Kriminalfall Der Heilbronner Polizistenmord

Wer ermordete im April 2007 eine junge Polizistin in Heilbronn? Jahrelang kamen die Ermittlungen kaum voran. Mehr als vier Jahre später wird die Dienstwaffe der Getöteten bei zwei Leichen gefunden, kurz darauf stellt sich eine Frau der Polizei.
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Für die Nachbarn war sie Susann Dienelt, Spitzname Lise. Sie benutzte auch den Decknamen Mandy Struck. Tatsächlich heißt die Frau Beate Zschäpe. Sie hat sich am Dienstagnachmittag im Beisein ihres Anwalts der Polizei in Jena gestellt. Dieser Schritt der 36-Jährigen, nach der mit internationalem Haftbefehl gefahndet wurde, hat Bewegung in den Fall der 2007 in Heilbronn ermordeten Polizistin gebracht.

Foto: dapd/ Polizeidirektion Südwestsachsen
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Das brennende Wohnhaus im Zwickauer Stadtteil Weißenborn. Hier soll Beate Zschäpe mit ihren Bekannten Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt gelebt haben.

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Polizisten räumen die Trümmer des Hauses weg, das nach einer Explosion ausbrannte.

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Ein Mitarbeiter der Spurensicherung vor dem Gebäude der Polizeidirektion in Jena: Beate Zschäpe und ihre beiden Mitbewohner stammen aus Jena, wo sie sich in den Neunzigern der Neonazi-Szene angeschlossen haben sollen. Im Januar 1998 entdeckten Fahnder in einer Garage im Jenaer Stadtteil Burgau vier funktionsfähige Rohrbomben, TNT, Waffen und Neonazi-Propagandamaterial. Dem Trio gelang jedoch die Flucht,

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Am 25. April 2007 wurde auf der Heilbronner Theresienwiese die 22-jährige Polizistin Michèle Kiesewetter mit einem Kopfschuss getötet, ihr 25-jähriger Kollege Martin A. wurde lebensgefährlich verletzt.

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Das Opfer gehörte der Böblinger Bereitschaftspolizei an und war am Tattag zur Unterstützung in Heilbronn eingesetzt. Sie sollte gemeinsam mit ihrem Kollegen in einem sogenannten Konzeptionseinsatz die Straßenkriminalität bekämpfen. Der Fall sorgte bundesweit für Aufmerksamkeit.

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Spurensicherung am Tatort in Heilbronn: Jahrelang machte die Polizei in dem Fall kaum Fortschritte. Eine vermeintliche Spur erwies sich als falsch: Wattestäbchen, die bei der Spurensicherung eingesetzt wurden, waren offenbar verunreinigt.

Foto: Bernd Weißbrod/ dpa
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Die beiden Dienstpistolen der überfallenen Beamten vom Typ Heckler & Koch P2000 wurden gestohlen, ebenso ein Satz Handschellen.

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Am 7. September 2011 überfielen zwei Männer eine Bank im thüringischen Arnstadt. Ihre Leichen wurden am 4. November in einem Wohnmobil im thüringischen Eisenach entdeckt. Bei den toten Männern in dem ausgebrannten Fahrzeug fanden die Ermittler die Dienstwaffen der in Heilbronn ermordeten Polizistin und ihres Kollegen.

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Kurz nach dem Wohnmobilbrand in Eisenach explodierte in Zwickau ein Haus. Die beiden toten Männer sollen es sich mit einer Frau geteilt haben, mit der sie in den neunziger Jahren in der rechtsextremen Szene aktiv waren. Die Beate Zschäpe stellte sich am 8. November der Polizei.

Foto: Hendrik Schmidt/ dpa
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