Kolumbien Verhasste Ex-Rebellen lernen Demokratie

Am Sonntag wählen die Kolumbianer ein neues Parlamentswahl. Auch die Farc tritt an. Wie sieht das aus, wenn eine verhasste Ex-Guerillagruppe plötzlich Politik macht - und wie reagieren die Wähler?
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Am 11. März wählen die Kolumbianer einen neuen Kongress, etwa zwei Monate später den Präsidenten. Victoria Sandino Palerma will für die Farc-Partei einen Posten holen. Sie ist eine ehemalige Anführerin der Gruppe und handelte den Friedensvertrag mit der kolumbianischen Regierung mit aus.

Foto: Juan Arredondo/ DER SPIEGEL
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In der Stadt Miranda wurde die Übergangszone von Monterredondo errichtet. Es wurden neue Häuser gebaut, damit dort etwa 250 frühere Kämpfer untergebracht werden können. Derzeit leben dort aber nur 70 von ihnen. Die Hilfe der Regierung kommt bei ihnen nicht an.

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Auch diese Häuser wurden für ehemalige Farc-Rebellen aufgebaut. Die Pappaufsteller davor zeigen den Gründer Manuel Marulanda. Die Rebellentruppe sah Entführungen und Bombenanschläge als legitime Mittel ihres Kampfes an, sie finanzierte sich über Drogenhandel und Schutzgelderpressung. Bei vielen Kolumbianern ist sie bis heute verhasst.

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In der sogenannten Normalisierungszone leben auch Ruben Ramirez und seine Partnerin Adriana Escobar. Die ehemaligen Rebellen haben ihre neue Partei "Alternative Revolutionäre Kraft des Volkes" genannt, abgekürzt ebenfalls: Farc.

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Eudalia Acosta füttert die Hühner, die sie und andere ehemalige Farc-Mitglieder von Regierungsgeld gekauft haben. Eigentlich wurden den ehemaligen Rebellen 10.000 Hühner versprochen, aber die kamen nie an.

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Sigifredo Lopez Tobon mit seiner Mutter Maria: Sigifredo wurde 2002 von Farc-Rebellen entführt, zusammen mit elf weiteren Menschen. Er hat die Gefangenschaft als einziger überlebt und wurde 2009 befreit.

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Das Friedensabkommen zwischen der Regierung und den Farc garantiert den Ex-Rebellen bei der nächsten und übernächsten Wahl jeweils fünf Sitze in beiden Kammern des Parlaments, egal, wie viele Stimmen sie erhalten. Auch Maria Edith Patiño will für den neuen Kongress antreten.

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Patiño mit ihrem Enkelkind auf dem Arm. Im Hintergrund sitzen ihre Mutter und ihre 25-jährige Tochter. Die Familie wird wegen ihrer Mitgliedschaft in der Farc-Partei bedroht. Die meisten Meinungsforschungsinstitute räumen der Farc höchstens zwei Prozent der Stimmen ein.

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Dass sie vermutlich nicht in ein offizielles Amt gewählt wird, macht Patiño nichts aus. "Es geht um die Unterstützung der Partei", sagt sie. "Ich habe nie ein Gewehr in der Hand gehalten", beteuert die 52-Jährige.

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