Vom Bügelschrank zum Bierautomat Die besten Ifa-Gadgets

Ein Schrank, der bügelt? Ein Küchengerät, das Bier braut? Die Ifa ist eine Fundgrube für sinnvolle und weniger sinnvolle Neuheiten. Hier sind zehn besonders spannende Gadgets.
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Cooler Bulli: Gorenje Retro-Kühlschrank

Nach Dieselskandal und Problemen mit Zulieferern steht es nicht besonders gut um das Image von VW. Da lassen sich Volkswagen-Fans gern an die gute alte Zeit erinnern. Dieser Kühlschrank ist an den legendären VW-Bulli T1 angelehnt, unter dem großen VW-Logo prangt eine Verzierung im typischen v-förmigen Look der Bulli-Front.

Im Gegensatz zum Retrostil außen, sei im Inneren moderne Technk verbaut, sagt Hersteller Gorenje, ohne genauere Angaben zu machen. Auch zum Preis schweigt sich das Unternehmen bisher noch aus.

Foto: Gorenje
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Extrabreit: LG 38UC99

Auch bei PC-Monitoren gilt längst, dass größer besser ist. Ganz besonders groß ist nun dieser neue Monitor von LG. Seine Bilddiagonale misst 38 Zoll, die Auflösung beträgt 3840 x 1600 Bildpunkte, dreimal mehr als ein Full-HD-Display. Reichlich Platz also, den laut LG in erster Linie professionelle Anwender nutzen werden. Dabei würden sich bestimmt auch viele Privatanwender gern ein solches Display auf den Tisch stellen. Zumal der Monitor ein sogenanntes Curved-Design hat, also nach innen gebogen ist, was bei PC-Spielen den Effekt hat, dass man sich mittendrin fühlt. Der 38UC99 kostet allerdings stolze 1500 Dollar.

Foto: LG Newsroom
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Saugroboter mit Turbo: Dyson 360 Eye

Nach langen Jahren, in denen man sie nur wegen ihrer Staubsauger kannte, hat die britische Firma Dyson in der jüngeren Vergangenheit mit ungewöhnlichen Ventilatoren und innovativen Haartrocknern auf sich aufmerksam gemacht. Jetzt kehrt das Unternehmen zu seinen Wurzeln zurück, nur moderner. Auf der Ifa wird der erste Dyson Saugroboter 360 Eye gezeigt, der intelligenter navigieren und doppelt so stark saugen soll wie vergleichbare Geräte. Dafür wird freilich auch ein Premium-Preis verlangt: 1190 Euro

Foto: Dyson
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Eine lautstarke Lampe: Sony Glass Sound Speaker

Darauf würde man auf den ersten Blick nicht kommen: Was aussieht wie eine moderne Tischlampe, ist eigentlich ein Lautsprecher. Das runde Glass um die Lichtquelle dient als Membran, die den Klang erzeugt. Wie gut das klingen kann, wurde klar, als Sony-Chef Kazuo Hirai zu Beginn von Sonys Ifa-Pressekonferenz erklärte, die Musik, mit der gerade ein paar Hundert Journalisten beschallt worden sind, sei von vier solcher Laut-Lampen erzeugt worden. Nicht schlecht für ein so kleines Ding. Leider ist derzeit noch unklar, wann und zu welchem Preis die Glass Sound Speaker auf den Markt kommen werden.

Foto: SPIEGEL ONLINE
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Dampfabsauger: Bosch Serie 8 Induktionskochfelder

Bosch ist das Thema Dunstabzugshaube mal etwas anders angegangen als sonst: Statt eine Dunstabzugshaube über dem Herd anzubringen, baut das Unternehmen jetzt einen Dunstabzug direkt in den Herd selbst ein. Dampf, Rauch und Gerüche sollen davon zuverlässig nach unten statt nach oben abgezogen werden. Auf dem Messestand ist das mit Trockeneisnebel als Dampfersatz zu sehen. Bosch glaubt mit diesem System Liebhabern moderner frei stehender Kochinseln entgegenzukommen, die vielleicht keine Abzugshaube mitten im Raum aufhängen möchten. Der feine Luxus will freilich bezahlt werden, in der Bosch-Preisliste stehen solche Induktionskochfelder mit Preisen von knapp 4500 Euro.

Foto: SPIEGEL ONLINE
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Intelligenter beleuchten: Philips Hue Bewegungsmelder

Auch wenn sie auf analoger Technik basieren, arbeiten herkömmliche Bewegungsmelder digital, kennen nur an und aus. Der neue Bewegungsmelder für Philips' vernetzte Hue-Lampen soll da anders sein. Statt einfach nur das Licht einzuschalten, wenn man an ihm vorbei geht, soll er Helligkeit und Lichtstimmung dynamisch der Tageszeit und der Umgebungshelligkeit anpassen können. So soll man etwa nicht mehr von zu hellem Licht geblendet werden, wenn man nachts mal raus muss, um ein Eis aus dem Kühlschrank zu holen. Die Montage erfolgt per Klebeband oder Magnet, eine Verkabelung ist nicht nötig. Den Preis gibt Philips mit 40 Euro an.

Foto: Philips
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Der Bügelschrank: LG Styler

Wann haben Sie zuletzt gebügelt? Haben Sie es genossen? Eben! Der koreanische LG-Konzern will das Problem mit einem Schrank lösen, der Hemden, Hosen und Sakkos zwar nicht bügelt, aber doch glatt und frisch machen soll. Das Styler genannte Elektromöbel sieht aus wie ein Kleiderschrank und schüttelt Falten und Gerüche quasi aus der Kleidung. Dazu werden die Textilien einfach eingehängt, die Tür geschlossen und Glättungsgrad gewählt. Daraufhin werden die Kleidungsstücke sanft geschüttelt und Wasserdampf durch den Schrank geleitet. Schon im Oktober soll der Styler auf den Markt kommen, zum Preis wollte LG noch nichts sagen.

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Endlich Ruhe: Logitech M330 Silent Plus und M220 Silent

Fast fünfzig Jahre nachdem US-Forscher der American Federation of Information Processing Societies den ersten Prototyp einer Computermaus präsentierten, wird das elektronische Zeigegerät endlich ruhig gestellt. Das verspricht zumindest Logitech für zwei neuen Mäuse. Die M330 Silent Plus und M220 Silent sollen "stilles und konzentriertes Arbeiten fördern", auch und gerade im Großraumbüro. Gute Idee, aber was nützt das ohne ebenso lautlose Tastaturen?

Foto: Logitech
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Der Brauroboter: Picobrew

Craft-Biere liegen ebenso im Trend wie das Selberbrauen. Das würden viele Bierliebhaber gern machen. Blöd nur, dass das Brauen gar nicht so einfach ist. Man braucht verschiedene Gefäße, Thermometer, Bottiche, Filter, Schläuche und außerdem, Ruhe, Zeit und Wissen. Damit scheidet das selbst hergestellte Bier für viele gleich wieder aus. Die Picobrew soll diese Hürden beiseiteschieben.

Denn im Grunde ist sie so etwas wie ein Brotbackautomat, bloß für Bier: Man füllt ein paar Liter Wasser ein, schiebt einen Karton mit den Brauzutaten ein und drückt den Startknopf. Zwei bis zweieinhalb Stunden später ist das Bier fertig, wird zum Gären in ein Spezialfass umgefüllt. Nach drei bis acht Tagen ist daraus dann ein richtiges Bier geworden, mit Alkohol und allem drum und ran.

Damit sich die Anschaffung lohnt, muss man allerdings eine Menge Bier produzieren. Die Picobrew kostet 1099 Euro, jede Braumischung schlägt mit 30 Euro zu Buche und ergibt fünf Liter.

Foto: SPIEGEL ONLINE
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Die universelle Ladeleiste: Udoq

Wenn man ihn nach seiner Produktidee fragt, ist Markus Kuchler ganz begeistert. Seine Söhne hätten ständig seine Ladekabel mitgenommen, er konnte sein Handy nicht mehr aufladen, dafür habe er eine Lösung gesucht. Das Ergebnis ist das Udoq. Im Prinzip eine Aluminiumleiste, in die sich Anschlussstecker für verschiedene Geräte, vom iPhone bis zum Blackberry, einschieben lassen. Die entsprechenden Geräte werden dann einfach auf die Stecker gesteckt, die Kabel gehen nicht verloren, alles ist schick und aufgeräumt.

Die Entwicklung habe zwei Jahre gedauert, sagt Kuchler, jetzt hat die Serienproduktion begonnen. Je nach Größe kostet ein Udoq ab 99 Euro, vier Stecker werden mitgeliefert, weitere können online bestellt werden.

Foto: SPIEGEL ONLINE
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