Letzte DDR-Antarktisexpedition Einheit in der Eiswüste

In Berlin fiel die Mauer, am Südpol glaubte man an einen Psychotest: Kurz vor der Wende brach die 3. DDR-Antarktisexpedition ins ewige Eis auf. Und feierte knapp ein Jahr später die deutsche Einheit am kältesten Ort der DDR.
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Aufbruch: Am 17. Oktober 1989 flogen vier Wissenschaftler und Techniker von Ost-Berlin Richtung Antarktis. Das Foto zeigt die sowjetische Iljuschin IL-76, wegen ihrer enormen Ladefähigkeit auch "Fliegende Scheune" genannt, mit der sie im ewigen Eis ankamen. Später folgten per Schiff sechs weitere Forscher.

Foto: Ulf Bauerschäfer
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Goodbye: Mit einem feierlichen Flaggenwechsel vollzogen die Polarforscher am 3. Oktober 1990 die deutsche Wiedervereinigung. Nachdem die DDR-Fahne herunter geholt worden war, zog man im eisigen Wind Schwarz-Rot-Gold hinauf.

Foto: Ulf Bauerschäfer
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Exklave: Im "Herrensalon" der Georg-Forster-Station erfuhren die DDR-Forscher von der Maueröffnung am 9. November 1989. Mit einer tagelangen Feier würdigten sie das Ereignis. Später sorgten sich die Männer wegen der sich rapide verschlechternden Wirtschaftslage in der DDR. Sie sollten bis zum März 1991 in der Antarktis bleiben.

Foto: Ulf Bauerschäfer
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Extrem: Extreme Arbeitsbedingungen bestimmten den Alltag in der Antarktis. Die Fahrerkabinen waren beispielsweise unbeheizt, oft verloren die Männer in der Kälte das Gefühl in den Fingern. Das Foto zeigt Ulf Bauerschäfer im vergleichsweise warmen Sonnenschein.

Foto: Ulf Bauerschäfer
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Eishölle: Durch die Schneewüsten des Südpols bewegten sich die Männer der 3. DDR-Antarktisexpedition mit tonnenschweren Kettenfahrzeugen fort.

Foto: Servus TV
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Instandsetzung: Unter den Extrembedingungen litt die Technik. Hier repariert Gerald Müller, r., einen defekten Schlittenzug.

Foto: Ulf Bauerschäfer
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Phänomen: Zusätzlich zur Erforschung der Polarlichter vermaßen die DDR-Wissenschaftler die Region, beobachteten Bewegungen des Eises und ermittelten Ozon-Werte. Diese Ergebnisse waren für die Bekämpfung des Ozonlochs von großer Wichtigkeit.

Foto: Ulf Bauerschäfer
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Land in Sicht: Die Georg-Forster-Station lag in der sogenannten Schirrmacher-Oase. Diese Region war besonders geeignet, weil es dort kein Eis gab. Nach der Wiedervereinigung wurde die Einrichtung abgetragen und komplett entfernt, um Folgen für die Umwelt zu vermeiden.

Foto: Ulf Bauerschafer
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Weiße Hölle: Die Wetterbedingungen waren selbst in der gletscherfreien Schirrmacher-Oase unwirtlich.

Foto: Ulf Bauerschäfer
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Team: Zehn Wissenschaftler und Techniker bildeten die dritte und letzte DDR-Antarktisexpedition. Ulf Bauerschäfer, l., Gerald Müller, zw. v. l., Gerhard Schlosser, oben links mit Bart, und Rainer Zierath, zw. v. r., berichteten in der Servus-TV-Dokumentation über ihre Zeit in der Antarktis.

Foto: Servus TV
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Ausflug: Immer wieder brachen die Forscher von der Georg-Forster-Station zu Exkursionen ins Eis auf. Sie wohnten dabei in Containern, die von Kettenfahrzeugen gezogen wurden. Während plötzlich hereinbrechender Schneestürme mussten sie bisweilen Tage in den Behausungen verbringen.

Foto: Servus TV
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Vorsicht: Bei ihren Ausflügen ins ewige Eis mussten die Fahrer der Kettenfahrzeuge auf verborgene Gletscherspalten achten.

Foto: Ulf Bauerschäfer
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Recycling: Viele Fortbewegungsmittel waren umgebaute ehemalige Artilleriefahrzeuge der Roten Armee.

Foto: Ulf Bauerschäfer
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Heimkehr: Im März 1991 holte der Forschungseisbrecher "Polarstern" die Männer der 3. DDR-Antarktisexpedition ab. Mit ihnen zusammen reisten auch die Frauen aus der Georg-von-Neumayer-Station nach Hause. Endlich konnten sich die Forscher und Forscherinnen persönlich kennenlernen. Vorher hatten sie nur über Funk miteinander gesprochen.

Foto: Ulf Bauerschäfer
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Leben: Die Schirrmacher-Oase beherbergt einige Tierarten. Beispielsweise einige Arten der Sturmvögel. Bisweilen suchen auch Pinguine die Region auf.

Foto: Ulf Bauerschäfer
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Vermessung: Der Expeditionsleiter Gerhard Schlosser bei der Vermessung eines Nunataks. Nunataks sind über die Eisfläche herausragende Felsen oder Berge.

Foto: Ulf Bauerschäfer
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Ganz weit unten: Die ostdeutsche Georg-Forster-Station lag im sogenannten Königin-Maud-Land der Antarktis. Mit einer Postkarte würdigte die DDR ihre 3. Antarktisexpedition.

Foto: Ulf Bauerschäfer
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