Israel-Fotograf Rudi Weissenstein Das Auge des Aufbaus

Er fotografierte die Geburtsstunde Israels, dokumentierte das Alltagsleben in Palästina: Rudi Weissenstein war einer der größten Fotografen des jüdischen Staates. Ein Bildband zeigt seine besten Aufnahmen.
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Luftsprung: Die Tänzerin und Akrobatin Miriam Arnstein (Aufnahme von 1941) - sie war die Ehefrau des Fotografen Rudi Weissenstein. Beide stammten aus dem heutigen Tschechien. Weissenstein lernte sie nach seiner Ankunft in Palästina kennen. 1940 heiratete das Paar und gründete das Fotogeschäft Pri-Or in Tel Aviv. Rudi Weissenstein wurde einer der wichtigsten Fotografen des jungen jüdischen Staates.

Foto: Archiv Weissenstein/ Kehrer Verlag
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Allerwertester! Fotograf knipst Fotografen beim Fotografieren - diese Aufnahme machte ein Berufskolleg im Jahr 1962 von Rudi Weissensteins Rückseite.

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Hoffnung: Zwei junge Einwanderinnen amüsieren sich bei der Lektüre der "Florida Times-Union". Weissenstein fotografierte die beiden Neuankömmlinge 1950 im Kibbuz HaSolelim. Juden aus der ganzen Welt sollten im zwei Jahre zuvor neu gegründeten Staat Israel eine Heimat finden.

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Neubeginn: Ein Mädchen steht am Fenster und blickt nachdenklich hinaus. Was sie fühlt, lässt sich nur erahnen - Weissenstein lichtete sie 1947 in einer Unterkunft für Menschen ab, die dem Massenmord der Nazis entronnen waren.

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Marsch über Geröll: 1949 lichtete Rudi Weissenstein diese jungen Männer ab, die mit ernstem Blick durch die Hitze in Eilat gehen. Die Hafenstadt wurde im gleichen Jahr von den Israelis im Palästinakrieg erobert und ist der einzige Zugang Israels zum Roten Meer.

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Umarmung: Nachdenklich schmiegen sich diese beiden Menschen aneinander - Weissenstein hielt den innigen Moment 1952 im Bild fest. Seine erste Kamera hatte er als Achtjähriger erhalten, sie war ein Geschenk seines Vaters, eines wohlhabenden Fabrikanten. Der Sohn zog eine Fotografenkarriere dem Eintritt in die Fabrik der Familie vor.

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"Diese Linse gibt mir die Möglichkeit, die halbe Welt zu durchschauen: Diesen Satz formulierte Rudi Weissenstein (Porträtaufnahme) im Jahr 1936. Die Fotografie war dem großen Israel-Chronisten der Schlüssel zum Verständnis der Welt.

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Kleiner Mensch, große Maschine: 1955 besuchte Rudi Weissenstein die Malzfabrik von Beit-Shemesh. 1910 im böhmischen Iglau (heute Tschechien) geboren, wanderte der Fotograf 1936 aus Europa nach Palästina aus. Wie zahlreiche andere Juden erhoffte er dort die Neugründung eines jüdischen Staats.

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Weißkittel: Krankenschwestern des Hospitals Be'er Sheva im Süden des Landes(Aufnahme von 1962). Das junge Israel war ein Land der Widersprüche: auf der einen Seite die harte Arbeit auf dem Land, auf der anderen aufstrebende Städte wie Tel Aviv.

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Freiflug: 1950 lichtete Rudi Weissenstein diesen Farmer mit seinen Vögeln in Afula ab. Über eine Million Negative hinterließ der Fotograf bei seinem Tod im Jahr 1992. Sein Geschäft führte Ehefrau Miriam weiter; nach ihrem Tod 2011 übernahm der Enkel Ben Peter.

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Schräglage:Inmitten der kargen Landschaft steht ein Baum mit einer eigentümlich langgezogenen Krone. Weil Fotografien für Rudi Weissenstein ein Geschenk des Lichts waren, nannte er sein Fotogeschäft Pri-Or, zu Deutsch "Frucht des Lichts". Der Laden in Tel Aviv wurde ein voller Erfolg - auch die spätere Ministerpräsidentin Golda Meir gehörte zu den Besuchern.

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Kränzchen: Blümchenkleider in beeindruckenden Variationen - 1948 fotografierte Weissenstein diese Runde in der Residenz des polnischen Konsuls in Tel Aviv.

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Pferde-Kuss: Gelassen nimmt diese junge Frau die tierischen Zärtlichkeitsbekundungen ihres Vierbeiners entgegen (Aufnahme von 1941). Rudi Weissenstein reiste im Auftrag verschiedener zionistischer Organisationen durchs Land und dokumentierte neu gegründete Siedlungen.

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