Leoparden-Junge im Baum Niedlicher geht's kaum

Nein, das ist kein Eichhörnchen: In der kenianischen Masai Mara wachsen zwei Leopardenkinder in einem Baumloch auf und üben sich im Klettern. Niedlicher geht's kaum.
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Erkundungstour: Eigentlich war man davon ausgegangen, dass die kleinen Leoparden nach starken Regenfällen in der Masai Mara ertrunken waren. Mitte November entdeckte Wildtierfotograf Uwe Skrzypczak sie wieder, als sie sich gemeinsam mit ihrer Mutter auf eine Lichtung trauten.

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Etwa zehn Wochen alt: Eine Hyäne, die es auf die Jungtiere abgesehen hatte, führte den Fotografen schließlich zu einem Baum. Zwei Meter über dem Boden lebten die Kleinen dort in einem Baumloch.

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Gut getarnt: Üblicherweise ziehen Leoparden ihre Jungen in Höhlen, ausgehöhlten Baumstämmen oder Kuhlen im Boden groß. Ein Loch im Baum, ist aber auch keine schlechte Wahl. Hier konnten die kleinen Leoparden in sicherer Entfernung zu den herumstreifenden Hyänen heranwachsen, die vom Aas der angespülten Zebras und Garzellen angelockt worden waren.

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Spieltrieb: Die Jungtiere sind Teil einer international bekannten Leopardenfamilie. Ihre Großmutter Olive war Teil der BBC-Dokumentation "Big Cat Diary" und gehörte zu einer Leopardengruppe, die von den Machern scherzhaft die Jackson Five genannt wurde.

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Man wächst mit seinen Aufgaben: Fotograf Skrzypczak und Tourguide Joseph Ole Tira, der sich für den Schutz der Leoparden im Masai-Mara-Nationalpark einsetzt, waren erstaunt, wie gut die Jungen schon klettern können.

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Baumstamm rauf, Baumstamm runter: Tira habe in 15 Jahren noch nicht erlebt, dass so junge Leoparden einen senkrechten Baum hoch und runter geklettert sind ohne abzustürzen, berichtet Skrzypczak.

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Oh, oh: In der Regel können Leoparden erst mit vier bis fünf Monaten Baumstämme hochklettern. An manchen Stellen wurde die Kletterpartie für die erst gut zwei Monate alten Jungen dann auch zur Herausforderung. Gut, wenn man Krallen hat. Wie Hauskatzen können Leoparden diese übrigens nach Bedarf ein- und ausfahren.

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Geschwisterliebe: Skrzypczak und Tira vermuten, dass es sich bei den Kleinen um zwei Weibchen handelt. Leopardenmütter ziehen ihre Jungen in der Regel allein groß. Nur während der Paarung verbringen Männchen und Weibchen einige Tage zusammen. In dieser Zeit jagen sie mitunter auch gemeinsam.

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Gähnen oder fauchen? Man weiß es nicht so genau. Spitze Zähne haben die Kleinen aber schon und die brauchen sie auch. Noch mindestens ein Jahr bleiben die jungen Leoparden bei ihrer Mutter und lernen, selbst zu jagen. Fleisch beginnen sie schon mit zwei bis drei Monaten zu fressen, zu dem Zeitpunkt liefert es aber noch die Mutter.

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Auf Wiedersehen: Grundsätzlich sind Leoparden Einzelgänger, die Territorien verwandter weiblicher Tiere überlappen sich aber manchmal. So war es auch bei den Jackson Five aus der BBC-Dokumentation. Es kommt häufig vor, dass Jungtiere sterben, noch bevor sie ihre Mutter verlassen. Gut möglich also, dass schon in einem Jahr nur noch eines der beiden Kleinen am Leben sein wird.