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Headhunter Die Top Ten der Branche

2009 war für Headhunter ein Horrorjahr, 2010 ein Traum. Doch langsam bekommen sie die Folgen der Schuldenkrise zu spüren. Nur beim Primus der diskreten Branche wachsen die Umsätze weiter in den Himmel. SPIEGEL ONLINE zeigt die Giganten unter den Personalprofis - und wo sie vor zehn Jahren standen.
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Die größten Headhunter: Beim Executing Search Consulting, so der Fachbegriff für die systematische Suche nach Fach- und Führungskräften, haben zwei Riesen die Nase vorn. Branchenprimus 2010 war Egon Zehnder, gefolgt von Kienbaum, wie das Ranking des Branchenportals ConsultingStar zeigt. Auch 2011 ist für viele Personalberater ein sonniges Jahr. Dass die Schuldenkrise auf die Realwirtschaft durchschlägt, bekommen sie allerdings allmählich zu spüren. mehr...

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Rückblick aufs Jahr 2000: Der Markt für Headhunter sah vor zehn Jahren noch deutlich anders aus. Heidrick & Struggles, heute auf Platz zehn abgerutscht, war Spitzenreiter und Zehnder noch die Nummer vier.

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Gone Fishing: Wenn ein Headhunter einen Kandidaten anruft, kann das der Beginn einer wunderbaren Zusammenarbeit sein. Manchmal aber fischen Personalberater ohne Suchauftrag und haben gar keine Stelle zu besetzen - dann kann es vorkommen, dass der Köder dem Kandidaten überhaupt nicht schmeckt. mehr...

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Karriere-Coach Claudia Kimich: "In jedem Fall ist es für einen Kandidaten gut, wenn er seine Ziele und Bedingungen kennt und dazu steht", sagt die Münchner Verhandlungsexpertin. Das gelte zum Beispiel, wenn man "nur zwei Tage die Woche reisen will oder ein Ortswechsel nicht in Frage kommt".

Foto: Foto: Jacqueline Esen
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Vom Pfau lernen: Auf Fachkräfte-Balz müssen Firmen zeigen, was sie haben und können. Wenn Chefs um Kandidaten werben, geht das oft schief. Der erfahrene Headhunter Heiner Fischer beschreibt im Arbeitgeber-Knigge die fünf schlimmsten Fehler von Firmen. mehr...

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Nach oben bitte hier entlang: Tritt man im Job auf der Stelle, kann ein Headhunter-Kontakt völlig neue Perspektiven eröffnen. Im Interview erklärt Karriereberater Steffen Westermann, wann sich Eigeninitiative auszahlt und warum seriöse Personalberater offene Worte schätzen. mehr...

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Wie wird man Headhunter? Jens Hohensee, 47: Zu seiner Position als Principal bei der großen Personalberatung Kienbaum Executive Consultants kam er über Umwege. Der studierte Geisteswissenschaftler wollte zunächst Professor werden, landete dann bei einer Unternehmens- und schließlich bei der Personalberatung. Das Studienfach sei nicht so wichtig, sagt Hohensee - und ohnehin lerne man "Parkettsicherheit nicht an der Universität". mehr...

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Jessica Müller, 29: Nach dem Soziologiestudium absolvierte sie ein Praktikum bei einer Personalberatung und wurde nach dem Examen gleich übernommen, zunächst als Researcherin, dann als Juniorberaterin. Wichtig sei es, auf ganz unterschiedliche Menschen zugehen zu können und sich ein Netzwerk aufzubauen, sagt Müller. Das habe sie auch an der Universität gelernt.

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Rick Fulghum, 47: Er angelt nach den großen Fischen und vermittelt als Headhunter häufig Manager für Spitzenpositionen - ab einem Jahresgehalt von 450.000 Euro. Der Beruf liegt in der Familie, auch Fulghums Vater war Headhunter.

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Ausschau nach den Besten: Der Wettbewerb unter Headhuntern ist hart, die Branche alles andere als transparent. Selbst gestandene Profis in Personalabteilungen von Unternehmen haben damit ihre liebe Mühe. Klar ist: Der Trend geht zum Spezialisten. mehr...

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Spezialisierter Kopfjäger: Malte von Brauchitsch, 39, durchforstet das Internet nach den Lebensläufen von Managern, führt Interviews mit Führungskräften, holt Referenzen ein. Ins Visier nimmt der gelernte Betriebswirt mit seiner Firma Green Leaders Firmen, die mit erneuerbarer Energie zu tun haben: etwa Ökostrom-Erzeuger oder auch Banken und Investmentgesellschaften.

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Bei Anruf Job: Wenn ein Personalberater sich meldet, fühlen sich Führungskräfte meist geschmeichelt. Der Kontakt kann einen Karrieresprung bedeuten. Oder im Fiasko enden. Denn der Umgang mit Headhuntern ist eine Herausforderung: Unwissenheit und Ungeschick kegeln viele Kandidaten aus dem Rennen. mehr...

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Was erfahrene Headhunter den Kandidaten raten - zum Beispiel Michael Proft, Partner und Gesellschafter von Odgers Berndtson: "Ein häufiger Fehler ist es, sich betont schroff oder gestresst zu geben, in der irrigen Annahme, das wirke besonders lässig", sagt er, "viele sind überraschend hilf- und ziellos, wenn es um das eigene Fortkommen geht". Dabei sei das "erste Treffen oft auch eine Art Karriere-Coaching".

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Dorothee Echter, Top-Management-Beraterin: "Viele Kandidaten überschätzen sich, kennen ihre eigenen Möglichkeiten nicht oder sind so nervös, dass sie elementare Anstandsregeln vergessen", hat sie beobachtet. Wichtig sei, "nicht divenhaft oder zu taktisch zu agieren, sondern ehrlich und transparent". Wenn sich ein Manager selbst an einen Personalberater wendet, rät Echter davon ab, die Unterlagen wahllos zu streuen: "Das wirkt verzweifelt und austauschbar, ein Top-Manager aber möchte ja eine Trouvaille sein und kein bloßer Zählkandidat."

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Heiner Fischer, Geschäftsführer von Herbold Fischer Associates, erklärt, warum eine Suche noch scheitern kann, auch wenn sich der Kontakt zunächst gut anließ: "Manche Kandidaten merken, dass ihre Erwartungen nicht erfüllt werden, oder sie sind genervt von teilweise sehr langwierigen Entscheidungsprozessen und nehmen ein anderes Angebot an." Zum Abbruch führen könnten Kleinigkeiten wie minimal unterschiedliche Vorstellungen über Gehalt oder Dienstwagenklasse. "Auch wenn ein Kandidat merkt, dass das Unternehmen ihn will, sollte er nicht immer noch mehr fordern", sagt Herbold.

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Christine Stimpel, Geschäftsführerin von SpencerStuart in Deuschland, sieht das Zusammenspiel von Managern und Headhuntern als "ständiges Geben und Nehmen, das sich im Idealfall über viele Jahre entwickelt". Der Manager müsse "seinen Werdegang präzise schildern und zugleich über das Unternehmen bestens informiert sein". Und wie sieht es mit den Gehaltserwartungen aus? "Als Faustregel gilt: Plus 20 Prozent bei einem Wechsel sind ein ordentliches Ergebnis."

Foto: F.A.Z. / Frank Röth
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