Kanadas Wahlsieger Trudeau Boxen, backen, Bilder machen

Kanadas designierter Premier setzt auf Humor: Seit Jahren ulkt er von Veranstaltung zu Veranstaltung, prügelt sich mit der Konkurrenz oder setzt sich wie ein Model in Szene. Nebenbei will er auch noch eine neue Politik.
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Troika: Kurz vor der Abstimmung über Kanadas Parlament am Montag albert Justin Trudeau (Mitte) mit Mitgliedern seines Teams am Flughafen von Montreal herum. Wenig später steht fest: Der 43-jährige Spitzenkandidat hat sich mit seiner liberalen Partei durchgesetzt. Der konservative Premier Stephen Harper ist nach fast zehn Jahren im Amt abgewählt. Mit rund 40 Prozent der Stimmen dürfte Trudeau sein Nachfolger werden.

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Von seinen Konkurrenten wurde Trudeau lange belächelt: Er sei zu unerfahren, ätzten die Konservativen. Bei den Wählern kam der jugendlich anmutende Politiker aber offensichtlich an. Eines steht zumindest fest: Für einen Spaß ist sich Trudeau selten zu schade - im Gegenteil. Er weiß, sich als lockerer, witziger Typ in Szene zu setzen. Das Bild zeigt ihn bei einer kanadischen Version des Oktoberfests in der Provinz Ontario.

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Wahlkampf: Trudeau war noch einfacher Abgeordneter als er sich statt im verbalen Schlagabtausch in einem Boxduell mit der politischen Konkurrenz versuchte. Für einen guten Zweck stieg er im Jahr 2012 gegen den konservativen Senator Patrick Brazeau in den Ring. Trudeau gewann in der dritten Runde.

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Auch eine sportliche Leistung: Im Jahr nach dem Kampf zeigte sich Trudeau als geübter Pancake-Wender mit Cowboyhut in Calgary.

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Mit seiner Art setzt sich Trudeau auch ein Stück weit von seinem glamourösen Vater ab: Pierre Trudeau stand selbst jahrelang an der Spitze der kanadischen Regierung - und umgab sich gerne mit Superstars. Hier ist er mit Barbara Streisand in New York zu sehen. Mit der Schauspielerin war er eine Zeit lang liiert. Der frühere Premier gilt als Vater des modernen Kanadas, der sich für Bürgerrechte einsetzte und oft mit John F. Kennedy verglichen wurde - große Fußstapfen für seinen Sohn Justin.

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Der präsentierte sich im Wahlkampf natürlich auch als Familienmensch. Hier spielt er wenige Tage vor der Wahl mit seinem Sohn Hadrien und Ehefrau Sophie im Norden Kanadas. Seit 2005 ist das Paar verheiratet. Sophie ist TV-Moderatorin.

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Insgesamt hat das Paar drei Kinder, außer Hadrien auch den ältesten Sohn Xavier und die Tochter Ella-Grace. Nach der Stimmabgabe in Montreal zeigte sich die Familie den Journalisten. Justin Trudeaus Weg in die Politik war trotz seines prominenten Vaters nicht vorgezeichnet. Zunächst arbeitete er als Lehrer, Barkeeper, Türsteher und Snowboard-Lehrer.

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Wieder Cowboy: Trudeau mit den Kindern Ella-Grace und Xavier bei der Landwirtschafts-Ausstellung "Calgary Stampede". Seit 2008 sitzt Trudeau im kanadischen Unterhaus, seit 2013 steht er an der Spitze der liberalen Partei.

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Trudeau mobilisierte für seine Wahlkampagne 57.000 Freiwillige. Er möge zwar "nicht der cleverste Typ" sein, sagte eine Parteifreundin über den Politiker. "Aber er mag Menschen und die Menschen mögen ihn." Bei einem Zwischenstopp in einem griechischen Restaurant sorgte Trudeau für gute Laune - es gab Süßes: Baklava.

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Der Liberale: Trudeau verspricht eine "positive Politik". Hier lässt er sich bei der Pride Parade in Vancouver fotografieren - ein Demonstrationszug, der sich unter anderem gegen die Diskriminierung von Menschen mit unterschiedlicher sexueller Ausrichtung wendet. "Ich werde der Premierminister aller Kanadier sein", rief Trudeau nach dem Wahlsieg seinen Anhängern zu.

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Trudeau verkleidet sich offensichtlich gerne. Zur Feier anlässlich des chinesischen Neujahrsfests in einem Einkaufszentrum in Richmond kam der Politiker im traditionellen Gewand.

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Trudeau, der PR-Profi: Mit Kanada-Jacke und umgeben von Lokalpolitikern blickt der designierte Premier von einem Aussichtspunkt auf die Skyline von Montreal.

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Trudeau, der Machtmensch: Zwei Jahre vor seinem Wahlsieg ließ sich der Liberale schon einmal weltmännisch vor dem Capitol in Washington D.C. ablichten. Es war der erste offizielle Besuch des Politikers in der US-Hauptstadt als Chef seiner Partei.

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Geschafft. Trudeau mit Ehefrau Sophie bei seiner Siegesrede nach dem Wahltriumph in Montreal. Der Politiker hat sich ein ambitioniertes Programm vorgenommen. Er kündigte an, die Steuern für Reiche zu erhöhen und viel Geld in die Infrastruktur zu stecken, um die Wirtschaft anzukurbeln. Er versprach "nicht nur einen Regierungswechsel, sondern eine bessere Regierung".

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