir uns weiter verstecken!"

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Drin! Harvey Milk war der erste offen schwule Politiker der Vereinigten Staaten. Bis er es in den Stadtrat von San Francisco schaffte, brauchte er drei Anläufe - das Foto zeigt den frisch gewählten Lokalpolitiker 1977 in seinem Büro im Rathaus.

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Ein Jahr vor dem Doppelmord: Wer nicht nur protestieren, sondern auch etwas durchsetzen will, braucht Partner. George Moscone (rechts), Bürgermeister für die Demokraten in der Westküsten-Metropole, war für Milk ein solcher Partner. Beide wurden im November 1978 erschossen.

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Ach du sch…: Mit seiner kommunalpolitischen Ader ging es Milk keineswegs allein um Bürgerrechte. Er kämpfte auch gegen Großkonzerne und Immobilienspekulanten, ebenso führte er eine Kampagne gegen Hundekot, wie dieses Foto vom 20. Oktober 1978, einen Monat vor seinem Tod, zeigt.

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"Bürgermeister der Castro Street": Milk war kein einfacher Charakter, agierte oft aufbrausend und setzte damit auch seinen Parteifreunden zu. Zugleich war er aber ein leidenschaftlicher Debattierer und mitreißender Redner, der Menschen überzeugen konnte.

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Ein Stück Bürgerrechts-Geschichte: In Milks früherem Fotoladen "Castro Camera", inzwischen ein LGBT-Museum, sind historische Fotos und Postkarten von gleichgeschlechtlichen Paaren ausgestellt.

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Sagt Nein: Anfang November 1978 diskutierte Harvey Milk bei einer Volksabstimmung mit LGBT-Aktivisten über ein Gesetz, das es erlaubt hätte, schwule und lesbische Lehrer zu feuern. Das Referendum scheiterte, auch dank Milks Engagement.

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Dan White, ein Ex-Polizist, der am 27. November 1978 erst Bürgermeister Moscone, dann Milk erschoss. White war Vietnam-Veteran, Ex-Polizist und dann für die Demokraten in San Francisco Mitglied des Verwaltungsrates.

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Tödliche Schüsse: Am 10. November 1978 legte er sein Amt nieder, nach einem Streit über eine Einrichtung für straffällige Jugendliche. Zwei Wochen später feuerte er auf Moscone und Milk, bei beiden auch mit Kopfschüssen aus nächster Nähe. Auf diesem Foto wird Milks Leiche aus dem Rathaus gebracht.

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Fassungslos: Weinende Rathausangestellte nach dem Doppelmord an Moscone und Milk. Der Todesschütze Dan White hatte erst seinen Supervisor-Job niedergelegt und ihn dann zurückverlangt, was Milk ebenso ablehnte wie Bürgermeister Moscone.

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San Francisco in Trauer: Mehr als 25.000 Menschen versammelten sich am Tag nach den tödlichen Schüssen vor der City Hall zu einer Demonstration und Mahnwache...

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...und Schwulenaktivisten marschierten aus Protest durch die Straßen der Stadt.

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Douglas Schmidt war Dan Whites Strafverteidiger. Das Gericht verurteilte den Todesschützen wegen psychischer Labilität lediglich zu sieben Jahren Haft. Schmidts Verteidigung wurde als "Twinkie defense" bekannt: Vor Gericht versuchte er die Depression seines Mandanten unter anderem dadurch zu belegen, dass White, der sich zuvor strikt gesund ernährt habe, vor der Tat häufig zu stark zuckrigen Kuchen (Twinkies) gegriffen habe.

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Bei blutigen Unruhen nach dem höchst umstrittenen Urteil wurden bei den White Night riots auf Seiten der Demonstranten wie der Polizei mehr als 160 Menschen verletzt.

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Milks Vermächtnis: Bei einem Gay-Pride-Protestmarsch 1983 erinnerten LGBT-Aktivisten an Harvey Milk und machten zugleich auf die damals noch politisch vernachlässigte Aids-Krise aufmerksam.

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Konservative Demonstranten protestierten 1985 gegen die Eröffnung der Harvey Milk School für schwule, lesbische, bisexuelle und transsexuelle Schüler. Die Schule besteht bis heute.

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Suizid des Täters: Anfang 1984 wurde Dan White aus der Haft entlassen. Eineinhalb Jahre später nahm er sich das Leben, indem er Auspuffabgase in sein Auto leitete, das hier von der Polizei abtransportiert wird.

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Sean Penn (Mitte) übernahm die Hauptrolle im Hollywood-Biopic "Milk" von 2008 und gewann dafür den Oscar.

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Bei einer Pressekonferenz sprach Sean Penn 2009 zur Einführung des Harvey Milk Days in Kalifornien, der den Geburtstag Milks ehrt.

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Verfilmte Legende: In "Milk" spielte James Franco (links) den 18 Jahre jüngeren Freund Scott Smith, mit dem Harvey Milk Anfang der Siebzigerjahre nach San Francisco zog.

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Szenenfoto: Die Rolle von Dan White übernahm Josh Brolin (links). Bei der Stadtratsarbeit hatten die beiden sich anfangs gut verstanden, bis zu einem Streit über ein Projekt zur Rehabilitation straftätiger Jugendlicher.

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Der Film "Milk" wurde für acht Oscars nominiert und gewann die Auszeichnungen fürs Drehbuch und den Hauptdarsteller. Das Foto zeigt Regisseur Gus Van Sant (links) mit Darsteller Emile Hirsch als Aktivist Cleve Jones, Begründer des "Aids-Quilts", das an die Aids-Opfer erinnert.

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Milks Neffe Stuart Milk gründete nach dem Tod seines Onkels die Harvey Milk Foundation und tritt als Aktivist weltweit für LGBT-Rechte ein.

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Stuart Milk nahm 2009 die Medal of Freedom entgegen, die der damalige Präsident Barack Obama posthum an Harvey Milk verlieh.

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Nun auch postalisches Gedenken: Stuart Milk (3. von links) klatschte Beifall, als 2014 eine neue Harvey-Milk-Briefmarke an Milks 84. Geburtstag vorgestellt wurde.

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Eine Galavorstellung des Oratoriums "I Am Harvey Milk" 2014 in New York mit Broadway-Star Kristin Chenoweth ("Wicked", "Glee")

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Die Harvey-Milk-Büste im Rathaus von San Francisco. Nach der Legalisierung der gleichgeschlechtlichen Ehe in den USA 2015 legte jemand dort zwei Rosen und eine Dankesnote ab: "Vielen Dank, Harvey, für all deine Hilfe, mit der du heute möglich gemacht hast - die Zeit offenbart, was wahr ist."

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