Klimawandel Gefährliche Kipppunkte

Grönland, Amazonien, Arktis: Wenn das Klima hier kippt, hat das weltweit dramatische Folgen. Wissenschaftler haben kritische Regionen im globalen Klimasystem benannt - SPIEGEL ONLINE zeigt die Problemzonen der Erde.
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Verlust des arktischen Meereises: Infolge der Erderwärmung schmilzt das Meereis in der Arktis und legt die dunklere Meeresoberfläche frei, was wiederum die Erwärmung beschleunigt, weil mehr Sonnenstrahlung absorbiert wird.

Foto: DPA
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Schmelzen des Grönlandeises: Der Eisschild schmilzt durch die überdurchschnittlich starke Erwärmung der Arktis. Das völlige Verschwinden hätte einen Meeresspiegelanstieg von sieben Metern zur Folge.

Foto: NASA / Earth Observatory
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Kollaps des Westantarktischen Eisschildes: Warmes Meerwasser kann die Eisberge an der Antarktis-Küste so weit schmelzen lassen, dass die dahinterliegenden Kontinentaleismassen ins Fließen geraten. Durch den völligen Zusammenbruch des Eisschildes würde der globale Meeresspiegel um vier bis fünf Meter steigen.

Foto: NASA / JPL
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Großer Wasserkreislauf im Atlantik: Der Motor des Golfstroms ist das kalte dichte Wasser, welches vor Grönland und Labrador in die Tiefe sinkt. Dieser Antrieb würde erlahmen, wenn zusätzliches Süßwasser die Dichte des Wassers verringert und die Tiefenwasserbildung verhindert. Die sogenannte thermohaline Atlantikzirkulation gilt deshalb ebenfalls als Kipppunkt.

Foto: NASA / MODIS / Norman Kuring
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Störung der südpazifischen Klimaoszillation: Obwohl die Unsicherheiten noch groß sind, sagen einige Klimamodelle eine zunehmende Häufigkeit oder Intensität von El-Niño-Bedingungen im Südpazifik voraus.

Foto: AFP / NOAA
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Destabilisierung des indischen Monsuns: Bis zu 90 Prozent des indischen Regens sind dem regelmäßig auftretenden Sommermonsun zu verdanken. Luftverschmutzung und Treibhausgasemissionen könnten eine Pendelbewegung von abgeschwächten und verstärkten Monsunereignissen in Südasien erzeugen. Folge: extreme Dürren und Flutkatastrophen

Foto: AFP
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Wiederergrünen der Sahara: Durch den Klimawandel könnten sich die Niederschläge in der Sahelzone erhöhen und eine Wiederbegrünung der Sahara begünstigen. Durch dieses Ergrünen könnten die über den Atlantik gewehten Staubstürme versiegen, die den tropischen Atlantik und den Amazonas-Regenwald mit Nährstoffen versorgen.

Foto: ESA
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Verschwinden der Amazonas-Wälder: Ein Großteil der Niederschläge im Amazonasbecken stammt aus über dem Wald verdunstetem Wasser. Ein Rückgang der Niederschläge in einem wärmeren Erdklima und die Abholzung des Regenwaldes könnten den Wald an eine kritische Grenze bringen.

Foto: Dominik Baur
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Rückgang der nordischen Nadelwälder: Die Wälder in Skandinavien, dem Norden Russlands und Nordamerika umfassen fast ein Drittel der weltweiten Waldfläche. Mit dem Klimawandel erhöht sich der auf sie wirkende Stress durch Pflanzenschädlinge, Feuer und Stürme. Ihr Absterben würde nicht nur den Lebensraum vieler Tiere und Pflanzen vernichten, sondern auch eine massive Freisetzung von Kohlendioxid bedeuten.

Foto: Google Earth / NASA / TerraMetrics
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Tauender Permafrost: Riesige Mengen des Klimagases Methan können durch tauende Permafrostböden in Sibirien und Nordamerika freigesetzt werden.

Foto: AP
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