Kurven in den Himmel In Schlangenlinie durchs Gebirge

Beifahrer oder Fondinsassen mögen anders darüber denken, aber wer selbst am Lenkrad sitzt, wird Kurven lieben. Sie geben der Fahrt einen Rhythmus, verändern die Blickrichtung, erfordern Aufmerksamkeit. Hier sind zehn besondere Slalomrouten für Autofahrer mit Lenkgefühl.
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Großglockner-Hochalpenstraße: Dieser Gebirgsübergang im heutigen Nationalpark Hohe Tauern gehört zu den berühmtesten Alpenstraßen überhaupt. Die Passhöhe liegt auf 2504 Meter, 36 Bilderbuch-Kehren sind zu bewältigen. Allerdings ist diese Strecke alles andere als ein Geheimtipp, rund 900.000 Besucher pro Saison werden hier gezählt. Und billig ist das kurvige Vergnügen auch nicht, denn ein Passage mit dem Pkw kostet 29 Euro, mit dem Motorrad 19 Euro. Elektroautos erhalten übrigens deutlich vergünstigte Tickets.

Foto: Archiv Großglockner Hochalpenstraße
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Col de Turini: Die schmale Passstraße in den französischen Seealpen im Hinterland von Monaco ist vor allem berühmt als eine der Wertungsprüfungen der legendären Rallye-Monte-Carlo. Die Passhöhe auf 1607 Meter lässt sich über diverse, allesamt recht reizvolle Strecken erreichen. Etwa von Westen her aus dem Tal der Vesubie, von Südosten von Sospel aus, von Süden ab L'Escarène oder die Zufahrt vom Col St. Roch. In der Gegend gibt es jedenfalls genug Kurven für einen sehr langen Tag am Steuer.

Foto: Jürgen Pander
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Nufenenpass: Eine Traumroute für Kurvengenießer ist die Strecke über den Nufenenpass (2478 Meter, 13 Prozent Steigung), der die Schweizer Kantone Wallis und Tessin miteinander verbindet und die höchstgelegene Passstraße innerhalb der Schweiz ist. Am Ostende der Straße liegt die Stadt Airolo, von wo aus man die Tour über den Gotthard Pass fortsetzen kann. Der Nufenenpass wurde 1969 eröffnet, davor gab es hier lediglich einen Naturweg, der allerdings häufig genutzt wurde und schon recht gut ausgebaut war.

Foto: Corbis
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Malojapass und Hochengadin: Ein Blick vom Gipfel des Muottas da Schlarigna in Richtung St. Moritz - mit der charakteristischen Maloja-Nebelschlange im Tal. In diesem großartigen Hochalpenpanorama befinden sich der Maloja-Pass, über den man aus dem Bergell ins Engadin (oder umgekehrt und dann bergab) gelangt. Die Strecke zwischen dem Schweizerischen Zernez und dem italienischen Chiavenna bietet alles, was Autofahren in den Alpen so einzigartig macht: Kurven, Gipfel, Bergseen, Panoramaansichten und Tiefblicke.

Foto: ENGADIN St. Moritz/ swiss-image.ch
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Deutsche Alpenstraße: Insgesamt erstreckt sich diese Panoramaroute über 450 Kilometer vom Bodensee bis zum Königssee, ihren höchsten Punkt erreicht die Strecke, die stets am bayerischen Nordrand der Alpen entlang führt, mit 1200 Meter auf dem Oberjoch im Allgäu. An der Straße, die auch fahrerisch etliche Sahneabschnitte bietet, liegen unter anderem die Schlösser Neuschwanstein oder Linderhof, der Tegern- und der Schliersee sowie die weltberühmte Wieskirche, das Kloster Ettal und ungezählte Biergärten, Wirtshäuser und Übernachtungsquartiere.

Foto: Touristikverein Deutsche Alpenstraße
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Brenta-Runde: Rund um die Brenta-Gruppe, ein bis zu 3173 Meter hohes Massiv in den italienischen südlichen Kalkalpen, führt eine landschaftlich herausragende Strecke. Im Prinzip lässt sich der Gebirgsstock in weitem Bogen zwischen Bozen und Trento umfahren - über die Stationen Dimaro, Madonna di Campigli und Tione. Ob man eine große Schleife oder die komplette Runde (über San Lorenzo, Andalo bis nach Cles) unter die Räder nimmt, kommt auf die Kondition des Fahrers und den weiteren Verlauf der Reise an.

Foto: Corbis
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Silvretta-Hochalpenstraße: Auch diese Panoramastrecke vom Vorarlberger Montafon ins Tiroler Paznauntal ist kein Geheimtipp, doch das mindert ihre Attraktivität nicht im Geringsten. Auf den 25,4 Kilometern zwischen Partenen und Galltür fährt man in kühnen Schwüngen durch wildes Hochgebirge. Der höchste Punkt der Strecke liegt auf 2036 Meter, die maximale Steigung beträgt 14 Prozent. Kostenpflichtig ist die Passage übrigens auch: für Pkw kostet die Fahrt 7,90 Euro, für Motorräder 4,50 Euro.

Foto: ARNO BALZARINI/ AP
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Vom Tegernsee ins Inntal: Wer auf dem Weg von München nach Innsbruck den Autobahnbogen über Kiefersfelden/Kuftstein abkürzen möchte, kann dies zwischen Holzkirchen und der Anschlussstelle Achensee/Zillertal auf landschaftlich und fahrerisch reizvolle Art und Weise tun. Nämlich mit der Route am Tegernsee entlang, über den Achenpass (941 Meter, maximale Steigung 14 Prozent) und am Ostufer des langgestreckten Achensees weiter hinab ins Inntal. Auf der Fahrt nach Süden grüßen von links die Gipfel des Rofan-Gebirges, von rechts das Karwendel. Und genug am Lenkrad zu kurbeln gibt es auf dieser Strecke auch.

Foto: Tirol Werbung/Matthias Burtscher
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Lechtal, Hochtannbergpass, Hahentennjoch: Wer von Bregenz Richtung Südosten fährt, gelangt irgendwann nach Schröcken, wo die Serpentinen hinauf zum Hochtannbergpass (1676 Meter) beginnen. Weiter geht es von hier nach Warth und hinab ins malerische Lechtal, das seit einigen Jahren ein Naturpark ist. Kurz hinter Häselgehr zweigt nach rechts das Hahntennjoch (1903 Meter, 15 Prozent Steigung) ab, das am Muttekopf vorbei ins Inntal leitet.

Foto: REUTERS
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Luganer See: Die oberitalienischen Seen sind in vielerlei Hinsicht eine Reise wert - unter anderem auch wegen der tollen Straßen, die es dort gibt. Zum Beispiel entlang des Nordufers des Luganer Sees von Lugano nach Menággio. Wer die Strecke bis zurück nach Deutschland ausdehnen will, kann weiterfahren am Comer See entlang nach Chiavenna, durchs Bergell, den Malojapass hinauf und dann über St. Moritz und Serfaus nach Innsbruck und von hier über Seefeld oder Kufstein nach Bayern.

Foto: ? Str Old / Reuters/ REUTERS
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