Hamm-Brüchers Leben in Bildern Mahnerin, Querdenkerin, moralische Instanz

"Freiheit ist für mich das Allerwichtigste", sagte Hildegard Hamm-Brücher einmal. Über Jahrzehnte prägte sie die Politik der FDP, wurde zur großen Dame des deutschen Liberalismus. Ihr Leben in Bildern.
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Hildegard Hamm-Brücher ist im Alter von 95 Jahren gestorben. Sie blickt auf eine beeindruckende politische Karriere zurück. "Für meine Generation habe ich es, wie ich finde, sehr weit gebracht," zog sie einmal Bilanz.

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Hamm-Brücher wurde 1948 Mitglied der Freien Demokratischen Partei (FDP). Hier ist sie mit ihrer Familie in ihrem Wahllokal in München zu sehen, 1970 waren Landtagswahlen in Bayern, sie trat als Spitzenkandidatin in Mittelfranken an. Von 1963 bis 1976 war sie erstmals Mitglied des Bundesvorstands der FDP und gehörte ab 1972 auch dem Parteipräsidium an.

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Über ein halbes Jahrhundert war sie Mahnerin, Querdenkerin, moralische Instanz, eine freie Demokratin in der Tradition liberaler Ikonen. 1976 wurde sie parlamentarische Staatssekretärin im Auswärtigen Amt. In dieser Funktion traf sie in Jerusalem zu offiziellen Gesprächen mit dem israelischen Außenminister Izchak Schamir zusammen.

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Hier ist Hamm-Brücher 1978 mit Kanzler Helmut Schmidt zu sehen. In der späteren Auseinandersetzung um die sozialliberale Koalition in Bonn warb sie für eine Fortführung des Bündnisses.

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Ihre Sternstunde im Parlament war zweifellos ihre Rede zum Misstrauensvotum gegen den damaligen Kanzler Schmidt.

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Hamm-Brücher mit Bundespräsident Richard von Weizsäcker: Auch sie strebte das höchste Amt im Staat an. 1993 wurde sie auf einem kleinen FDP-Parteitag einstimmig nominiert. Absprachen zwischen den Parteiführungen von FDP und CDU/CSU sahen aber vor, dass sie ihre Kandidatur nach dem ersten Wahlgang zugunsten von Roman Herzog zurückziehen sollte. Doch sie blieb - wie so oft - unbeugsam.

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Hier beobachtet Hildegard Hamm-Brücher im Mai 1994 mit ihren beiden Kindern Florian und Verena sowie ihrem Ehemann Erwin die Wahl der Bundesversammlung zum Bundespräsidenten. Vor dem dritten Wahlgang zwang FDP-Chef Klaus Kinkel sie zum Rückzug, damit Herzog Staatsoberhaupt werden konnte. "Das hätte man mir nicht zumuten sollen," sagte sie später.

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1999, einige Jahre später, nahm sie mit Roman Herzog an den Feierlichkeiten zum 50-jährigen Bestehen der Bundesrepublik in Berlin teil.

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Hier überreicht Hamm-Brücher 1997 einen Ehrenpreis der FDP-nahen Theodor-Heuss-Stiftung an den deutsch-britischen Soziologen Ralf Dahrendorf.

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Hamm-Brücher war Ehrenbürgerin Münchens. Gemeinsam mit dem damaligen Oberbürgermeister Christian Ude (SPD) nahm sie im August 2000 an einer Kundgebung gegen Intoleranz, rechte Gewalt und Fremdenhass teil.

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1991 schied Hamm-Brücher aus der aktiven Politik aus und erklärte, keine politischen oder parlamentarischen Ämter mehr annehmen zu wollen. Die Abstimmung über den deutschen Einigungsvertrag im September 1990 nutzte sie, um sich mit einer letzten engagierten Rede im Bundestag zu verabschieden. Hier sitzt sie 2009 bei einem Festakt im Kanzleramt neben Angela Merkel und Alice Schwarzer. Sie blieb eine starke Stimme in der Bundesrepublik.

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Hamm-Brücher 2010 im Bundestag: Als Publizistin, gefragte Interviewpartnerin, unbequeme Kommentatorin und streitbare Liberale blieb sie im öffentlichen Leben präsent.

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