Kinderbücher zu Ostern Eilbrief vom Osteramt

Ostern kommt spät, aber naht nun doch. Kindern und Jugendlichen kann man zu diesem Anlass mit Büchern eine Freude machen - jedenfalls mit denen, die wir hier empfehlen.
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Das bin ich
Perfekt für ganz Kleine: In kurzen Reimen werden die Kinder aufgefordert, ihren eigenen Körper zu entdecken. Und weil Kinder Tiere lieben, wird jedes Körperteil mit dem eines Tieres verglichen. Lustig!

In den Illustrationen der Illustratorin (und Autorin) Daniela Kulot gibt es außerdem noch witzige Kleinigkeiten zu entdecken. Schön sind zum Beispiel die großen Nasen der Eltern.


Anzeige Daniela Kulot: Ich auch!
Gerstenberg Verlag; 30 Seiten; 9,95 Euro. Ab 2 Jahren.
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Plötzlich Osterhase
Bei Hase Nulli und Frosch Priesemut ist die Welt in Ordnung. Die Freunde wohnen am Waldrand in einem ulkigen Haus mit Briefkasten. In diesen steckt der Briefträger eines Tages einen Eilbrief (!) vom Osteramt. Oh Schreck! Die beiden sollen als Osterhasen einspringen!

Schön alberne Geschichte, die es nebenbei schafft, österliches Brauchtum und Eier-Ausblastechnik zu erläutern. Denn dem Frosch muss allerhand erklärt werden, bevor er weiß, wie der Hase läuft.


Anzeige Matthias Sodtke: Der Osterfrosch.
Carlsen; 24 Seiten; 7,99 Euro. Ab 3 Jahren.
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Was passiert dann?
Die Fotografin Julia Hoersch und die Illustratorin Gesa Sander haben es geschafft, ein Naturbuch zu machen, das weit über den Rand des Gemüsebeets schaut und so die Gartenarbeit in einen größeren Zusammenhang stellt.

Neben dem Gärtnern bietet es Bastelideen, erklärt das Imkern und erzählt anhand von Rezepten, was man alles Leckeres mit der Ernte machen kann. Die Fotos drücken eine große Freude an der Natur aus, die Rezepte sind lecker fotografiert.

Manche Texte sind anspruchsvoll, aber es lässt sich eben nicht immer alles vereinfachen, wenn es gelingen soll. Darum ist es ein Buch für die ganze Familie, das jetzt im Frühling Lust aufs Gärtnern macht. Egal ob im Garten oder auf dem Balkon.


Anzeige Hoersch, Gesa: KinderGarten
AT Verlag; 184 Seiten; 25 Euro. Für alle zusammen.
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Küss mich!
Endlich mal ein Bilderbuch, das im schönen Lissabon spielt. Hier lebt Amadeo, der geschickte Straßenbahnfahrer. Dank seiner Fahrkünste konnte er schon einige schüchterne Paare zusammenbringen und zufrieden deren ersten Kuss beobachten.

Amadeo selber ist leider noch ungeküsst. Küssen ist (jedenfalls unter Kindern) ja auch ein bisschen eklig. Aber auch lustig, irgendwie. Ob ihm wohl auch jemand auf die Sprünge hilft?


Anzeige Davide Cali, Magali le Huche: Eléctrico 28 oder wie Amadeo die Liebe fand Übersetzt von Ingrid Ickler.
Knesebeck; 36 Seiten; 14 Euro. Ab 5 Jahren.
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Hier bin ich Bär
Der Bär, der Verschlafene. Wacht auf und die anderen Tiere sind abgehauen aus dem Wald. In die Stadt. Weil das Leben dort besser ist. Mehr Komfort, bessere medizinische Versorgung, gutes Essen. Stadtleben eben. Aber ist da wirklich so toll? Das will er wissen und macht sich auf den Weg.

Bunte, großflächige Bilder begleiten die Geschichte auf leichte und lustige Weise. Vielleicht ist dies so gelungen, weil die Illustratorin Katja Gehrmann auch den Text geschrieben hat. Sehr geeignet zum ersten eigenen Lesen - und natürlich zum Vorlesen.


Anzeige Katja Gehrmann: Stadtbär
Moritz Verlag; 96 Seiten; 10,95 Euro. Ab 6 Jahren.
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Lach doch mal!
Kinder lieben Witze. Verrückte Bilder. Blöde Sprüche. Dumme Fragen. In diesem Bändchen ist alles vereint: Wie-nennt-man-Fragen und ihre Antworten, von Moni Port aufgeschnappt oder selbst ausgedacht und von Philip Waechter wie immer lustig und schön illustriert.

Mit diesem Büchlein geht Ostern der Gesprächsstoff nicht aus, und es ist natürlich auch lässig, wenn man selber eine parat hat. Die Antwort auf die Titel-Frage? - Pumpernickel!


Anzeige Moni Port, Philip Waechter: Wie nennt man ein Kaninchen im Fitnessstudio?
Klett Kinderbuch; 48 Seiten; 10 Euro. Ab 8 Jahren.
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Expedition Lunau
Der zehnjährige Tom geht nur im Raumfahrtanzug vor die Tür und hat die Dinge gerne so, wie sie immer sind. Die Ferien bei Oma und Opa verkauft seine Mutter ihm darum als Vor-Expedition, die auf zukünftige Raumfahrtprojekte vorbereiten soll. Und das ist fast nicht gelogen.

Nüchtern und oft mit Erstaunen erzählt Tom von seinen schrägen Großeltern, deren Leben für ihn und seine Geschwister wirklich wie von einem anderen Stern ist. Das Leben dort ist voller Überraschungen und Situationskomik.

Zum Glück sind Toms Eigenarten nicht das Problem dieser Geschichte, sondern eher die Würze. Toll erzählt und mit vielen coolen Bildern illustriert, ist ein rundum gutes, lustiges Kinderbuch gelungen.


Anzeige Sebastian Grusnick, Thomas Möller, Frollein Motte: Grüße vom Mars
Dressler Verlag; 176 Seiten; 13 Euro. Ab 8 Jahren.
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Nicht Fantasy aber phantasievoll
Eine Koffer-Verwechslung mit unglaublichen Folgen: Die Kinderhasserin Frau Tassilo kehrt aus dem Urlaub zurück und findet im vertauschten Koffer ein Ei, aus dem einige Zeit später ein Drache schlüpft. Widerwillig nimmt sie die Hilfe ihrer schlauen Nachbarskinder Janka und Johann an, ohne die sie nämlich ganz schnell aufgeschmissen wäre. Dass die drei ein richtig gutes Team werden und in ein gefährliches Abenteuer geraten, ahnen sie da natürlich noch nicht.

Interessante Figuren und eine phantastische, spannende Geschichte, die ohne Mensch-Tier-Verwandlungen oder Clan-Kämpfe auskommt.


Anzeige Valija Zinck: Drachenerwachen
Fischer KJB; 320 Seiten; 14 Euro. Ab 10 Jahren.
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Traurig-schöne Geschichte
Die Autorin und Übersetzerin Mirjam Pressler hatte ein bewegtes Leben - und ist wahrscheinlich die einzige deutsche Schriftstellerin, die je einen Jeansladen besaß. Nur wenige Wochen vor ihrem Tod konnte sie dieses Jugendbuch fertigstellen. Es liest sich wie ein mahnendes Abschiedsgeschenk.

Im Zentrum der Geschichte steht der sogenannte Erfurter Schatz, eine große Sammlung Silbermünzen, Schmuckstücke und Silbergeschirr, die wahrscheinlich während des Pogroms 1349 vergraben wurde. Um diesen Schatz herum hat Pressler zwei Geschichten verwoben: Die eine spielt im heutigen Erfurt und handelt von der 16-jährigen Laura, die andere erzählt von Rachel, die im mittelalterlichen Erfurt lebt. Anschaulich beschreibt Pressler sowohl das Leben im Mittelalter mit seinen Freuden und Widrigkeiten, wie auch das heutige Leben eines Teenagers.

Ein spannender, historischer Roman mit vielen interessanten Figuren, der von Liebe, Antisemitismus und jüdischer Kultur damals und heute handelt.


Anzeige Mirjam Pressler: Dunkles Gold
Beltz & Gelberg; 336 Seiten; 17,95 Euro. Ab 14 Jahren.
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