Holocaust: "Die Liebe ließ mich überleben" - befreit aus dem KZ 27.01.2017
 "Unter Tausenden würde ich Mengele sofort wiedererkennen. Sein milder Blick,...
Stefan Hanke

"Unter Tausenden würde ich Mengele sofort wiedererkennen. Sein milder Blick, seine sanfte ruhige Stimme und sein Lächeln bedeuteten für uns den Tod."

Hugo Höllenreiner erinnert sich 2010 in Ingolstadt an den SS-Arzt Josef Mengele, der durch seine Verbrechen zum "Todesengel von Auschwitz" wurde.

Vorurteile war Hugo Höllenreiter, geboren in einer Münchner Sinti-Familie, schon früh gewohnt, doch in der NS-Zeit drohte seiner Familie die Vernichtung. 1943 mit anderen Sinti nach Auschwitz-Birkenau deportiert, kamen Hugo und sein Bruder Manfred dort in das "Zigeunerlager" und wurden Opfer der grausamen Versuche von Josef Mengele. Der SS-Arzt stach dem neunjährigen Hugo ohne Betäubung und Vorwarnung ein Metallinstrument in den Unterleib, das seine Niere zerfetzte. Schwer verletzt überlebte er Auschwitz - und später auch die Lager Ravensbrück, Mauthausen und Bergen-Belsen.