Gewinnspiel in (nicht ganz) sieben Schritten: Trumps Whisky-Krieg 01.12.2019
 1. Schritt: Trumps Kriegserklärung Nicht weniger als einen "Krieg gegen einen...
Bob Sacha/ Corbis/ Getty Images

1. Schritt: Trumps Kriegserklärung

Nicht weniger als einen "Krieg gegen einen der weltgrößten Whiskyhersteller" habe Donald Trump da gestartet, schrieb der "Guardian" am 5. Dezember 2012. Immerhin: Damals war der US-Unternehmer war noch nicht Oberbefehlshaber der Armee der mächtigsten Nation auf dem Planeten. Einen Einsatz von Panzern und Wasserstoffbomben hatten die schottischen Hersteller von Glenfiddich, dem nach eigenen Angaben "meistausgezeichneten Single Malt Whisky der Welt", also nicht zu befürchten.
Ächtung hingegen schon: "Ich rufe hiermit zu einem Boykott von Glenfiddich-Produkten auf", hatte Trump erklärt. "Glenfiddich sollte sich schämen", ätzte er, die Whiskymarke habe "entsetzliche Peinlichkeit" über Schottland gebracht. Daher habe er auch jede Whiskymarke des Glenfiddich-Herstellers William Grant & Sons aus seinen Hotels verbannen lassen. Er legte sogar einen Schwur ab, "dass kein Trump-Unternehmen je Geschäfte machen wird mit Glenfiddich oder Grant & Sons". Seine Wut hat Trump offenbar bis in sein Amt als US-Präsident begleitet: So ließ seine Regierung im Oktober 2019 in die USA importierte Single Malt Whiskys aus Schottland mit einem Strafzoll von 25 Prozent belegen.
Im Dezember 2012 verdiente Trump sein Geld noch mit Hotels, Immobilien, als Moderator der Reality-Show "The Apprentice" sowie mit der Lizenzierung seines Namens für Anzüge, Computerspiele, Mineralwasser - oder Trump Single Malt Scotch Whisky. Der Glenfiddich-Hersteller Grant & Sons war also ein Konkurrent (und nach Trumps Einschätzung neidisch auf dessen eigene Whiskymarke). Doch der Zorn des US-Milliardärs hatte einen anderen Grund: Die alljährliche...