Handwerker und Händler Lissabons besondere Geschäfte

Portugals Hauptstadt Lissabon ist voller kleiner Läden, die große Geschichten erzählen können. Der Fotograf Sebastian Erras portraitiert die schönsten Geschäfte und ihre Besitzer.
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In der Casa Macario gibt es schon seit rund 100 Jahren Kaffee zu kaufen. Seit 1974 führt die Familie von Luis Torres das Geschäft, das mittlerweile auch Portwein, Whiskey, Schokolade oder Tee anbietet. Der Kaffee steht aber immer noch im Mittelpunkt. Einige Stammkunden lassen sich sogar ihre eigene Mischung anfertigen.

Foto: Sebastian Erras/ PixartPrinting
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Pequeno Jardim - der kleine Garten - heißt dieser Blumenladen, der bereits 1922 zum ersten Mal erwähnt wurde. Das Besondere daran: Er befindet sich im Treppenhaus eines Gebäudes aus dem 19. Jahrhundert. Elisabete Monteiro hat das Geschäft 2003 übernommen. "Seit dem allerersten Tag habe ich das Projekt mit all meiner Liebe angenommen, weil ich wusste, dass dies ein Ort ist, den man wegen seiner Geschichte und Langlebigkeit respektieren muss", sagt sie.

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Die "Ovos Moles de Aveiro", die "weichen Eier von Aveiro", sind eine portugiesische Delikatesse aus Eigelb und Zucker. 2013 eröffnete Filipa Cordeiro zusammen mit Maria Dagnino ein Geschäft, das als nationales Aushängeschild für die berühmten Leckereien dienen soll.

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Aus der Rua de Belém kommt eine weltberühmte Spezialität: die Pastéis de Belém, auch als Natas bekannt - kleine Törtchen aus Blätterteig mit einer Art Pudding gefüllt. Seit 1834 werden sie dort hergestellt, immer noch in Handarbeit, aber mittlerweile mit den Händen von 170 Mitarbeitern. Geführt wird das Unternehmen von Miguel Clarinha.

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Nüsse, Würstchen, Schinken, Wein oder Fisch - in der Manteigaria Silva finden sich feinste portugiesische Spezialitäten. Das Geschäft ist über die Stadt hinaus bekannt. "Ich wollte schon immer auf ein paar Quadratmetern das Beste der portugiesischen Gastronomie zusammenstellen", sagt Besitzer José Branco.

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Hospital de Bonecas - Puppenkrankenhaus - nennt sich dieser Laden von Manuela Cutileiro. Schon seit 1830 werden hier, wo einst das All Saints Hospital stand, Puppen repariert und ausgestellt. Mittlerweile werden auch neue Puppen und andere Spielzeuge verkauft.

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In der Rua de S. José, einer engen Gasse nördlich des Zentrums, liegt die Manteigaria a Minhota von Luis Santos. Die Milchbar, so die deutsche Übersetzung, gibt es bereits seit 1917 - und seitdem hat sich hier nicht viel verändert.

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Im kleinen Laden Ginjinha Sem Rival werden Portugals berühmteste Liköre verkauft. "Vom Ministerpräsident bis zum Landstreicher - jeder hat in unserem Geschäft schon einen Likör getrunken", sagt Nuno Goncalves. Sein Urgroßvater hatte den Laden 1890 eröffnet.

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Das Hutgeschäft Azevedo Rua im Viertel Rossio hat ebenfalls eine lange Tradition. Es wurde 1886 von einem pleitegegangenen Winzer gegründet. Lange versorgte der Laden den Lissabonner Klerus mit Kopfbedeckungen, später spezialisierte man sich auf die Ausstattung des nahegelegenen Nationaltheaters und Stierkämpferhüte. Heute können die Kunden hier bei Pedro Fonseca auch maßschneidern lassen.

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In der Retrosaria Bijou hat sich seit 1915 nicht viel geändert. Knöpfe, Spitzen, Stickereien und Schmuck bietet der kleine Laden im Viertel Baixa Pombalina an. Mittlerweile führt José Vilar de Almeida das Geschäft, das sein Großvater einst gegründet hat.

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