Blech raus, Lebensqualität rein Elf Ideen für menschenfreundlichere Städte

Weniger Lärm und Abgase, dafür mehr Lebensqualität. Dieses Ziel verfolgen Städte mit ganz unterschiedlichen Methoden. Manche sind so einfach wie effektiv.
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Radweg statt Autospur (Madrid)

Madrids Autofahrer müssen viel Platz abgeben: Spuren werden mit dem Radverkehr geteilt, bei 30 km/h Höchstgeschwindigkeit. Noch radikaler soll sich die Gran Vía, die Prachtstraße der spanischen Hauptstadt, verändern. Von sechs Spuren für den Autoverkehr sollen nur zwei übrig bleiben. Je zwei bekommen stattdessen Radfahrer sowie Busse und Taxis.

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Radschnellwege (Eindhoven)

Ohne Ampeln und Autoverkehr ans Ziel: Dieses Autobahn-Fahrgefühl ermöglichen Radschnellwege. Eine besonders fahrradfreundliche Kreuzung gibt es im niederländischen Eindhoven.

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Der sogenannte Hovenring, ein erhöhter Kreisverkehr, überspannt dort eine vielbefahrene Kreuzung. Dadurch können Radfahrer, aber auch Fußgänger die Ampel ohne Wartezeiten und Gefahren durch abbiegende Autos überqueren.

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Eine App für alles - außer Autos (Helsinki)

Per App ein Ticket für den ganzen Weg kaufen, egal womit man fährt und wie oft man umsteigt. Das ermöglicht "Whim" im finnischen Helsinki. Busse, Bahnen, Taxis, Mietwagen und Leihräder sind darin enthalten. Wer möchte, kann auch ein Abo abschließen und hat dann eine Flatrate für alle Transportmittel der Stadt - solange Taxifahrten nicht länger als fünf Kilometer sind.

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Parkhaus für Fahrräder (Utrecht)

Am Bahnhof in die Tiefgarage fahren, parken und in den Zug steigen - was nach einer klassischen Autofahrt klingt, ist im niederländischen Utrecht Alltag für Radfahrer. Dort steht die größte Radgarage der Welt.

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Darin ist Platz für 12.500 Fahrräder - und damit zu wenig. Denn 40 Prozent der Nutzer des Utrechter Hauptbahnhofs kommen dort auf dem Fahrrad an. Das Bauwerk wurde bereits erweitert.

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Deckel drauf und Ruhe (Hamburg)

Mehr Fahrspuren und weniger Lärm bringt die Einhausung der A7 in Hamburg nördlich des Elbtunnels. An drei Stellen bekommt die Autobahn Deckel, die anschließend begrünt werden, teils mit Kleingärten. Dadurch sollen von der Autobahn durchtrennte Stadtteile zusammenwachsen und auf lärmberuhigten Flächen sollen 3000 neue Wohnungen entstehen.

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Entspannen statt parken (Berlin)

Straßen sind öffentliches Eigentum, sogenannte Parklets sollen sie den Menschen zurückgeben und erweitern Fußwege durch Aufbauten auf Parkplätzen. In Kreuzberg werden sie in einem Modellversuch getestet und sollen die Straße wieder zu einer Begegnungszone machen.

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Radfahrer bevorzugt (Houten)

Die niederländische Gemeinde Houten bevorzugt Radfahrer beim Ausbau der Stadt. Es gibt sternförmig angelegte Radwege, deren Nutzer Vorfahrt vor denen genießen, die auf normalen Straßen fahren. So können Radfahrer aus den verschiedenen Stadtvierteln das Zentrum schnell erreichen. Mit diesen Maßnahmen sicherte sich die Gemeinde den Titel "Beste Fahrradstadt" des Niederländischen Fahrradbundes in den Jahren 2008 und 2018.

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Autofreie Innenstadt (Gent)

Bereits im Jahr 1997 wurde ein Teil der Genter Innenstadt autofrei. 2017 wurde außerdem der Durchgangsverkehr auf eine Ringstraße verbannt. Nun gibt es fünf Bereiche, in die nur Anwohner einfahren dürfen. Insgesamt ist dadurch eine Fläche von 50 Hektar autofrei. Die Luftqualität hat sich an 22 von 29 Messstellen verbessert - und es fahren mehr Menschen Fahrrad oder nutzen den ÖPNV.

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Parkplätze streichen, Radwege bauen (Amsterdam)

Weniger parkende Autos, mehr Platz für Radwege - diesen Plan verfolgt Amsterdam. Bis zum Jahr 2025 sollen bis zu 11.200 Parkplätze wegfallen. Ab dem Sommer 2019 sollen zudem rund 1500 Menschen jedes Jahr ihre Parkerlaubnis für das Stadtzentrum verlieren.

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Zahlen für die Innenstadt (London)

Wer mit dem Auto in die Innenstadt fährt und dort für Verkehr und schlechte Luft sorgt, zahlt - dieses einfache Modell verfolgen mehrere Städte, darunter London. Die Citymaut beträgt dort umgerechnet rund 13,35 Euro. Fahrer älterer Autos müssen zusätzlich noch eine Umweltmaut von rund 14,50 Euro pro Tag bezahlen.

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Autobahnen zu Wohnraum (Helsinki)

Sieben Autobahnen, die bis tief nach Helsinki hineinreichen, sollen erst weiter außerhalb beginnen - und davor abgerissen werden. An ihrer Stelle sollen Boulevards mit breiten Gehwegen und Cafés entstehen.

Foto: Ryhor Bruyeu/ iStockphoto/ Getty Images
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