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Blick in eine besondere Welt Der Geige so nah

Er kann nicht anders, er liebt seine Geigen, seine Bratschen und seine Celli. Deswegen baut Martin Schleske aus Bayern diese Instrumente - und zwar so gut, dass sich Kunden aus der ganzen Welt um ihn reißen.
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Wenn geübte Musiker Geige spielen, können sie das Publikum zum Weinen bringen. Doch wie entsteht das Instrument eigentlich? Fotografin Janina Laszlo hat den Geigenbauer Martin Schleske bei seiner Arbeit fotografiert. Auf dem Regal liegen die Zagenkränze, die Seitenwände der Geige. Die hat Schleske aus Holzstreifen hergestellt, die er am Biegeeisen gebogen hat. Auf das Papier hat Schleske Schablonen für den Umriss gezeichnet.

Foto: Janina Laszlo
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Hier werden Decke und Boden hergestellt: Mit einem Holzmesser und Ziehklingen schneidet Schleske kleine Späne aus dem Geigenboden. Dann sticht er die Wölbung mit einem Abstecheisen aus.

Foto: Janina Laszlo
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Mit einem Abziehstein werden die Werkzeuge regelmäßig wieder scharf gemacht.

Foto: Janina Laszlo
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Schleske kontrolliert die Stärkenverteilung des Instruments - also wie dick das Holz an den einzelnene Stellen ist. Manchmal bearbeitet Schleske noch einmal nach.

Foto: Janina Laszlo
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Mit einem Hammer stellt er den Wölbungshobel ein und bestimmt damit, wie viel Holz das Werkzeug entfernen soll.

Foto: Janina Laszlo
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Schleske bearbeitet die Stärken noch einmal nach, um den Klang des Instruments zu verbessern. Es geht hierbei um zehntel-Millimeter, die aber stark den Klang beeinflussen.

Foto: Janina Laszlo
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Meist verwenden Geigenbauer dieselben Arten von Holz. Für Boden, Zarge und Schnecke Bergahorn, Bergfichte für die Decke. Griffbrett, Wirbel und Saitenhalter bestehen oft aus Ebenholz. Nur wenige Stämme kommen für eine Geige infrage. Das richtige Holz zu finden ist nicht einfach. Schleske kauft es von einem Tonholzhändler, der weiß, wo die Hölzer wachsen und wie man sie lagern muss.

Foto: Janina Laszlo
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So sehen die fertigen Geigendecken aus. Sobald Schleske Zargenkranz, Boden und Decke fertiggestellt hat, kann er sie zusammensetzen.

Foto: Janina Laszlo
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Hier in der Werkstatt verbringt Schleske jeden Tag viele Stunden. Die wichtigsten Werkzeuge - Schnitzeisen, Feilen, Ziehklingen und Wölbungshobel - liegen dort immer bereit.

Foto: Janina Laszlo
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Der Korpus ist zusammengesesetzt. Als Klebemittel verwendet Schleske Knochenleim, der sich später bei Bedarf einfach lösen lässt. Jetzt muss er nur noch die Saiten aufziehen und den Kinnhalter montieren.

Foto: Janina Laszlo
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Schleske verwendet verschiedene Lackharze. Diese dienen nicht nur der Optik, sondern schützen auch das Holz und erhöhen die Klangfähigkeit des Instruments.

Foto: Janina Laszlo
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Die Oberfläche des Holzes der Geige schleift Schleske immer wieder ab und lackiert sie neu, bis alle Unebenheiten verschwunden sind.

Foto: Janina Laszlo
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Mit einem feinkörnigen Schleifmittel bearbeitet Schleske die Oberflächen.

Foto: Janina Laszlo
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Mit einem Polierlappen bringt er die Oberfläche zum Leuchten.

Foto: Janina Laszlo
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Im Konzertraum spielt Schleske die Geige. Ein sehr spannender Moment: Entweder, er ist noch unzufrieden und muss nacharbeiten, oder alles ist perfekt.

Foto: Janina Laszlo
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